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Saison 2011/2012 komplett


Verbandsliga Ost: 9. Ligarunde am 22.04.2012 gegen den Eutiner SV II

Selbst schwer gemacht

Nachdem die Ligen in den Schach-Oberhäusern bereits am letzten Sonntag ihre Saison abgeschlossen hatten, wussten alle Mannschaften, worum es im letzten Spiel noch geht. Für Bad Oldesloe und Eutin II ging es danach um die "goldene Ananas". Bad Oldesloe konnte nicht weiter nach vorne kommen, aber auch nicht mehr absteigen und Eutin II war vor dem Kampf definitiv abgestiegen. Trotzdem trat Eutin II mit der erwarteten Mannschaft fast in Bestbesetzung an, ließ allerdings Brett 4 frei, doch dazu später mehr. Ich hatte einmal mehr Probleme, meine Mannen zusammen zu bekommen. Erst als sich zwei "Absager" doch noch spielbereit meldeten, konnte ich mit Ersatz auf 8 Spieler zurückgreifen. Kurz vor dem Kampf hätte ich sogar 9 Leute gehabt.

Trotz aller Probleme waren wir natürlich klar favorisiert. Verstärkt wurde dies noch dadurch, dass Eutin II (s.o.) an Brett 4 Rolf Bergau meldete, der aber krankheitsbedingt nicht antreten konnte. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Schachfreund Bergau hatte ich vor dem Kampf als Spieler ausgeschlossen, denn aktuell hat er keine aktive Spielberechtigung für Eutin, zumindest laut der letzten DWZ-Liste. Damit hätte er nicht gemeldet werden dürfen und zumindest inkl. Brett 7 hätten alle ein Brett aufrücken müssen. Jochen Kohagen, Mannschaftsführer der Gäste, hielt dies aber für ein Meldeversehen und blieb bei seiner Aufstellung mit Rolf Bergau.

Gleichwohl gingen wir also 1:0 in Führung und nach rund 15 Minuten standen wir an Brett 7 in höherem Sinn auf Gewinn, denn SF Kohagen war in eine Eröffnungsfalle von Matthias Gödelt hinein getappt. Weiß hatte nach 6 Zügen einen isolierten Doppelbauern auf der e-Linie.

Nach einer Stunde führten wir endgültig 1:0, aber mit Ausnahme von Brett 7+8 war noch nicht viel geschehen. Matthias versuchte seinen Stellungsvorteil zu verstärken, was ihm zunächst auch gelang. Dagegen hatte unser U14-Spieler David Borukhson an Brett 8 gegen Dietrich Schiemann einen Bauern verloren. Er versuchte mit Druck auf der f-Linie Kompensation zu bekommen, was ich jedoch eher skeptisch beurteilte.

Auch nach 2 Stunden war nicht viel geschehen. Ich konnte gegen Dr. Thomas Hartwig bequem Ausgleich erzielen und versuchte seinen König ins Visier zu nehmen. Laut Fritz stand ich immer eine Idee besser, was im Nachhinein meine Einschätzung bestätigte. Peter Buchmann hatte gegen Torsten Begemann deutlichen Stellungsvorteil und beherrschte rund 2/3 des Brettes. Hauke Maag hatte in der Eröffnung nicht viel erreicht. Mir gefiel sogar die Stellung seines Gegners Hans-Joachim Dombrowski besser. Axel Jokobi und Dorit Gehrmann mühten sich ab, die Figuren nicht zu viel in Feindberührung zu bringen. Eigensicherung war hier das erste Gebot. Michael Kottke hatte mit Weiß gegen Peter Otten auch nicht viel erreicht. Eine Figur getauscht, sonst alles verschachtelt. Allerdings hatte ich an diesem Brett ein gutes Gefühl, denn Michael näherte sich langsam dem gegnerischen König. An Brett 7 hatte Matthias klaren Vorteil. Sein Gegner reagierte nur, konnte aber noch alles decken und an Brett 8 war David tatsächlich ins Spiel gekommen.

Dann gewann Michael an Brett 7 recht prosaisch. Sein Gegner postierte einen Springer ins Abseits und Michael bereitete dessen Eroberung vor, was seinem Gegner zunächst nicht ins Auge fiel. Doch dann war er weg, der Springer und Otten gab sofort auf. Kurz danach folgte das sich abzeichnende Remis von Axel an Brett 5. Zeitgleich hatte Peter an Brett 2 einen Bauern gewonnen und beherrschte die einzige offene Linie. Das musste den nächsten Punkt geben. Matthias tauschte derweil seinen guten Läufer ab und hatte plötzlich keine Möglichkeit mehr, seine Stellung zu verstärken. Also auch Remis. Wie die Partie von David weiter verlief, habe ich nicht mitbekommen. Beide Spieler waren in Zeitnot und einigten sich auch auf Remis.

Es stand also 3,5:1,5 für Bad Oldesloe und Peter stand auf Gewinn. Hauke hatte sich allerdings völlig ins Abseits manövriert. Sein Gegner verstärkte Zug um Zug seine Stellung so dass ich Haukes Eigeneinschätzung "Sch... das hab ich verzockt. Meine Stellung ist platt" nur bestätigen konnte. Kurz danach kam aber seine Rückmeldung "Ich lebe noch!" Der Eutiner hatte eine gewinnbringende Abwicklung übersehen und Hauke kam noch einmal davon. Nur wenige Minuten später war ich es, der Haukes Spruch zitieren konnte. Ich hatte einen Plan.... Dr. Hartwig spielte vorzüglich mit, bei meinem Plan.... Als ich diesen Plan allerdings zur Ausführung bringen wollte, als ich die Figur schon fast berührt hatte, lief es mir eiskalt den Rücken runter. Nicht ich hatte einen Plan, sondern mein Gegner, bzw. sein Plan war um Längen besser. Statt Mattangriff also Verteidigung. Nun hätte mein Gegner mir genüsslich 2 Bauern abnehmen können, versuchte sein Heil aber im Angriff zu finden und der führte zu Nichts, bzw. nur zu dem vermutlich angestrebten Remis. Auch ich war noch einmal davon gekommen. Hauke hatte derweil den Spieß umgedreht und ließ sich seinerseits die Chance zum Gewinn nicht nehmen. 5:2 und Peter spielte - wie fast immer in Zeitnot - immer noch. Peters Gegner drohte mehrfach Dauerschach geben zu wollen, nachdem er die offene Linie stopfen konnte und Peter fand nichts dagegen. Völlig konsterniert willigte er dann ins Remis ein und noch in der Schlussstellung hatte er eine Wendung, die das Dauerschach vielleicht hätte abwehren können, nicht gesehen.

Ein etwas müder Saisonabschluss.



Verbandsliga Ost: 8. Ligarunde am 18.03.2012 gegen den Lauenburger SV

Wieder extrem knapp

Seit wir in der Verbandsliga auf Lauenburg treffen, tun wir uns gegen diesen Gegner äußerst schwer. So auch an diesem Sonntag. Die Gastgeber konnten befreit aufspielen, denn selbst ein Sieg über uns hätte sie im Vergleich mit den anderen Ligen nicht als bestes siebtplaziertes Team gesehen. Und nur dieser Platz hätte eventuell zum Klassenverbleib reichen können. Im Grunde konnten wir auch locker bleiben, denn die Gefahr, dass wir noch auf Rang 6 absteigen müssten, war äußerst gering.

