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Alle Berichte der Saison 2009/2010


Verbandsliga-Ost: 9. Runde am 09.05.2010 gegen LSV V

Glatter Sieg mit stotterndem Motor

Am letzten Spieltag hatten wir die Mannschaft von LSV V zu Gast. Eigentlich eine klare Sache. Das junge Team, das von einigen etablierten Kräften gestützt wird, war als Tabellenletzter bereits vor dem Kampf abgestiegen. Gegen uns fehlten weitere Spieler, so dass wir den Ausfall von Axel Jacobi hätten verschmerzen können (müssen). Allerdings begann der Kampf nicht so erfreulich.

Ich selber wurde von Frank-Michael Wirries in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt. Meine Stellung war nach wenigen Zügen derart passiv, dass mich meine Mannschaftskameraden mit erstaunten Augen ansahen. Zum Glück war kein Spiegel vor Ort, sonst hätte ich wohl auch gesehen, wie verblüfft ich aus der Wäsche geschaut habe.

Peter hatte gegen Tim Bötticher eine Theorievariante auf dem Brett, die für einen Bauern lang anhaltende Initiative versprach. Stefan hatte gegen Alexander Ananjew keine Probleme mit der Eröffnung, während ich mir bei Eitel gegen Birger Pommerenke nicht so sicher war. Jörg hatte es mit „Ede“ Stomprowski zu tun. Jörgs Handicap: Er wusste, dass Ede gut 60 DWZ-Punkte mehr hatte als er selber. Er beschwerte sich auch ob der merkwürdigen Aufstellung der Lübecker, die vor Ede DWZ-schwächere Spieler aufgestellt hatten. Fortan hatte ich ein ungutes Gefühl, wenn ich Jörgs Stellung betrachtete, obwohl sein Gegner keineswegs besser stand.

Wolf spielte gegen Jochim Rieckhoff leider ungenau und verlor früh einen Bauern. Kompensation war im Grunde nicht in Sicht. Michael hatte gegen Bennet Slepica eine bequeme Stellung und Jacob hatte gegen Vjatscheslav Zaikin zu früh losgeschlagen, stand aber mindestens ausgeglichen.

Dann sah es so aus, als ob ich einen Bauern verlieren sollte, aber zum Entsetzen meines Gegners hielt meine Verteidigung stand. Bei Peter gab es wenig Neues, nur dass seinem Gegner offenbar die Ideen ausgingen. Stefan hatte gegen Alexander bereits Material gewonnen und wehrte einen nicht gut vorgetragenen Angriff locker ab. 1-0, der Anfang war gemacht. Allerdings stand Eitel verdächtig. Birger hatte 3 Figuren für die Dame bekommen. Konnte mit seinen Figuren aber noch nichts anfangen. Jörg hatte immer noch den Gambit-Bauern mehr, nur wurde seine Stellung Zug um Zug schlechter. Mir schwante nichts Gutes, auch nicht, als Wolf eine forcierte Abwicklung ausließ, um seinen Bauern zurück zu gewinnen. Dagegen hatte Michael einen beruhigenden materiallen Vorteil herausspielen können. Das nächste Partieende ereilte uns aber an Brett 8, denn Jacob sah berechtigterweise keine Siegchancen mehr und einigte sich auf Remis. Als Michael seinen Vorteil verwerten konnte, nahm ich selber das Remisangebot von Frank-Michael an und es stand 3:1 für uns.

Kurz danach hatte Eitel seinen jungen Gegner überrannt. Birger konnte seine Leichtfiguren nicht koordinieren und gleichzeitig einen Mattangriff abwehren. Eitel öffnete die Königsstellung und brach mit seinen Schwerfiguren in Birgers Verteidigungsstellung ein. Das Matt war nicht zu decken und es stand 4:1. Dann verlor Jörg die Partie. Ich hatte es kommen sehen, aber immer noch gehofft, dass ihm noch was einfällt, so wie in den Partien in der Vereinsmeisterschaft gegen Peter oder mich. Doch leider kein zündender Gedanken und Untergang im Mattangriff gegen seinen König. Gott sei Dank ließ uns Peter nicht im Stich. Er hatte seine Stellung Zug um Zug verstärkt und knockte seinen unbeweglich stehenden Gegner aus. Das 6:2 steuert Wolf bei. Er hatte dann doch den Bauern wieder bekommen mit anhaltender Druckstellung. Sein Gegner verlor erst unheimlich viel Zeit, dann mit der wenigen Zeit die Übersicht und einen Bauern nach dem anderen.

6:2 und jetzt heißt es nach vorne zu schauen. In der kommenden Saison werden wir uns vermutlich wieder etwas verstärken können. Die Gegnerschaft wird aber auch stärker werden. Mal sehen, was geht.



Verbandsliga-Ost: 8. Runde am 25.04.2010 gegen Bad Schwartau

Erster Sieg gegen Bad Schwartau perfekt.

