Vom 11. bis 13. September ging es beim Bargteheide Open wieder auf Punktejagd am Schachbrett. Gegen ein durchweg stark besetztes Feld mit einem Gegnerschnitt von knapp 1940 DWZ stand am Ende ein solides Ergebnis von 2,0 Punkten aus 5 Partien (4 Remis, 1 Niederlage) zu Buche. Ein Rückblick auf fünf abwechslungsreiche und umkämpfte Runden:
Runde 1: C. Wollenweber (2009) – P. Kirchner (1795): 0,5-0,5 image.png380 KB · DownloadIn dieser Stellung tauschte ich die Damen in dem Glauben, dass ich das Endspiel aufgrund des eher eingeschränkten Läufers von Weiß gewinnen kann. Tatsächlich ist die Stellung aber nahe am Ausgleich und die Partie endete Remis. Stattdessen hätte 29…Dh1! den Vorteil aufgrund des starken Angriffs und des geschwächten Königs behalten.
Runde 2: P. Kirchner (1795) – K. Bunk (1969): 0,5-0,5
Hier konnte ich das erste und einzige Mal in der Vorteil bekommen mit 12.e6! Leider verfiel ich der Schachblindheit und spielte 12.Sc5. Im weiteren Spielverlauf folgten viele Abtäusche und es endete in einem remislastigen Turmendspiel, in dem wir dann auch irgendwann die Punkte teilten.
Runde 3: F. Hofmann (1901) – P. Kirchner (1795): 1-0
Bereits im 6ten Zug entschied sich Weiß die Figur auf f7 zu opfern. Ich habe damit Vorteil, muss mich aber ab sofort zäh verteidigen. Im 10. Zug fand ich nicht die beste Verteidigungsressource:
Ich sollte die Diagonale für die Dame schließen, um das Feld f7 zu decken und keine Gabel zuzulassen. Somit spielte ich 10…g6 11.Sxg6 Lxg6 12.Dxg6 Lg7. Ich habe zwar den nervigen Springer abtauschen können, dafür steht mein König aber offen. Besser wäre 10…e6 gewesen. Die Gabel auf f7 scheitert jetzt an g6, sodass sich die Damen tauschen würden und Schwarz steht auf Gewinn… Mal wieder ein Problem der Zugfolgen… Im weiteren Partieverlauf gelang es Weiß, die Figur zurückzugewinnen und konnte mit seinen mittlerweile 4 Mehrbauern die Partie gewinnen.
Runde 4: P. Kirchner (1795) – G. Schulz (1869): 0,5-0,5
Nach dem Rückschlag galt es in Runde 4 gegen Gerhard Schulz (DWZ 1869), wieder Stabilität ins Spiel zu bringen. In der Französischen Verteidigung konnte ich mit Weiß die üblichen Strukturen erhalten. Nach schnellem Figuren- und Damenabtausch im Zentrum ging das Spiel ohne große Wellenbewegungen in ein völlig ausgeglichenes Turmendspiel über. Nach 26 Zügen einigten sich beide Spieler auf die Punkteteilung – die richtige Antwort zur rechten Zeit, um die Sicherheit zurückzugewinnen. Der Evaluationsgraf zeigt auch keine wirkliche Tendenz für einen Spieler:
Runde 5: F. Fegebank (1947) – P. Kirchner (1795): 0,5-0,5
Nach der Eröffnung stand ich direkt schlechter und musste zusehen, dass ich meine Figuren auf halbwegs gute Felder stellen konnte. Zwischenzeitlich sah es so aus:
Hier bot mir Weiß mit 23.De6 den Damentausch an. Dies lehnte ich jedoch ab und entschloss mich, mich anders zu befreien: 23…Dc7 gefolgt von Sd6. Weiß schaffte es im weiteren Spielverlauf nicht, seine Übermacht auf der e-Linie zu nutzen und wir wickelten in ein Turmenspiel ab, welches schnell Remis endete.
Fazit: Gegen nominell durchweg stärkere Gegnerschaft zeigte das Turnier eine hohe Stabilität. Zwar hätte der ein oder andere Sieg nicht schaden können (und wäre auch möglich gewesen wie Parte 1 und 2 gezeigt haben!), aber ich kann mit dem Endergebnis zufrieden sein. Nun gilt es, diese Stabilität mit in die anstehende Mannschaftssaison zu nehmen: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den umkämpften Endspielen und scharfen Mittelspielen geben Rückenwind für die anstehenden Punktspiele des Vereins, wo der Fokus darauf liegen wird, leicht vorteilhafte Stellungen konsequenter in volle Zähler umzumünzen.
Kommentare zu 'Rückblick auf das Bargteheide Open 2026'
Noch keine Kommentare.
Anja Yüksel 14. September, 12:03 Uhr
Ein schöner Bericht, der uns an deinen Erlebnissen am Brett teilhaben lässt. Du hattest nur nominell stärkere Gegner und hast nur gegen einen von ihnen verloren . Stark gespielt!!!
Walter, Bernd M.14. September, 12:44 Uhr
Ein Turnierbericht, der keine Wünsche offen lässt. Danke dafür.
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Ein schöner Bericht, der uns an deinen Erlebnissen am Brett teilhaben lässt. Du hattest nur nominell stärkere Gegner und hast nur gegen einen von ihnen verloren . Stark gespielt!!!
Ein Turnierbericht, der keine Wünsche offen lässt. Danke dafür.