Dafür, dass es dann doch noch spannend wurde, sorgten die Oldesloer wieder einmal selbst und ich dabei persönlich in der ersten Reihe. Michael Wiechmann spielte einmal kein Pirc gegen mich, sondern russisch und das noch mit einer anrüchigen Variante mit einem Figurenopfer. Ich hatte die entstandene Stellung noch nie auf dem Brett und fand den richtigen Weg nicht. An statt die Figur zurück zu geben um mit einem gesunden Mehrbauern weiter zu spielen, versuchte ich die Figur zu halten, was definitiv nicht ging. Michael spielte energisch weiter und nach rund 15 Zügen und einer Stunde Spielzeit war meine Stellung aufgabereif. Mit einem hübschen Manöver wurde ich endgültig erlegt und Lauenburg ging mit 1-0 in Führung. Nicht nur deswegen sah es insgesamt eher nicht so gut für uns aus.

An Brett 2 spielten Heinrich Schröder und Peter Buchmann wieder einmal einen abendfüllenden geschlossenen Sizilianer mit wenig Feindberührung. An Brett 3 hatte Hauke Maag gegen Walter Rost Stellungsvorteile, aber es war schwer hier etwas Greifbares zu finden. An Brett 4 hielt der Lauenburger Matthias Groth gegen Andre Blöß voll dagegen und bohrte seine Springer in Andre‘s Schwachpunkte, wobei Andre aber gutes Gegenspiel hatte. An Brett 5 sorgte Stefan Kosanke gegen Uwe Nilius für leichte Entspannung auf Oldesloer Seite, denn er hatte seinen Gegner aus der Eröffnung heraus sicher im Griff. Es war abzusehen, dass Stefan mit Hilfe starker Türme in die gegnerische Stellung eindringen würde. Dagegen fand Axel Jakobi keinen rechten Weg, um die weiße Betonstellung von Stefan Michels auszuhebeln. Doppelturmendspiel mit je 7 Bauern ohne offene Linien. Ohne Brechstange ging da nichts. Leichte Sorgen machte ich mir an den hinteren Brettern. Wolf Krumbholz hatte sich gegen Michael Reicke erst recht vorteilhaft aufgebaut, um dann aber die Stellung versanden und seinen Gegner ins Spiel zu lassen. Bei Michael Kottke hatte ich das Gefühl, dass er sich zu passiv aufbaute. Jedenfalls hatte er einen toten Läufer auf b7 und sein Gegner Rolf Spaeth beherrschte das Zentrum. Dank meiner frühen Niederlage waren meine Mannschaftskameraden zudem unter Druck.

Diese Situation änderte sich rund 2 Stunden lang nicht. Dann konnte Hauke seinem Gegner einen Bauern abnehmen, ohne Zugeständnisse machen zu müssen. Hier rechnete ich mit einem Punkt für uns. Axel lehnte ein Remisangebot ab und probierte etwas - Ausgang offen. Michael konnte an Brett 8 einen Bauern einsammeln - das sah recht gut aus, während Wolf seinen Springer opferte, um zunächst 2 Bauern einzusammeln und einen schwarzen Wanderkönig zu erzeugen. Als er einen weiteren Bauern holte, verließ seinen Gegner der Mut. Man einigte sich auf Remis. Die Stellung sah trotz allem besser für den Lauenburger aus. Stefan konnte dann mit einem sicheren Sieg für den Ausgleich sorgen. Plötzlich hatte auch Andre gewonnen. Sein Gegner spekulierte auf einen Mattangriff, den es aber nicht gab. 2 Mehrfiguren reichten dann als Überzeugungshilfe. Dagegen griff Michael in hochgradiger Zeitnot an Brett 8 fehl. Sein Gegner konnte mit Läufer und Turm ein Mattbild konstruieren, das er mittels eines Qualitätsopfers mit folgenden Rückgewinn der Qualität hätte zerstören können, aber er sah diese Chance nicht, sondern verlor die Dame, womit der erneute Ausgleich hergestellt werden konnte. Zu unserem Glück versuchte Peters Gegner mit einem Auge auf dessen Zeitnot schielend einen Angriff mit Bauernraub, der aber sofort gekontert werden konnte. Mit wenigen Sekunden auf der Uhr wickelte Peter in eine vorteilhafte Stellung ab und mit dem 41. Zug stellte Schröder dann eine ganze Figur und damit die Partie ein. Als Axel dann zu einem Remis kam, bot auch Hauke mit seinem Mehrbauern Remis an, was sein Gegner notgedrungen zum knappen Sieg für uns akzeptieren musste.



Verbandsliga Ost: 7. Ligarunde am 26.02.2012 gegen den Lübecker SV IV

Noch einmal gutgegangen.

Das Verbandsligateam des SV Bad Oldesloer kann aufatmen. Mit einem 4:4 gegen LSV IV sollte der Klassenerhalt unter Dach und Fach sein. Nachdem es mit einer Platzierung ganz vorne nicht gereicht hatte, drohte unsere Mannschaft gen Abstiegszone zu taumeln. Durch die Verbandsligareform ist diese Zone recht weit gefasst. Vor dem Kampf sah es dann nicht gut aus mit unserer Aufstellung, Der LSV lehnte eine Spielverlegung ab und dann bekam ich doch noch 8 Spieler zusammen. Ersatzgeschwächt, aber mit großem Kampfgeist erwarteten wir die Lübecker.

Nach 2 Stunden war tatsächlich noch nicht viel passiert. An allen Brettern zusammen war erst eine Handvoll Material getauscht worden, aber dann ging es Schlag auf Schlag:
Ein Handy klingelte und es war das des Lübeckers Thomas Beckmann. Er entschuldigte sich höflich, musste uns nach einigen Diskussionen trotzdem den Punkt lassen. Seine Stellung gegen Axel Jakobi war bis dahin ausgeglichen. Vielleicht einen winzigen Tikk besser für Axel. Nach diesem – zumindest zu diesem Zeitpunkt – überraschenden Sieg brachen die Oldesloe jedoch ein.

An Brett 3 bettelte Stefan Kosanke nach eigentlich guter Eröffnungsbehandlung geradezu um den Angriff seines Gegners Hartmut Gabor. Der ließ sich nicht lumpen und griff ganz nebenbei eine Figur ab. Die Mehrfigur stand zwar wackelig, aber im ungünstigsten Fall konnte Hartmut in ein Endspiel mit sattem Mehrbauer überleiten. An Brett 5 brach Wolf Krumbholz gegen Mikhail Schneider unvermittelt Streit vom Zaun und opferte ohne Not eine Figur. Nach meinem Eindruck konnte das nicht reichen. An Brett 6 hatte Michael Kottke zunächst gegen Frank-Michael Wirries eine ausgeglichene Stellung erreichen können. Er hatte allerdings einen Doppelbauern auf dem Damenflügel, der mir gar nicht gefallen wollte, denn Frank hatte dafür einen Freibauern im Zentrum, zwar isoliert, aber gut gedeckt. Kurz danach staunte ich nicht schlecht, denn Michael hatte die kleine Qualle verloren. Seine Stellung sah zudem zum Fürchten aus, denn neben diesem Freibauern, der vorrücken konnte, stand sein König unter Druck. Dagegen hatte Eitel Jandt in einer absoluten Wuselstellung seinen Gegner Stephan Lübeck glatt überspielt und das mit Schwarz. Er musste zwangsläufig einen Bauern gewinnen, ohne dass ich für den Gegner Kompensation gesehen hätte. An Brett 8 versuchte Christian Pauck gegen Jörg Bohner wie gewohnt eine Klammerstellung aufzubauen. Dann tauschte er im Zentrum die falschen Bauern und plötzlich hatte sein Gegner ein Freibauernpaar im Zentrum. Das konnte nicht gutgehen.