Der SV Bad Oldesloe schickt sich an, die Verbandsligasaison mit dem besten Ergebnis seit dem Aufstieg abzuschließen. In den letzten Jahren gab es gegen Bad Schwartau reichlich auf die Mütze, aber in diesem Jahr konnten wir den Spieß umdrehen. Dabei sah es zu Beginn des Kampfes nicht gut für uns aus. Jörg Althaus, die Pünktlichkeit in Person, war um 10 Uhr noch nicht vor Ort. Ein Anruf zu Hause ergab, dass er längst losgefahren sei. Aber dann kam er leicht verspätet doch noch. Er hatte sich in Bad Oldesloe von der Autobahnbaustelle ausbremsen lassen.

Auch auf den Brettern stand es eher durchwachsen. In der Eröffnungsphase stand es an den ersten Brettern ausgeglichen. Auch Jörg hatte sich erholt und seine Stellung gegen Oliver Hausherr machte einen guten Eindruck. Wolf Krumbholz spielte mal wieder eine seiner krummen Eröffnungen und stand gegen Kai-Edgar Wapniewski etwas verdächtig. Diesen Eindruck hinterließen auch die Stellungen von Michael Kottke gegen Jana Reinke und Jacob Warter gegen Georg Berner. Letzterer war es auch, der den ersten Punkt einsammelte. Jacob hatte viel zu schnell gespielt und seine Stellung megamäßig verdorben. Der Senior zeigte dem Junior was eine Harke ist und markierte das 1:0 für den Gastgeber. Danach musste ich mich voll auf mein eigenes Brett konzentrieren. Ich hatte den Eindruck, massiv losschlagen zu können, aber ich fand den Hebel nicht, um die Stellung von Oliver Schwarz zu knacken. Dafür schwand mein Zeitpolster verdächtig. Ähnlich ging es Peter Buchmann gegen Stefan Patzer. Er rechnete an einem Opfer, verwarf es dann jedoch. Danach bekam Stefan aber deutliche Stellungsvorteile. Axel Jakobi stand gegen Friedrich Müller ausgeglichen, vielleicht eine Idee besser, so wie auch Stefan Kosanke gegen Christopher Simon, Jörg gegen Oliver Hausherr und Wolf gegen Kai-Edgar.

Dann stand es 2:0 für die Gäste. Stefan hatte Peters Stellung auseinander genommen, eine Figur einkassiert und den Angriff fortgesetzt. Wolf hatte dann mit einem Remis das erste zählbare Ergebnis für uns erzielt. Kurz danach konnte Michael die Stellung seiner Gegnerin zertrümmern. Sie hatte nach dem Bauerngewinn schwach fortgesetzt und Michael hatte seine Chance genutzt. Er beendete die feine Leistung mit einem schönen Turmopfer gegen den zentralen schwarzen König.

Nachdem ich nicht vorankam, holte Oliver zum Gegenschlag aus. Ich hatte einige Züge lang immer nur eine Parade, was meine Zeit wenigstens etwas besser aussehen ließ. Dann versäumte mein Gegner jedoch eine bessere Fortsetzung und ich konnte mich befreien. Beim Übergang ins Endspiel hatte ich einen Mehrbauern, allerdings gegen das Läuferpaar und eine etwas unkonsolidierte Stellung. Meinen 40. Zug führte ich mit noch 13 Sekunden auf der Uhr aus. Als ich wieder durchatmen konnte, zeigte sich mir eine unklare Situation. Jörg hatte seine Stellung völlig verdorben und wir lagen 1,5:3,5 zurück. Axel hatte eine Mehrqualle und dann plötzlich sogar einen Mehrturm, allerdings gegen ein Freibauernpaar. Stefan war dabei mit Dame, Läufer und Turm einen Bauern einzusammeln. Bei 4 gegen 3 Bauern auf dem gleichen Flügel konnte er nur auf die schwache Königsstellung von Christopher aufbauen. Ich konnte meine Stellung einigermaßen zusammenhalten, einiges abtauschen und hatte ein Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauern gegen das Läuferpaar. Daraus wurde dann ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Allerdings hatte ich ein verbundenes Freibauernpaar auf a und b, während Oliver einen einzelnen Freibauern auf h hatte. Zusätzlich gab es noch 2 Bauern auf e, bzw. f und dieser e-Bauer war meine Rückversicherung, denn nun konnte ich meine Freibauern in Bewegung setzen und Olivers Läufer konnte sich nicht gegen die beiden Bauern opfern. Den Punkt brachte ich dann sicher nach Hause.

Als Stefan gegen Christopher einen zweiten Bauern gewinnen konnte und gegen dessen König drückte, verlor sein Gegner die Übersicht und es stand 3,5:3,5. Derweil hatte Axel gegen Friedrich Müller die Figur für 2 Bauern gegeben und führte das Endspiel mit Turm gegen Springer souverän zum Sieg.

Mit diesem 4,5:3,5 hatte ich vorher weiß Gott nicht gerechnet.



Verbandsliga-Ost: 7. Runde am 21.03.2010 gegen Barsbüttel

Mühsamer Sieg gegen einen designierten Absteiger

Der Kampf begann wie so viele andere auch. Heimspiel, also waren wir die letzten, die vor Ort waren. Insbesondere Jacob Warter an Brett 8 ließ den Mannschaftsführer (also mich) ordentlich schwitzen. Um 10:25 Uhr saßen dann alle an den Bretten.

Der Start war eigentlich recht verheißungsvoll. Mein Gegner ließ mich schnell zum Ausgleich kommen, während Peter Buchmann einen Bauern in die Stellung schmiss (bzw. sein Gegner frass mit der Dame auf b2) und fortan das Geschehen bestimmte. Axel Jacobi hatte wie ich Ausgleich erzielen können, während die Stellung von Stefan Kosanke leichten Vorteil versprach. Eitel Jandt hatte sich gut gegen das Königsgambit aufgebaut. Jörg Althaus hatte dagegen leider wieder eine nichtssagende Stellung aufs Brett gezaubert. Den Vogel schoss allerdings Michael Kottke ab. Mit Schwarz konnte er nach ca. 5 Zügen einen Bauern einsammeln – für nichts. Jacob holte langsam seinen Zeitnachteil ein und baute eine Druckstellung auf.

Dann war es an mir, mit f5 und g5 Streit vom Zaun zu brechen. Eine überaus interessante Stellung war entstanden und ich fühlte mich recht wohl. Peter baute seine Druckstellung weiter aus und es roch bereits nach einem Angriff gegen den König seines Gegners. Bei Axel war die Stellung extrem verschachtelt und Stefan hatte ein leicht besser stehendes Endspiel erreicht. Eitel hatte seinen Gambitbauern wieder und stand stand aussichtsreich, während bei Jörg immer noch nicht zu sehen war, wie er seinen Gegner in Schwierigkeiten bringen sollte. Vielmehr zog er sich plötzlich zurück und tauschte Richtung Läuferendspiel, das aber nicht prickelnd aussah. Michael hatte seinersweits mittlerweile 3 Mehrbauern und konnte die Damen tauschen. Jacob hatte einen Bauern gewonnen und lavierte sich in die schwarze Stellung hinein.

Dann hatte Axel sein Remis erzielt und Michael hatte seinen vollen Punkt eingesammelt. Auch Peters Angriff wurde unwiderstehlich, während mein Angriff versandete, allerdings konnte ich ein Endspiel erreichen, das ich für äußerst vorteilhaft hielt – bis ich á Tempo meinen Turm auf die offene Linie zog und die Stellung verbaselte. In der Folge verlor ich einen Bauern, hielt die Stellung aber für simpel zu halten. Zu Hause zeigte mir "Fritz", dass ich trotz Minusbauer sogar minimalen Vorteil hatte, der sich dann zwar verflüchtigte, aber die Remisbreite wurde nie verlassen. Nach dem Remis von Stefan, der nicht mehr weiter kam und dem Sieg von Peter stand es 3:1. Plötzlich holte Jacob zum Angriff aus. Wie mir Peter berichtet, stellte er eigentlich einzügig die Figur ein, aber sein Gegner gab auf!! 4:1 Als ich den Mehrbauern meines Gegners wieder einsammeln konnte, stand ich selbst etwas besser und bei bestem Spiel hätte ich ein Endspiel mit gleichen Läufern und einem einzigen Bäuerchen erreichen können. Ich nahm aber das Remisangebot zum Mannschaftssieg an und ersparte mir einen arbeitsreichen Nachmittag. Auch Jörg konnte dann zu Remis kommen. Dabei hatte er zwischenzeitlich klar auf Verlust gestanden.

Am Ende war es Eitel, der seine gute Stellung überzog, so dass die Gäste noch zu einem vollen Brettpunkt kommen konnten. Damit haben wir die schwarze Serie gegen Barsbüttel endlich durchberechen können.

Bezirksklasse Süd: 7. Runde am 21.03.2010 gegen Tangstedt

Parallel zu unserem Fight hatte auch unsere 2. Mannschaft Heimrecht. Vor einem Jahr hatte es noch eine deutliche Niederlage gegen Tangstedt gegeben, aber dieses Jahr war unsere Manschaft deutlich stärker und der Gegner deutlich schwächer aufgestellt. Manfred Tilp hatte gegen Tangstedts Jugend nur eine gute Stunde gebraucht und auch die restlichen Partien verliefen im Großen und Ganzen in frü Oldesloe geordneten Bahnen. Nach 2 Remis an den Spitzenbrettern und einem weiteren Remis von Bernd Baumast konnten Christian Pauck, Matthias Gödelt, Robert Isengardt und auch Siegfried Ehlers jeweils zu vollen Punkten kommen. Damit konnte die Vorjahrsniederlage in gleicher Münze zurückgezahlt werden.