Auch wenn Andre Blöß gegen Heiko Rickert die deutlich bessere Stellung herausgespielt hatte, war klar, dass ich nach diesem Zwischenstand gewinnen musste, also schmiss ich gegen Joachim Berger meine Bauern auf dem Königsflügel nach vorne. Wir übten das bekannte Spiel der isolierten d- und c-Bauern von Weiß. Sind die nun stark oder schwach? Nach einem schwachen Zug von Joachim konnte ich nachweisen, dass Letzteres zutreffend war. Mein g-Bauer wanderte á Tempo bis g4 und ich konnte den d-Bauern erobern – hätte gekonnt, denn Joachim zog es vor, mittels eines zweifelhaften Figurenopfers gegen meinen König vorzugehen. Das ging allerdings schief. Er bekam nur einen Bauern für die Figur und ich konnte den Angriff abwehren, wenn auch mein König latent unter Druck stand.

Dann folgte die Niederlage von Wolf. Mikhail konnte sich befreien und die Mehrfigur verwerten. Dann der Schock: Eitel hatte nach Zeit verloren! Er kommt mit den digitalen Uhren offenbar schlecht zurecht. Seine Partie musste zu dem Zeitpunkt gewonnen sein…

Christian versuchte die Stellung mit Minusqualle zu halten – sah eigentlich ganz gut aus. Auch Michaels Stellung gegen Frank war plötzlich wieder im Lot. Es war ein reines Turmendspiel entstanden, das wenn überhaupt nur leichten Vorteil für den Lübecker versprach. Derweil quälte Joachim mich weiter, aber Zug um Zug kamen wir dem Ende näher. Plötzlich hatte Stefan gegen Hartmut gewonnen. Der Lübecker hatte bei dem Versuch seine Mehrfigur zu retten zu viel Zeit investiert. Er gab die Figur gegen besagten Mehrbauern zurück, aber in der folgenden Zeitnot ließ er Stefan ins Spiel kommen, der zunächst den Bauern wieder zurückgewann und seinen Gegner weiter würgte, bis dieser die Segel streichen musste. Als ich nach dem absehbaren Erfolg von André gegen Heiko noch von einem Mannschaftssieg träumte, wickelte sich die Stellung zwischen Michael und Frank in ein für uns verlorenes Bauernendspiel ab. Auch bei Christian war plötzlich eine offene Stellung entstanden, die er nicht mehr halten konnte. Fazit: 4:3 für die Gäste, aber meine Stellung war klar gewonnen, zwar mühselig, aber das war letztlich wurscht. 4:4 bei 8 entschiedenen Partien. Am Ende hatten alle Spieler mit DWZ-Vorteil diesen auch beweisen können.



Verbandsliga Ost: 6. Ligarunde am 05.02.2012 gegen TSV Travemünde

Katerstimmung

Die 6. Runde der Verbandsliga brachte eine Ernüchterung für uns und den hoffentlich Tiefpunkt der Saison. Erst musste Hauke Maag absagen, dann fielen auch noch Wolf Krumbholz, Jacob Warter und Christian Pauck aus. Das entsprach unserem Desaster gegen Geesthacht, das dann im Nachhinein wieder aufgehoben wurde. Gegen Travemünde können wir das nicht hoffen.

Travemünde trat erneut mit 7 Spielern an, denn auf Anton Bulygin warteten wir wieder vergebens. Immerhin konnten wir damit in Führung gehen. Und dann sah es an Brett 3 zwischen Andre Blöß und Thomas Tönniges und an Brett 7 zwischen Eitel Jandt und Andreas Fröde auch gut für uns aus. Dagegen stand unser Nachwuchsspieler David Borukhson an Brett 8 strategisch gegen den über 300 DWZ-Punkte stärkeren Patrick Steiner da schon verdächtig. Dann war es Axel Jakobi, der gegen Jürgen Erich nicht ins Spiel fand und eine Springerschaukel gegen sich zum Remis annehmen musste.

Nachdem David dann erwartungsgemäß die Segel streichen musste, war der Spielstand ausgeglichen - auf dem Papier. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nach 2 passiven Zügen gegen Andreas Masio die Idee eines kleinen Überfalls, den er aber eiskalt konterte. 2 Bauern für die Figur und etwas Spiel. Dann gab Andreas die Qualität für die beiden Bauern zurück und hatte fortan die kleine Qualle mehr, bei allerdings 4 gegen 4 Bauern auf dem gleichen Flügel. Zu seinem Vorteil hatte Andreas einen alles beherrschenden Läufer im Zentrum.

Zeitgleich hatte Michael Kottke der Angrifflawine von Andreas Lenk nichts entgegen zu setzen und Eitel hatte seine Angriffsstellung verdorben. Beide verloren dann auch sang- und klanglos ihre Partien. Ich hatte höchstens noch ein Remis auf dem Brett, womit der Tag gelaufen war, denn auch Peter stand eher passiv und sein Remisangebot wurde abgelehnt.

Andreas zimmerte seinen Springer in meine Stellung und nach 2 -3 weiteren Zügen gab ich auf. Vieleicht kann ich mein Anti-Schach auf meinen jüngsten Krankenhausaufeinthalt schieben. Irgenteine Begründung muss man doch finden.

5-2 für Travemünde und Peter konnte Remis machen, versuchte bei sehr geringer Zeit seines Gegner aber noch etwas, was eigentlich hätte nach hinten losgehen können, aber Frank Neumann hatte den falschen Plan und Peter konnte kontern. Sein Endspiel Turm und 2 Freibauen gegen 2 Läufer und 1 Freibauer war klar gewonnen, aber Peter gab ein Schach zuviel umd plötzlich war FRanks Bauer durch. Mit nur noch Sekunden auf der Uhr setzte Frank dann matt. Schöne Sch....



Verbandsliga Ost: 5. Ligarunde am 15.01.2012 gegen SV Bad Schwartau

Abschied vom Aufstieg

Ich bin mir nicht sicher, ob ich den heutigen Kampf überlebt habe. Aber da ich dies hier jetzt schreibe, muss es mir doch gelungen sein. Allerdings weiß ich nicht so Recht, wie mir das geglückt ist. Mein Herz muss mehrfach ausgesetzt haben und ich habe die Luft angehalten, als wenn ich einen neuen Weltrekord im Apnoetauchen hätte aufstellen wollen.

Vor dem Kampf war für uns klar, dass wir nach der Niederlage gegen Norderstedt II gegen Bad Schwartau unbedingt gewinnen mussten. Sicher nicht unmöglich, aber gegen die Schwartauer haben wir uns fast immer schwer getan. Das mag auch daran liegen, dass die Kräfteverteilung relativ ausgeglichen ist, wobei unsere Gegner mit den erheblich jüngeren Spielern an den letzten Brettern auflaufen können.

So mussten wir den Ausfall unseres Professors verkraften, konnten ansonsten aber in Bestbesetzung antreten. Aber auch Bad Schwartau lief mit der aktuell stärksten Truppe auf – ungeachtet der in der Aufstellung schlummernden Schachgrößen, die sonntags nicht spielen können oder wollen.