Verbandsliga-Ost: 6. Runde am 28.02.2010 gegen Travemünde

Chancenlos

Bereits einige Wochen vor dem Spieltermin war klar, dass unser Team gegen Travemünde auf 2 Stammspieler verzichten musste. Und ich selber? Eine Woche Urlaub in Dänemark. Relaxen, Lesen, Spazierengehen... geplant war eine Woche reiner Erholung mit der Rückkehr einen Tag vor dem Spiel gegen den Tabellenführer. Nichts mit Erholung! Gleich zu Beginn meines Urlaubs wurde ich krank, vorzeitige Rückkehr nach Hause, keine Chance zu spielen oder mich auch nur um die Mannschaft zu kümmern. Schneller Ersatz, quasi über Nacht? Peter und ich entschlossen uns, lieber mit 7 Spielern das Oldsloer Glück zu suchen. Das war wahrscheinlich ein Fehler, denn schlimmer als 2:6 hätte es kaum kommen können.

Da ich - wie gesagt - nicht am Spiel teilnehmen konnte, gebe ich nachfrolgend die Eindrücke meines Vertreters Peter Buchmann zum Spielverlauf wider.

Der Kampf begann also mit einem 0:1 und einem überrschend schnellen Remis an Brett 8. Das war nicht gut für die Oldesloer, denn in dem Jugendkampf zwischen Malte Olßon und Jacob Warter musste man einen Sieg des Oldesloers erwarten. Schnell stand dann Nestor Herbert Romahn gegen Neithard Nickel auf verlorenem Posten. Noch eine Weiß-Partie weg. Die dritte Weiß-Partie verlor Michael Kottke recht unspektakulär gegen Andreas Lenk, der jetzt auf 5/5 kommt! Axel Jacobi wollte sich da nicht lumpen lassen und verzockte die 4. Oldesloer Weiß-Partie an diesem Tag. In einem Scharmützel gegen Thomas Tönniges wähnte Axel seine Dame ungedeckt und büßte eine Figur ein. Dabei war das völlig unnötig! Ein einfacher Blackout und weg war der Punkt. Die Dame war doch gedeckt?! Damit war der Kampf bereits entschieden.

Stefan Kosanke konnte zu einem sauberen Sieg über Notger Nickel kommen und Peter nahm gegen Anton Bulygin dessen Remisangebot im 39. Zug an. Nur noch 1 Minute auf der Uhr und weit und breit nichts zu sehen. Jörg Althaus hatte sich Jürgen Erich recht passiv aufgebaut und verlor einen Bauern. Das Endspiel schien haltbar, aber letztlich verlor Jörg doch noch. Ein herber Rückschlag und ein kurzes Schulterzucken an unseren Nachbarverein aus Bad Segeberg. Sorry, haben keine Schützenhilfe im Kampf um den Aufstieg liefern können.

Team OLdesloe II war an diesem Spieltag spielfrei.

Verbandsliga-Ost: 5. Runde am 07.02.2010 gegen LSV IV

Geruhsamer Sonntag

LSV IV ist ein unangenehmer Gegner. Sie können entscheidend ins Spielgeschehen um die Titelvergabe in der Verbandsliga eingreifen. Zuletzt sah es ganz gut für uns gegen sie aus, aber verloren haben auch schon gegen sie und das mit einer stärkeren Aufstellung. So erwarteten wir die Gäste mit gemischten Gefühlen.

10:05 Uhr; von unseren Leuten fehlte noch Wolf Krumbholz, von den Lübeckern fehlten noch alle… Ich ahnte Ungemach und fuhr sicherheitshalber zu unserem Spiellokal der letzten Jahre und richtig, ich entdeckte Wolf und einen Pkw voller Lübecker. Sie hatten im Internet nicht nachgesehen und waren in die Lübecker Straße gefahren. So eskortierte ich die Verirrten zum Theodor-Mommsen-Gymnasium. 4 Lübecker waren gekommen und teilten mit, dass nur noch 2 weitere Spieler kommen würden. Joachim Berger hatte erkrankt absagen müssen und Idriz Blaka „war nicht in der Stimmung, zu spielen“ (O-Ton eines Lübeckers). Bereits gegen Bad Schwartau habe er seine Mannschaft hängenlassen. Da das Team zudem 2 Spieler für die dritte Mannschaft abstellen musste, konnte man die Ausfälle nicht mehr ersetzen.

Da ich also nichts zu tun hatte, fuhr ich nochmals in die Lübecker Straße, um dort auch die restlichen Lübecker aufzugabeln. Sie hatten es fertiggebracht, zu mir nach Hause zu finden (Postanschrift unseres Klubs), aber waren dann auch am Spiellokal der früheren Jahre gestrandet. Da wir erst spät die Uhren angestellt hatten, traten sie um 10:30 Uhr mit nur 10 Minuten Verspätung an die Bretter.