Beiden Seiten begann– wie so oft anlässlich der Punktspiele – hochkonzentriert bei strahlendem Sonnenschein. Nach 2 Stunden hatte sich tatsächlich noch nicht viel getan. Ich hatte nach einer unsauberen Eröffnungsbehandlung eine Stellung erreicht, mit der ich (zu unrecht, wie die Analyse bewies) ganz zufrieden war. Tatsächlich hätte mir Olaf Nevermann einige Probleme bereiten können, ohne das aber etwas Entscheidendes passiert war. An Brett 2 übten sich Peter Buchmann und Oliver Schwarz in einer Neuauflage ihres Matches von vor 3 Jahren. Peter hatte nur etwas viel Zeit verbraucht, obwohl Oliver eigentlich immer dieselbe Variante spielt. Hauke Maag hatte gegen Stefan Patzer deutlich mehr vom Spiel, aber das Brett war voll und alles war noch möglich.

Andre Blöß hatte da bereits eine handfeste Druckstellung gegen Christopher Simon aufgebaut. Ich sah zwar nicht wie, aber ich hatte das Gefühl, dass Andre bald den Hammer herausholen würde. Dagegen hatte Stefan Kosanke gegen Oliver Hausherr einen groben Eröffnungsbock geschossen. Da schwante mir nichts Gutes, während Axel Jacobi besser aus der Eröffnung gekommen war, als Yannik Noel Wilms. Michael Kottke hatte gegen Jana Reinke eine passive Stellung erreicht. Dann gelang ihm ein Bauerngewinn, wobei ich seiner Gegnerin gute Angriffschancen einräumte, die sie dann wiederum ausließ. Sie tauschte sogar die Damen, aber Michael nahm ungünstig wieder und ließ Jana gut ins Spiel kommen, anstatt den Sack endgültig dicht zu machen. Mehrbauer ok, aber ich konnte nicht abschätzen, wohin der Zug gehen sollte. Ähnlich sah es an Brett 8 zwischen Eitel Jand und Rene Radßat aus. Allerdings spielte Eitel absolut abgeklärt gegen 2 Zentralbauern von Rene und konnte diese mit einem Superspringerpaar festlegen.

Nach der dritten Stunde dann die erste Punkteteilung zwischen Hauke und Stefan. Hauke konnte Stefans Bollwerk nicht durchdringen und einem Massenabtausch nicht gut ausweichen. Danach hatte Andre den ersten Punkt eingefahren. Wie, konnte ich nicht verfolgen, denn auch auf meinem Brett ging es hoch her. Olaf ließ mehrere Möglichkeiten guter Abwicklungen verstreichen und ließ mich endgültig die Initiative übernehmen, die ich sofort zu einem ersten Bauerngewinn nutzte. Danach stand Olaf permanent auf Halbmatt. Meinen Drohungen wollte er durch ein Qualitätsopfer und Dauerschach begegnen, aber das funktionierte nicht und ich holte den Punkt.

Eigentlich sah es vielversprechend für uns aus. Peter, der in dieser Saison seiner Form der letzten Jahre hinterläuft, hatte zwar einen Minusbauern und stand auf Verlust und auch Stefan röchelte nur noch, aber Axel hatte die Qualität gewonnen und Eitel die beiden Zentralbauern. Bei Michael und Jana konnte niemand sagen, wie die Partrie enden würde. Als sich Michael endlich befreien konnte, um seinen entfernten Randbauer in Szene zu setzen, tat er dies einen Zug zu früh und verlor durch eine Standartkombi eine Figur. Kurz danach war die Partie, die einmal glatt gewonnen war, verloren gegangen. Den erneuten Vorsprung holte Eitel, der nach 5 Stunden sein materielles Übergewicht sauber verwerten konnte. Allerdings brachte auch er mich ins Schwitzen, weil er in klaren Stellungen viel Zeit verbrauchte und er mit mittlerweile über 80 Lenzen auf dem Buckel das schnelle Spielen nicht mag. Aber seine Überlegenheit war zu deutlich. Oliver Schwarz stellte dann den Einstand wieder her.

Der Hammer war die Partie zwischen Axel und Yannik. Für die Qualität hatte Yannik einen Bauern und das Läuferpaar. Das sollte zum Remis reichen. Dann tauschte Yannik einen Läufer und verlor seinen Mehrbauern. Bei Doppeltürmen gegen Turm und Läufer und je 3 Bauern auf dem Königsflügel fand ich mich trotzdem mit dem 4:4 ab, bis Yannik auch noch einen Turm tauschte, was wiederum theoretisch für Axel gewonnen war. Aber auch er machte einen Fehler, tauschte einen Bauern und Yannik hatte das Remis vor Augen, was er dann wieder vemurkste. Das ging so hin und her. Die Krönung war die Schlussstellung: Beide hatten nur noch je einen Bauern und bei Turm gegen Läufer hatte Axel den gegnerischen König abgeklemmt und belagerte den letzten Bauern seines Gegners. Er brauchte nur die Qualle zurückzugeben und in ein elementar gewonnenes Bauernendspiel überzuleiten, aber Axel, der ein begnadeter Minutenblitzer im Internet ist, wurde mit 2 gegen 3 Minuten nervös suchte nach Mattbildern, fand sie nicht und bot Remis an, worüber sein Gegner keine Zehntelsekunde überlegte.

Nun ja, spielen wir also ein weiteres Jahr Verbandsliga – wenn wir denn die Klasse halten.

Ein Bericht zur zweiten Mannschaft liegt noch nicht vor.



Verbandsliga Ost: 4. Ligarunde am 11.12.2011 gegen SK Norderstedt II

Der Kampf gegen Norderstedt begann wie erwartet, d.h. die Gastgeber hatten alles aufgeboten, was uns Paroli bieten konnte, inkl. Thomas Kahlert aus der ersten Mannschaft. Aber auch wir spielten mit der Wunschaufstellung - dieses Mal wieder mit Christian Pauck an Brett 8. Er bekam es mit Gerhardt Bünger zu tun, einem Gegner mit rund 250 DWZ-Punkten mehr als er selber aufweisen kann. Christian spielte unaufgeregt und solide, hatte am Ende die etwas schlechtere Stellung, was aber nicht spielentscheidend war. Diese beiden einigten sich früh auf Remis. Ein wenig länger dauerte es zwischen Andre Blöß und Stefan Ehrlich. Hier war der Oldesloer favorisiert, aber er wählte in guter Stellung die falsche Zugfolge, so dass die Stellung leicht vorteilhaft für Stefan war. Das Remis ging im Endeffekt also auch in Ordnung. Danach war ich es, der sich diesem Reigen anschloss. Gegen Thomas Kahlert wollte mir einfach nichts einfallen. Wir beide beschränkten uns darauf, uns gegenseitig "in Schach" zu halten. Jedwede Offensivaktion konnte stark gekontert werden. 20 Züge und alle Klötze auf dem Brett. In der Heimanalyse zeigte sich ein winzig kleiner Vorteil für mich, den ich aber nicht gesehen habe. Ergo auch Remis. Hinzu kam, dass wir zu diesem Zeitpunkt recht gut standen:
Peter Buchmann hatte mit Schwarz gegen Ralf Bohnsack schnell ausgleichen können und übernahm die Initiative. Hauke Maag hatte Uwe Hartkopf an Brett 3 schnell im Griff. Dort sah ich den ersten vollen Punkt für uns. An Brett 5 stand zwischen Stefan Kosanke und Andre Nixdorf alles ausgeglichen, allerdings hatte Andre etwas mehr vom Spiel. Axel Jacobi hatte gegen Herbert Nachtkamp eine vielversprechende Stellung erreicht, nur Wolf Krumholz stand gegen Anke Freter nach mieser Eröffnungsbehandlung etwas bedenklich, hatte aber einen Bauern erobert, dem kurz danach ein zweiter folgte. Sollte er den Angriff gegen seinen König überstehen, dann sah es mehr als gut aus.