Nach einer Stunde führten wir also 2:0 und ansonsten sah es ausgeglichen aus. Das gefiel mir trotz der Führung nicht, denn die Lübecker waren mit heftigem Ersatz vor Ort. Trotzdem wurden unsere Stellungen nicht besser! Axel Jacobi hatte gegen Prof. Mentlein einen leichten Ausgleich erzielen können. Stefan Kosanke und Mikhail Schneider saßen sich mit entgegengesetzten Rochaden gegenüber. Das versprach spannend zu werden, aber darauf konnte ich bei einer 2:0-Führung verzichten! Eitel Jandt stand gegen Wolfgang Schwerdtfeger recht passabel, aber Herbert Romahn hatte seine gute Anfangsstellung gegen Elke Böttcher Zug um Zug verdorben. Jörg Althaus hatte ebenfalls eine gute Partiefortsetzung verpasst und stand fortan etwas gedrückt. Sorgen machte ich mir etwas um unseren Prof.. Wolf Krumbholz hatte sich seine Bauern festlegen lassen und ich konnte nicht erkennen, wie er aktiver spielen könnte.

Das gleiche Bild nach 2 Stunden. In der dritten Stunde hatte sich das Bild aber verändert. Axel hatte etwas mehr vom Spiel, dafür stand Stefan unter Dauerfeuer. Eitel stand immer noch aussichtsreich, aber sein Gegner hatte noch einen Pfeil im Köcher. Herbert hatte sich befreien können und nahm ein Remisangebot seiner Gegnerin an. Das tat ihm Jörg gleich. Seine Stellung war einen Tick schlechter, ohne dass etwas Zwingendes zu sehen war. Zwischenstand 3:1 und dann schlug Wolf zu! Sein Gegner Oliver Käding operierte im Mittelspiel einfallslos, verbrauchte dafür aber immens viel Zeit. Plötzlich brach Wolf am Königsflügel Streit vom Zaun und sein Gegner parierte dessen Angriff ungeschickt. Bei dem 4:1 erhellte sich meine Miene zusehends, obwohl ich Stefans Stellung für verloren hielt. Dann holte sich Axel 2 Türme seines Gegner für seine Dame. Ich raunte ihm noch zu, dass ein Remis reichen würde, aber er meinte nur, dass das jetzt wohl für ihn gewonnen sei. Nur einen Zug später räumte Axel auch noch einen Springer ab und nahm die Glückwünsche zum 5:1-Punkt entgegen.

Eitel versiebte dann seine Endspielstellung ziemlich kläglich, aber Stefan konnte in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel abwickeln und zum 5,5:2,5-Endstand vollenden. Das hatte ich mir vor dem Kampf schwerer vorgstellt.

Bezirksklasse Süd: 5. Runde am 07.02.2010 gegen Schwarzenbek III

Leicht gehandicapt fuhr unser zweites Team nach Schwarzenbek. Die bittere Niederlage in Kaltenkirchen und die unglückliche Niederlage gegen Glinde noch im Kopf, musste man bei den stark einzuschätzenden Schwarzenbekern einiges befürchten. Doch am Ende sprang ein toller Mannschaftssieg heraus. Insbesondere unsere Jugend war wieder einmal maßgeblich daran beteiligt. Jacob Warter hatte seinen Gegner jederzeit fest im Griff und auch David Borukhson, der jetzt auf 3 Punkte aus 3 Partien blicken kann, ließ seinem Gegenüber nicht den Hauch einer Chance. Den dritten vollen Punkt steuerte Siegfried Ehlers bei und die Remispartien von Viggo Westerlin, Matthias Gödelt und Rainer Scheer machten den Sack dicht. Am Ende kämpfte noch Michael Kottke um ein besseres Ergebnis, aber gegen den reaktivierten Helmut Baer konnte er die Stellung nicht retten. Es ist aber auch ein hartes Brot am ersten Brett – selbst in der Bezirksklasse.



Verbandsliga-Ost: 4. Runde am 24.01.2010 gegen Lauenburg

Ein Punkt gewonnen!

Als am 24.1. der Wecker klingelte, war die Welt noch in Ordnung. Dann 8:35 Uhr: Jetzt klingelte das Telefon. Stefan Kosankes Auto hatte die sibirischen Temperaturen nicht überlebt. Er konnte nicht zum Spiel gegen Lauenburg kommen und um ihn abzuholen war es zu spät. Na super, also ab nach Lauenburg mit dem 0:1 im Gepäck.

Nach einer Stunde war der Rückstand nicht nur amtlich, der ganze Kampf war eigentlich schon weg. Ich hatte die Eröffnung gegen Michael Wiechmann vergurkt, drohte allenfalls mit etwas Gegenspiel am Königsflügel. Peter hatte die Partie gegen Heinrich Schröder schnell ausgleichen können. Ausgeglichen stand auch Axel gegen Rico Huhnstock. Dafür stand Eitel gegen Stefan Michels glatt auf Verlust. Er hatte sich eine Figur abklemmen lassen. Sein Läufer stand danach ca. 10 Züge lang unrettbar verloren in der Gegend rum. Sein Gegner musste sich nicht einmalbeeilen, um ihn abzuholen.

Herbert hatte gegen Matthias Groth zwar kein Material verloren, aber nach wenigen Zügen war seine Stellung so festgefahren, dass er kaum noch brauchbare Züge hatte. Es war nur eine Frage der Zeit, wann sein König erlegt würde. Jörg stand gegen Uwe Nilius einen Tick besser, verschachtelte aber zusehends seine Stellung und kam nicht voran. An Brett 8 konnten wir endlich wieder unseren Professor aufbieten, nur leider hatte er schon einen Bauern eingestellt. Ein 2. Bauer hätte auch noch fallen können, aber Michel Reicke sah die kleine Kombi glücklicherweise nicht.

Alle Partien segelten so weiter wie bisher, nur ich hatte meinen Gegner plötzlich voll im Griff. Dann opferte ich viel Zeit um einen zwingenden Gewinnweg zu finden, was mir vermeintlich auch gelang. Im 30. Zug wollte ich zum Turmgewinn ausholen und musste plötzlich feststellen, dass ich selbst prosaisch auf Matt stand! 9 Züge in 9 Minuten verblieben mir in höchst komplizierter Stellung und ich griff daneben. Sch… öner Mist, aber Michael setzte nicht nach, sondern versuchte erst seine eigene Stellung zu konsolidieren und ließ mich so wieder ins Spiel kommen. Zur Zeitkontrolle hatte ich wieder Vorteil. Derweil hatte Jörg remisiert. Er hatte zwar zunächst ein Remisangebot ausgeschlagen, aber am Ende war seine Stellung eher schlechter. Auch Wolf hatte noch ein Remis geschafft, nur Axel hatte seine Stellung überzogen und noch verloren. Herbert hatte da längst schon die Zuschauerrolle übernommen. 1:4 und Eitel stand immer noch im Hemd. Er opferte dann allerdings noch eine Qualität, um mit Minusturm einen Freibauern zum Leben zu erwecken. Im Grunde chancenlos, nur spielte sein Gegner plötzlich wie von allen guten Geistern verlassen und Eitel holte zum Entsetzen der Gastgeber noch den Punkt!

Jetzt stand es 2:4 und es lag an Peter und mir, den Kampf noch zu retten. Peter hatte seinen Gegner bereits einige Zeit in einem Endspiel mit Läuferpaar gegen Läufer und Springer geknetet und Heinrich Schröder beging den fatalen Fehler, die Stellung klammern zu wollen. Peter bewies die Überlegenheit seiner Läufer dann eindrucksvoll. Ich konnte derweil in ein einfach gewonnenes Bauernendspiel überleiten. Kurioser Weise gaben unsere Gegner zeitgleich auf und wir hatten noch ein 4:4 erreicht. Heute war Caissa auf unserer Seite.

Bezirksklasse-Süd: 4. Runde gegen Glinde

Mit der SG Glinde war der klare Ligafavorit in Bad Oldesloe zu Gast in Bad Oldesloe. Nach der Schlappe gegen Kaltenkirchen, in der gleich 4 Spieler in Gewinnstellung ihre Partien einstellten, wollte man gegen Glinde zeigen, dass man nicht so schlecht spielt, wie es der vorherige Kampf vermuten lassen könnte.

An den beiden Spitzenbrettern waren die Gastgeber erwartungsgemäß ohne Chance. Trotzdem wurde es noch einmal spannend, denn die Jugend holte zum Gegneschlag aus. David Borukhson konnte an Brett 8 seinen Gegner Stück für Stück zerrupfen und holte einen wichtigen vollen Punkt. Dann folgte ein Remis nach dem anderen und Siegfried Ehlers stand mit Mehrqualle auf Gewinn. Sollte es zu einer Sensation kommen? Leider zog Siggi dann zu schnell und stellte seine Dame ein. Zuletzt kämpften noch Matthias Kemény und Jacob Warter. Die Partie ging über die volle Distanz von 6 Stunden. Unser Jugendmeister hatte den Verbandsliga-erprobten Gegner im Griff, versäumte aber den frühzeitigen Gewinn. Am Ende konnte er einen Bauern zur Dame bringen ujnd versuchte in hektischer beidseitiger Zeitnot den Gewinnweg gegen König und Springer zu finden. Leider lief dann Jacobs Zeit zuerts ab und die Partie endete noch Remis. Schade, aber trotzdem ein guter Erfolg für Jacob und unsere Jugend.

Damit ist Glinde praktisch durch.



Verbandsliga-Ost: 3. Runde am 29.11. gegen Mölln

Verdienter Sieg

Die Gäste aus Mölln schätzen die Oldesloer seit Jahren. Zum einen ist es eine freundliche Runde und zum anderen lassen sie gerne die Punkte bei uns. In dieser Saison sind die Möllner allerdings gut gestartet. Im Vorjahr noch fast abgestiegen konnten sie dieses Jahr die ersten beiden Runde gewinnen und dabei sogar den erklärten Aufstiegsfavoriten aus Bad Schwartau ärgern. Weiterhin musste ich die exakt gleiche Aufstellung bekannt geben, in der wir an genau der selben (neuen) Stelle noch gegen Bad Segeberg verloren hatten. Allerdings liefen auch die Möllner nicht in Bestbesetzung auf.