Uwe Hartkopf zappelte erst noch ein wenig, aber Hauke nahm ihm die Qualle und 2 Bauern ab und kurz darauf konnte er seinen Sieg melden. Da bekam Peter ein Remisangebot. Ralf Bohnsack hatte nur noch 3 Minuten für ca. 15 Züge und Peter stand klar besser. Leider investierte er dann auch viel Zeit, so dass das Ganz in ein Blitzen ausartete. Zeitgleich stellte Stefan gegen Andre Nixdorf erst einen Bauern und danach in Zeitnot die Qualität ein. Den Bauern bekam er dann zwar wieder zurück, aber er musste viel Zement anrühren und hoffen dass der hart würde, bevor Andre seine Stellung verstärken konnte. Auch Wolf spielte ungenau weiter und verlor gegen Anke Freter erst einen Bauern und danach die Qualität, bei anhaltend mieser Stellung. Dafür stand Axel auf Gewinn.

Leider war es dann Peter, der uns den Todesstaoß versetzte, statt des dargebotenen Unentschieden verlor er noch die Partie. Ein Springerzug reichte Ralf Bohnsack, um Peter zu Fall zu bringen. Axel gewann dann nach hartem Ringen, aber Wolfs Stellung war aussichtslos und auch Stefan verlor in neuerlicher Zeitnot den Faden und damit die Partie. Das war ein geschenkter Sieg!

Bezirksklasse Süd: 4. Ligarunde am 11.12.2011 gegen SK Kaltenkirchen II

Vor dem Kampf hatte ich alle Hände voll zu tun, um die Mannschaft vollzählig zusammen zu bekommen. Die Grippe- und die Urlaubswelle hatte zugeschlagen :-( Aber dann waren es doch 8 Spieler - und ich hatte sogar noch einen 9.Spieler in Reserve!

Was niemand ahnen konnte: Kaltenkirchen brachte nur 5 Spieler nach Bad Oldesloe, so dass die Bretter 6-8 nach kurzer Zeit wieder nach Hause fahren konnten. Auch an den übrigen Brettern zeigten sich die Oldesloer klar überlegen, so dass ihnen am Ende ein seltenes 8:0 gelang.



3. Ligarunde am 20.11.2011 gegen die Segeberger SF

Die Kämpfe gegen unsere Segeberger Schachfreunde sind immer ein Höhepunkt der Saison. Der Wettkampfausgang ist selten eindeutig, die Partien sind umkämpft und regelmäßig zeigt sich hochgrade Dramatik. Und so sollte es auch heute sein.

Beide Mannschaften brachten ihre Top-Besetzungen an die Bretter, geht man bei den Segebergern einmal davon aus, dass Jan Philipp Arps und Jacob Roggon kaum spielen werden. Alle Partien begannen zunächst verhalten und bevor ich mich richtig hingesetzt hatte (Julian Schwarzat trudelte etwas verspätet ein), war die erste Partie beendet! Steffen Wrage hat offenbar Prüfungen vor der Brust und Wolf Krumbholz erzählte mir noch vor der Runde, dass er gegen Steffen noch nie gut ausgesehen habe. Wolf hatte Schwarz und Steffen war klarer Favorit. Das Remis ging aus unserer Sicht daher in Ordnung.

Danach dauerte es ein ganze Weile, bevor die nächste Partie beendet war. Peter Buchmann und Thomas Werner hatten ebenfalls die Friedenspfeife geraucht. Peter hatte die Partie nicht gut begonnen und sich offenbar kaum auf die allseits bekannten Varianten von Thomas vorbereitet. Gefühlsmäßig gab ich Thomas die etwas besseren Chancen, allerdings ist er einem Remis gegen gute Gegner nie abgeneigt. Also 1:1 und sonst?

An Brett 8 war zwischen Michael Kottke und Bernd Roggon noch alles im Lot. Michael hatte ein leichte Schwäche am Damenflügel aber mehr Raum im Zentrum. An Brett 6 hatte Axel Jakobi gegen Andreas Ferch ein echtes Bauernopfer gebracht, hatte dafür aber eindeutig die Initiative, ohne dass jedoch etwas Zwingendes zu sehen war. An Brett 5 sah sich Stefan Kosanke einem Aufmarsch der weißen Truppen gegen seinen König ausgesetzt. Er versuchte Gegenspiel am Damenflügel zu bekommen, was Manfred Haß Gott sei Dank auch zuließ. An Brett 4 hatte Andre Blöß eine starke Stellung gegen Jörg Offen erreicht und versuchte mehr draus zu machen. An Brett 3 spielten Mirko Neitzel und Hauke Maag Stellungsgerangel. Sah aber auch nach nichts aus. Julian spielte gegen mich forsch drauf los, ohne sich zu ängstlich aufzubauen. Mit Schwarz versuchte ich ihm eine wenigstens klitzekleine Schwäche zu verschaffen. Aber mehr als ein etwas besserer Läufer war zunächst nicht drin.

Als ich schon fast in ein Remis durch Zugwiederholung eingewilligt hätte, erspähte ich doch noch eine kleine Chance, einen Vorteil zu erreichen. Immer noch zog Julian verhältnismäßig schnell und plötzlich nach einem Scheinopfer von mir fanden wir uns in einem Turmendspiel wieder, aber mit einem Mehrbauern für mich. Danach ging es verhältnismäßig schnell zu Ende. Julian hatte zwar einen entfernten Freibaurn, aber seinen Turm vor seinem Bauern und ich drängte mit 4 gegen 2 Bauern seinen König in Mattbilder. Dem Matt konnte er nur durch Hergabe eines weiteren Bauern entgehen. Als wir ein Turmenspiel mit einem Freibauernpaar für mich erreicht hatten, gab er zum 2:1 für uns auf.

Danach vertraute ich meinem Arzt, der mir ein starkes Herz bescheinigt hatte. Das brauchte ich auch, denn Stefan stellte seine gute Stellung gegen Manfred ein. Eine Remischance sah ich noch, aber sonst? Auch Michael hatte seine gute Stellung nicht ausbauen können, zog dann alle Kräfte zurück und tauschte zu meinem Entsetzen auch noch alle Schwerfiguren, um sich in einem verlorenen Bauernendspiel wiederzufinden. Da hatte Bernd Roggon keine Chance zu einem der in der letzten Saison berüchtigten Partieeinstellerzügen. Souverän holte er den Punkt und Michael sah sich um die Früchte seiner harten Arbeit gebracht. Aber es war nur der Anschlusstreffer zum 3:2, denn zuvor hatte Axel seinen Gegner am Königsflügel energisch attackiert und verdient den Sieg davon getragen. Parallel war die Stellung von Andre versandet. Jörg nahm sein Remisangebot sofort an, stand m.E. zu diesem Zeitpunkt sogar einen Hauch besser. Hauke versuchte danach (er hatte ein Remisangebot von Mirko ausgeschlagen) mit nur noch wenig Figurenmaterial gegen Mirkos König vorzugehen. Mirko deckte aber alles und man einigte sich doch auf Remis.

Blieb die Partie zwischen Manfred und Stefan. Nachdem Stefan einen Bauern gewinnen konnte, setzte er nicht konsequent nach und ließ Manfred wieder ins Spiel kommen. Plötzlich verschwand eine komplette Figur von Stefan vom Brett. Ich sah den Punkt davonschwimmen, aber Stefan holte sich 3 Bauern für die Figur, spielte fortan mit dem Läuferpaar und 4 Freibauern gegen Läufer, Springerpaar und einem Freibauern. Diesen Freibauern versuchte Manfred in Szene zu setzen, aber er musste schnell erkennen, dass Springer kurze Beine haben. Stefans Bauern waren verdammt schnell. Er verschmähte auch die Entgegennahme von Rückopfern, sondern setzte seine Bauern gekonnt zum Sieg und dem 5:3 für die Mannschaft ein.



Mannschaftspokal: 3. Runde am 30.10.2011 gegen den SK Norderstedt

Verdammt war das knapp! Das Halbfinale im Mannschaftspokal zwischen dem Verbandsligisten aus Bad Oldesloe und dem Zweitligisten aus Norderstedt stand lange auf des Messers Schneide. Die Norderstedter waren mit IM Michael Kopylov, FM Viktor Polischuk, FM Oliver Zierke und Arne Jochens angereist, nahmen uns also durchaus ernst. Bad Oldesloe trat mit Hans-Werner Stark, Peter Buchmann, Andre Blöß und Axel Jakobi an. Wie sich die Partien entwickelten, hatten die Gäste allen Grund dazu, den Vergleich nicht zu leicht zu nehmen. Der Kampf war erst mit der Zeitkontrolle entschieden, als ich selber im 39. Zug in vorteilhafter Stellung zu gierig war. Aber der Reihe nach.

An den Brettern 1 und 4 hatten die Gäste Weiß und übernahmen bereits mit der Eröffnung die Initiative. Die Gastgeber hatten an den Brettern 2 und 3 Weiß und begannen ebenfalls diesen Vorteil in eine Initiative umzumünzen, wenngleich ihr Vorteil weniger deutlich war.

Schach spielt man auf 64 Feldern, nicht nur auf 32 und so ging es zwischen mir und Michael auch auf beiden Flügeln hoch her. Michael stand klar besser, musste allerdings mit Bedacht agieren. Es galt viele taktische Fallstricke zu umschiffen und das kostet erfahrungsgemäß Zeit, die in der Pokalvariante zudem etwas knapper bemessen ist, als in den Standartpartien.

An Brett 2 gab es einen interessanten Vergleich, spielte Peter doch gegen seine eigene "Lieblingsverteidigung". Nach einem zähen Ringen fiel Viktor nicht mehr viel ein und ermöglichte Peter großen Vorteil zu erringen. In der Analyse war sogar der Gewinn greifbar, leider ließ Peter diese Chance aus und revanchierte sich seinerseits mit einer Gewinnofferte an Viktor. Aber auch Viktor ließ diese Möglichkeit verstreichen, so dass das Gleichgewicht wieder hergestellt war. Am Ende war nichts mehr zu machen und beide einigten sich auf Remis.

In der Partie zwischen André Blöß und Oliver Zierke drängte der Oldesloer seinen Gegner immer weiter zurück. Er hatte zudem die Majorität auf dem Damenflügel und begann den Druck noch weiter zu erhöhen. Dann gab es einen Konter von Oliver und André wähnte sich einem unparierbaren Mattangriff ausgesetzt, sollte er den Sack zumachen wollen. Erst in der Analyse stellte er fest, dass er Gespenster gesehen hatte. Hier gab es mit dem Remis ein echtes Geschenk an die Gäste. Beim Stand von 1:1 musste dann Axel die Segel streichen. Er hatte beim Übergang ins Mittelspiel einen Bauern verloren. Diesen Vorteil ließ sich Arne bis ins Endspiel nicht nehmen.

In meiner Partie gelang es mir meinen Gegner auszukontern. Nach einem Qualitätsopfer hatte ich plötzlich 2 Bauern für die Qualle und aktive Leichtfiguren, die zudem alles deckten. An statt diese Stellung zu verwalten, wollte ich einen dritten Bauern abräumen, was ich nicht nur wollte, sondern auch tat. Mit 3 Freibauern am Damenflügel sollte die Stellung sogar gewonnen sein, aber mit seinem 40. Zug und ca 10 Sekunden Restbedenkzeit opferte Michael seinen Läufer und öffnete auf einem Mal 2 Linien für seine Türme bei gleichzeitigem Angriff seiner Dame gegen meinen König. Ich bekam meine Dame nicht mehr zur Verteidigung zurück und aus war es. Schade, das haben wir selber verzockt.

Trotzdem waren wir nicht unzufrieden. Im Gegensatz zu unseren sonstigen Partien konnten Peter, André, Axel und ich endlich einmal frei aufspielen und mussten nicht aufgrund eines eigenen DWZ-Vorteils auf Gewinn peitschen. Das hat Spaß gemacht, auch wenn ich mir wieder einmal im Pokal meine DWZ in den Keller gespielt habe!



Verbandsliga-Ost: 2. Runde am 23.10.2011 gegen TuRa Harksheide

Lockeres Ende mit Anlaufschwierigkeiten

TuRa Harksheide konnte in der vergangenen Saison die Bezirksliga Süd klar dominieren und verdient den Aufstieg in die Verbandsliga feiern. Die Mannschaft war vor der Runde für mich schwer einzuschätzen, denn an den ersten beiden Brettern sind verdammt starke Spieler(innen) gemeldet und "hinten heraus" ist das Team gleichmäßig besetzt. Ich setzte auf die Schlagkraft unserer Mittelachse und auf Christian Pauck an Brett 8, der mit sicherem Spiel nicht verlieren sollte. Der Rest musste sich zeigen. Gerne hätte ich die Auftaktrunde zwischen Lauenburg und Harksheide als Wegweiser genutzt, nur die Begegnung wurde auf den 30.10. verlegt. Ein wenig merkwürdig ist das schon, denn wenn ich die Statuten richtig im Kopf habe, sind verlegte Runden vor der nächsten Runde zu spielen. Im Klartext: Runde 1 nicht nach Runde 2. Aber sei‘s drum.

Die Begegnung begann denkbar ungünstig für uns. Unser Professor war nämlich nicht erschienen. Mit Zustimmung von Eberhard Schabel (und seinem Telefon - vielen Dank nochmals!!) konnte ich ermitteln, dass Wolf Krumbholz rechtzeitig losgefahren war und sich die Anreise noch aus dem Internet gezogen hatte. Nachdem er 1 Stunde nach Spielbeginn immer noch nicht erschienen war, machte ich mir Sorgen, konnte aber keine weiteren Klärungen herbeiführen. Wie sich später herausstellte, hatte Wolf die Anschrift des Vereinslokals aufgesucht, nicht des Spiellokals. Schade um die kampflose Niederlage, aber Gott sei Dank nichts passiert - auch ihm nicht!