Der Wettstreit begann sahnemäßig für uns. Keine 40 Minuten gespielt und Stefan Kosanke hatte gegen Dragan Guzvic eine Figur gewonnen. Meine Stellung gegen Klaus-Dieter Kühl war nicht gewonnen, aber schon recht zufrieden stellend. Insgesamt sah alles andere recht ausgeglichen aus. Dann konnte ich eine Stellung erreichen, die in höherem Sinne glatt gewonnen für mich war, war aber sehr hoch, der Sinn, denn ich sah es nicht, schätzte trotzdem einen vollen Punkt für mich ein. Peter Buchmann hatte gegen Jörg von Warburg mehr vom Spiel, ohne dass etwas entscheidendes passiert wäre. In der Partie zwischen Axel Jakobi und Mike Schlüter trafen 2 aufeinander, die nicht verlieren wollten und so einigte man sich auf Remis. Kurz danach konnte Stefan den vollen Punkt melden.

Eitel Jandt hatte sich aus der Umklammerung von Heiko Daum befreit und zum Konter ausgeholt. Im Endspiel mit Turm und gleichfarbigen Läufern hatte er schlicht einen Bauern mehr. Herbert Romahn hatte gegen Friedrich Fiedler und Michael Kottke gegen Hans Paul Ollmann jeweils Remis angeboten, was beide Gegner zunächst ablehnten. Herberts Gegner bot dann seinerseits Remis an, was Herbert dann ablehnte, aber dann gab die Stelllung nichts mehr her. Leider fand Eitel dann den schlechtesten Zug, den es auf dem Brett zu finden gab und verlor seine gewinnträchtige Stellung. Gott sei Dank hatte da Klaus-Dieter gegen mich die Qualle eingestellt und gab 2 Züge später auf.

Danach ein erneuter Rückschlag, denn Michael hatte seine mittlerweile gute Stellung vergurkt und wurde wie Eitel Matt gesetzt. An diesem Spieltag war unser Jugendmeister Jacob Warter jedoch der Matchwinner. Gegen Emile Joseph opferte er völlig korrekt einen Springer. Die Ablehnung des Opfers hätte die Dame gekostet und der Möllner ließ sich zeigen, wie sein König bei Annahme des Opfers Matt gesetzt wurde.

Beim Stand von 4:3 hatte Peter in einem Endspiel mit Läuferpaar die besseren Karten. In beidseitiger hoher Zeitnot tauschte er jedoch einen Läufer um dann feststellen zu müssen, dass außer Remis nichts mehr ging. Das Remis half uns jedoch zum Mannschaftssieg.

Bezirksklasse Süd: 3. Runde gegen Kaltenkirchen II

In den Kampf gegen den Tabellenletzten ging die Oldesloer Verbandsliga-Reserve als klarer Favorit. Die Gastgeber hatten wie in den Runden zuvor einige Aufstellungssorgen und die Oldesloer konnten dem Kampf recht zufrieden entgegen sehen.

Was sich dann in Kaltenkirchen abgespielt hat, ist mir noch unbekannt. Jedenfalls waren die Oldesloer bis auf 2 Ausnahmen nicht in der Lage, deutliche DWZ-Vorteile von mehr als 100 Punkten zu verwerten und verloren erschreckend hoch.



Verbandsliga-Ost: 2. Runde am 15.11. gegen Ahrensburg

Harter Kampf

Vor dem Spiel gegen Ahrensburg hatten wir erneut mit erheblichen Aufstellungssorgen zu kämpfen. Wieder war dreifacher Ersatz von Nöten. Dass 0:8 aus dem ersten Spiel gegen Bad Schwartau wollten unsere Kreiskollegen sicher wettmachen und gegen Segeberg hatten wir auch nicht grade geglänzt. Wir brauchen uns deswegen zwar nicht zu verstecken, trotzdem konnte gegen den Aufsteiger alles passieren. An den vorderen Brettern sind die Ahrensburger nicht ungefährlich und an den hinteren Brettern unserer überwiegend „Altherrenriege“ nach DWZ überlegen.

Gleichwohl begann der Kampf besser, als befürchtet. Ich konnte Dirk Storbeck mit einer ungewöhnlichen Eröffnung überrumpeln. Nach 7 Zügen 2 Bauern und eine Figur geopfert (letztere nahm er aber nicht) mit der Folge, dass er da schon weit über eine Stunde seiner Bedenkzeit verbraucht hatte. Sein 7. Zug mit der Ablehnung des Opfers war im Grunde bereits sein Verlustzug.