Nach einer Stunde also 0:1 und wie sah es sonst aus? IM Alexander Bodnar hatte mir eine selten gespielte Variante vorgelegt, an die ich mich nur lückenhaft erinnern konnte. Ich fühlte mich nicht sehr wohl, weil mir partout der Plan fehlte. Peter Buchmann stand gegen Ole Lengler recht passabel. Nicht nur mich überraschte allerdings der enorme Zeitverbrauch von Ole nach nur wenigen Zügen. Annika Polert spielte eine mutige Eröffnung gegen Hauke Maag, wobei ich die entstehenden gegenseitigen Probleme für Hauke leichter zu lösen fand. Andre Blöß und Knut Schümann hatten eine nach meinem Gefühl langweilige Eröffnung auf dem Brett. Das machte Gewinnversuche von Andre schon komplizierter. Derweil hatte Stefan Kosanke seinen Gegner Bernhard Gottwald bereits überspielt. Materiell stand alles auf Ausgleich, aber strategisch kämpfte Schwarz schon ums Überleben. Auch Ole Woldmann hatte mit Axel Jakobi so seine Probleme. Schwarz hatte klar die Initiative übernommen. Christian Pauck stand derweil gegen Matthias Ewert wie erwartet sicher. Weiß hatte aber etwas mehr vom Spiel.

Danach tat sich lange Zeit gar nichts, bis Christian an Brett 8 abwickeln und dabei nach Damentausch einen Bauern erobern konnte. Weiß hatte zudem noch einen Doppelbauern, so dass ich geneigt war, hier an einen Sieg zu glauben, nur Christian hatte seine Mission erfüllt und einigte sich mit seinem Gegner auf Remis. Grundsätzlich ok, jetzt aber schade. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, das das der letzte Zählerfolg der Gastgeber bleiben sollte. Knut Schümann versuchte auf einmal gegen Andre seine Stellung zu verbessern. Um die Stellung lebhafter zu gestalten nahm Andre die Herausforderung an und Knut verhedderte sich in seinen eigenen Fallstricken. Andre hatte die kleine Qualität für einen Bauern gewonnen. Der Angriff des Harksheiders verpuffte wirkungslos. Kurz danach hatte Andre sogar 3 Figuren für den Turm und die Aufgabe seines Gegners war nur noch eine Frage der Zeit. Meine Stellung wurde derweil problematisch. Ich hatte den falschen Plan gefasst und sah mich einem starke Angriff des Schwarzen ausgesetzt. Peter hatte gegen Ole an Brett 2 die Figur für einige Bauern und Angriff geopfert. Das sah saustark aus. Derweil baute Stefan gegen Bernhard seine gute Stellung schulbuchartig aus. Isolani festlegen, angreifen erobern und Freibauer nach vorne. Nachdem Bernhard Gottwald viel Zeit für einen Gegenangriff investiert hatte, wurde es zu einem Zeitnotgehacke, die damit endete, dass besagter Freibauer nicht nur zur Dame ging, sondern damit gleichzeitig Matt setzte. Und auch Axel Jakobi hatte seinen Gegner endlich überzeugt aufzugeben. Vorher hatte er ihm sauber einen ganzen Turm abgenommen. Den Siegesreigen vervollständigten Andre und Hauke. Hauke hatte zwischenzeitlich eine denkwürdige Stellung auf dem Brett: Alle auf dem Bret befindlichen Figuren von Annika waren bedroht! Die Ernte war entsprechend gut und auch Peter ließ sich nicht lumpen. Ole‘s Gegenangriffe wurden pariert, zurückgeschlagen und endeten in einem vernichtendem Endspiel. Und ich?

Nachdem ich Zug um Zug mieser Stand, gab ich einen Bauern in der Hoffnung mich befreien zu können. Es entstand eine hochtaktische Stellung, in der mein Gegner mehr Zeit opferte als ich. Vielleicht hätte ich selbst mehr an meine Chancen denken und Zeit investieren sollen, dem schwarzen König ans Leder zu gehen, als meinen zu schützen. Am Ende lehnte Alexander ein Remis durch Zugwiederholung ab, verpasste in Zeitnot aber die richtig Fortsetzung und ich gewann doch noch. Beim Nachspielen dann die Bombe: Ich hatte mitten in der Partie ein Matt in Zwei übersehen!! Er natürlich auch, sonst wäre es ja nicht möglich gewesen. Einzelheiten

Bezirksklasse-Süd: 1. Runde am 18.09. SK Norderstedt III - gegen Bad Oldesloe II

Bericht von Michael Kottke:
Als Geschenk brachte der Mannschaftsführer von Schwarzenbek III zwei kampflose Siege für Oldesloe II mit, da die Gäste die Bretter 6 und 8 nicht besetzen konnten. Weil nun aber weder Najim noch Jakob bei Spielbeginn erschienen waren, sah es nach dem Motto "Wie gewonnen so zerronnen" aus. Irgendwann trafen sie doch noch ein und die kampflosen Punkte waren gerettet. Najim durfte wieder nach Hause gehen, ebenso Manfred Tilp.

Eitel Jandt und ich hatten mit Kolbe und Baer punktstarke Gegner bekommen und große Vorsicht war geboten. Jacobs Partie verlief sehr bald im Sand und das Remis kam nicht unerwartet, half aber der Mannschaft. Meine Blicke zu Eitel am Nebenbrett zeigten, dass sein Gegner Vorsicht mit Passivität verwechselte. Eitel schickte sein Pferdchen nach vorn, was den Schwarzenbeker immer noch nicht aufweckte. Erst der Damenverlust, weil sie von eigenen Figuren hoffnungslos eingekesselt war, erschreckte ihn und er gab folgerichtig auf. Eine seltene Situation in dieser Spielklasse. Ein einsamer Springer raubt die gegnerische Dame! Damit kamen wir dem Nannschaftssieg deutlich näher. Nachdem Katrin Biehl einen zwischenzeitlichen Bauernverlust wieder ausgeglichen und eine eher etwas vorteilhafte Stellung auf dem Brett hatte, verzichtete sie auf ein kompliziertes Bauernendspiel, bot remis an, und ihr Gegner nahm an, und damit hatten wir schon mal vier Punkte.

Mein erfahrener Kontrahent spielte sehr abwartend, was mir die Möglichkeit erlaubte, mit Schwarz aktiv zu werden. Längere Zeit sah es so aus, dass ich seinen vorgerückten Bauern auf e5 bekommen könnte, aber meine Rechenexempel rieten mir zu Recht ab, ihn zu nehmen, was eine spätere Analyse bestätigte. Nachdem die Damen abgetauscht waren und wir beide unsere einzigen Schwachpunkte im Auge behielten, bot ich remis an, was mein Gegner schnell akzeptierte. Der Mannschaftssieg war da, und Matthias Gödelt erzielte ebenfalls ein Unentschieden. Da fiel es nicht mehr ins Gewicht, das unser Benjamin, David Borukhson ein Blackout hatte. Von der Eröffnung kombinierte er munter drauf los, der Schwarzenbeker hatte große Mühe Verluste zu vermeiden. Nachdem er David dazu bringen konnte Figuren abzutauschen, blieb für David eine Qualität übrig, aber sein König stand ohne Schutz da. Es drohte ein Matt von Läufer auf a1 und Dame auf h8. Also wäre ein Remis eigentlich logisch gewesen, weil keiner sich groß was erlauben konnte. In diesem Moment zog David, um einen eigenen Angriff auf den König vorzubereiten, seinen verbliebenen Turm von der eigenen Grundlinie weg, und damit war ein Matt in drei Zügen unvermeidlich. Schade, aber für die Mannschaft folgenlos Der Sieg mit 5:3 stand fest.



Verbandsliga-Ost: 1. Runde am 18.09.2011 gegen VfL Geesthacht

Verpasste Chancen

... so habe ich im letzten Jahr das Ergebnis unserer ersten Runde überschrieben. Da muss ich nicht viel ändern, denn das passt immer noch. Vor dem Kampf habe ich nicht damit gerechnet, dass es noch so eng werden könnte. Gleich 4 Spieler unserer Stammtruppe mussten passen, so dass wir eine halbe Bezirksklassenmannschaft an die Bretter schickten. Die Mannschaftsaufstellung von Geesthacht war dagegen komplett, allerdings musste Wolf-Rüdiger Siemensen krankheitsbedingt passen. Sein Brett blieb frei und an Stelle einer Niederlage gegen den Top-Scorer der Geesthachter in der letzten Saison (7,5/8!) konnten wir einen kampflosen Sieg einfahren.

Aber nur nach 5 Zügen stellte Peter Buchmann an Brett 2 gegen Martin Gütschow einen vollen Bauern ein - für Nichts oder noch für weniger als das... "Ausgerechnet Peter" schoss es mir noch durch den Kopf. Denn bei ihm hatte ich auf einen vollen Punkt gehofft. In der Folge versuchte er seine Stellung irgendwie zusammen zu halten. Andre Blöß stand gegen Beini Ma ausgeglichen. Nur saß Andre auf Kohlen, denn eigentlich hatte er auch nicht spielen wollen. Für die Mannschaft war er dann doch noch eingesprungen, hoffte aber auf ein schnelles Ende. Stefan Kosanke hatte gegen Peter Dahms eine irre Stellung auf dem Brett. Da hingen schon in der Eröffnung ganze Figuren, andererseits drohte ein Mattangriff und dass nach geschätzten 10 Zügen.

Dass Lars Homeyer und Michael Kottke einen einfachen Italiener auf dem Brett hatten, konnte man der Stellung schon bald nicht mehr ansehen. Nur gefiel mir Michaels Stellung gar nicht. Jacob Warter hatte gegen Dieter Potschka eine Stellung auf dem Brett, die eröffnungstechnisch etwas schief aussah, auch wenn man meinen konnte, dass alles im Lot war. Ich befürchtete, dass Jacobs Aufbau Probleme mit sich bringen könnte. Dagegen hatte Christian Pauck bei seinem ersten Verbandsligaeinsatz gegen Dirk Trejbal einen soliden Aufbau gewählt. Er war es auch, der seine Partie zum ersten Remis des Tages beenden konnte. Da ihm die weißen Figuren oft nicht so liegen, war ich mit seinem Ergebnis und der Partie zufrieden.

Dann doppeltes Entsetzen!! Zunächst die Geesthachter: Peters Gegner stellte mitten auf dem Brett eine volle Figur ein, dann die Oldesloer: statt diese Figur gegen die Dame zu fesseln und danach mit einem Bauern anzugreifen, fesselte er sie gegen einen Läufer, was Gütschow einfach parieren konnte. Dann das nächste Remis, denn Stefan hatte gegen Dahm keine Idee mehr und auch Andre bekam gegen Ma sein Remis und konnte losfahren. Da bekam ich von Sören Schönfeld ein Remisangebot. Volles Brett, aber absolut statische Stellung. Da Michael gegen Homeyer glatt auf Verlust stand und auch Peter immer noch seinen Bauern weniger hatte (nun wieder für gar nichts), spielte ich vorerst weiter. Jacobs Stellung verschlechterte sich ebenfalls. Das Endspiel Springer gegen Läufer sah nicht gut aus, aber ich hatte keinen Hebel in meiner Stellung. Es war absoluter Unfug weiter zu spielen. Also einigte ich mich mit Schönfeld auch auf Remis. Kurz danach war Jacob klnisch tot, aber Potschke ließ ihn noch einmal laufen. Als dann die Stellung sehr stark nach Remis roch, schmiss Jacob sie endgültig weg. Danach gab es noch ein Remis von Peter gegen Gütschow, der immer noch einen Bauern mehr hatte, aber eine Verwertung im Gewinnsinne war nicht sichtbar. Damit hatten wir 4,5:3,5 verloren.

In meiner Analyse der Verbandsliga Ost habe ich uns erheblich bessere Chancen gegeben, als Geesthacht, denn da konnte ich ja schlecht schreiben, dass wir schon in der ersten Runde heftige Probleme bekommen würden. Aber aufgepasst liebe Leute, das wird nicht immer so sein!!

Bezirksklasse-Süd: 1. Runde am 18.09. SK Norderstedt III - gegen Bad Oldesloe II

Einzelheiten zum Kampf sind mir noch nicht bekannt. Klar ist, dass durch den Aderlass des Teams zu Gunsten der ersten Mannschaft gegen den Bezirksligaabsteiger aus Norderstedt von vornherien kein Blumentopf zu gewinnen war. 5 der ersten 7 Bretter ausgefallen, was soll man da von den anderen Spielern erwarten? Erfreulich, dass die Mannschaft vollzählig an Bord war. An allen Brettern standen unsere Spieler DWZ-stärkerer Gegnerschaft gegenüber. Die Differenz betrug bis zu 500 Punkte. Dass dann 3 Brettpunkte geholt wurde, ist aller Ehren wert. Besonders erfreulich der Sieg von Siegbert Marsoner an Brett 8. Sein erster Punkt in der Mannschaft!!
Bericht von Siegfried REhlers:
"Mit Sicherheit hast Du keinen Erfolg von uns erwartet! Wenn man bedenkt, daß die Norderstedter mit DWZ Zahlen jeweils mehrerere 100 vor uns liegen, haben wir mit unserem 3 zu 5 noch gut abgeschnitten. Zu den Partien, soweit ich diese verfolgen konnte:

Matthias verlor in der Abwicklung die Qualität und mußte schließlich noch seinen Läufer für einen weit vorgerückten Bauern geben. David mußte bereits in der Eröffnungsphase einen vollen Springer geben. Danach haben beide Spieler ihre Figuren mehr defensiv aufgebaut und es waren keine wesentlichen Angriffe zu erkennen. Wir haben die Partie dann
aufgegeben, da es zwischenzeitlich 14 Uhr 30 war und der Gegner nicht remisieren wollte und David gegen den verlorenen Springer keinen Ausgleich erringen konnte.

Meine Partie ging so Stück für Stück den Bach hinunter. Der Gegner war einfach zu stark und ein von mir inszenierter Königsangriff nicht durchschlug. Gustav und sein Kontrahent haben sich lange mit der Eröffnung herumgeschlagen. Nach 2 Std. Spieldauer hatten beide gerade 12 Züge absolviert. Wobei Gustav zeitlich etwas besser dastand und sein Gegner gerade so mit dem Blättchen fertig wurde. Die Partie stand absolut remis.

Bernd und sein Gegner haben verhältnismäßig zügig die Eröffnung absolviert. Im Mittelspiel hat Bernd eine Figur geben müssen und hat nach keinerlei Aussicht auf Besserung die Partie aufgegeben. Katrin hat wacker gekämpft und hatte zu Ende des Mittelspiels zwei Türme für die Dame und dazu jeweils 1 Läufer sowie 4 Bauern. Mit etwas Glück hätte sie am Schluß bei der Abwicklung noch den Gewinn erzwingen können.

Najim hatte ab dem Mittelspiel mehr Material, mußte sich aber sehr anstrengen, um am Ende noch mit einem schönen Figurenofer einen Bauer durchzubringen. Danach war die Partie entschieden. Den ersten Punkt den wir erspielten holte Siegbert. Da es verhätlnismäßig früh zur Entscheidung kam, habe ich nicht viel gesehen. Im Endspiel hatte Siegbert einen Turm für 2 Bauern und von diesem Vorteil kräftig Gebrauch machen können.

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Autor: Hans-Werner Stark

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