Ob der langen Grübelei meines Gegners hatte ich ausreichend Zeit (das kann manchmal schon zu viel sein), die Stellungen meiner Mannschaftskameraden zu bewundern. Peter Buchmann hatte gegen Jürgen Dümmke derweil begonnen, am Damenflügel Unruhe zu verbreiten. Besorgt war ich über Axel Jakobis Stellung gegen Marc Duhn. Er ließ seinen Gegner Richtung eigenen König marschieren, ohne dass ich ein Gegenspiel hätte erkennen können. Stefan Kosanke hatte sich gegen Erwin Lehmann sehr (behutsam ausgedrückt) kompakt aufgebaut. Er beherrschte immerhin die Reihen 6-8, während der Rest des Feldes dem Ahrensburger Senior gehörte. Erfreulich aus unserer Sicht war dann jedoch ein Bauerneinsteller von Stefans Gegner.

Eitel Jandt stand gegen Manfred Bley höchst unklar. Ein bereinigtes total offenes Zentrum, bei vollem Figurenangebot auf dem Brett konnte zu jedem Ergebnis führen. Allerdings war das keine gefürchtete Eitel-Schachtelstellung, in der er gelegentlich daneben greift. Herbert hatte sich seinen Gegner Gert Henkel da bereits zur Brust genommen. Unser 88-jähriger Senior raunte mir auf dem Flur zu, ob sein Gegner wohl sehen würde, dass er gleich eine Figur opfern würde. Nun, ich hatte es nicht gesehen und Gert Henkel auch nicht. Herbert schlug einen Bauern und sein Gegner nahm brav die Figur, nur um in dann 2 Gabeln nacheinander zu laufen. Eine satte Mehrfigur mit Damentausch war die Folge.

Jörg Althaus’ Stellung sah irgendwie nichtssagend aus. Damenbauernspiel mit Schachtelstellung, sah nach Remis aus. Hans-Jürgen Neu hatte sich wieder bereit erklärt, für seinen Freund Hans-Georg Heber einzuspringen. Gegen Jörn Gronemann sah seine Stellung aber nicht erfolgversprechend aus. Ähnlich wie bei Eitel war das Zentrum bereinigt und es gab wilde Drohungen gegen Hans-Jürgens König.

Dann durfte auch ich wieder spielen. Es ist gefährlich, wenn man sich sicher ist, die Partie bereits gewonnen zu haben. Man kann leichtsinnig werden und ich beschloss, prosaisch zu gewinnen. Ich hatte mein geopfertes Material zurück bekommen, dazu einen Bauern als Zins und einen gegnerischen König, der im Zentrum bleiben musste. Herbert hatte seine Partie sicher nach Hause gespielt und Jörgs Partie war auch beendet. Dann ein Schrei von Eitel (der sein Hörgerät vergessen hatte ;-) ) „Das habe ich gesehen, als ich gezogen hatte!“ Ich verdrehte die Augen und die von Marc Duhn leuchteten. Als ich dann die Zeit hatte, bei Eitel nachzusehen, war ich völlig perplex, denn er hatte einen ganzen Turm mehr und Marcs Lächeln wechselte zu mir. Herbert gewonnen, Jörg Remis, Eitel würde gewinnen und ich auch, ergo 3,5 Punkte + „x“ und Hans Jürgen hatte grade einen Bauern eingesammelt. Peter stand dagegen gefährdet. Er hatte gepatzt und Jürgen Dümmke in seine Stellung eingeladen. Der frühere Landesmeister der Senioren konnte mit einem Turm und einem Springer auf f6 bereits Dauerschach geben, aber er wollte noch mehr. Letzteres war wohl berechtigt, zumindest bei dem Mannschaftskampf angezeigt. Axel hatte die Qualle für einen Bauern ins Geschäft gesteckt, um dem schwarzen Druck zu entgehen. Sah trotzdem platt aus. Stefan hatte seinerseits 2 Leichtfiguren für Turm und Bauer gegeben, tauschte noch einen Läufer und spielte fortan mit Turm gegen 2 Springer auf Sieg.

Dann hatten Eitel und ich unsere Partien gewonnen, Hans-Jürgen hatte jedoch eine Unachtsamkeit begangen und noch verloren. Dame, Turm und ungleichfarbige Läufer sind extrem gefährlich. Zu meinem Schreck musste ich dann erkennen, dass Jörg gar nicht remisiert, sondern sogar verloren hatte! Es stand also 3:2 und Marc Duhn ließ Axel erst ein wenig zappeln, um ihn dann doch noch matt zu setzen: 3:3. Glücklicherweise spielte Stefan voll konzentriert und absolut geschickt sein materielles Übergewicht aus und vollendete zum 4:3. Peter hatte seine gefährdete Stellung konsolidieren können und stand auf Gewinn. Das ließ er sich dann nicht mehr nehmen und vollendete zum 5:3. Es hätte enger werden können für uns, aber am Ende geht das Ergebnis dann doch in Ordnung.

Bezirksklasse Süd: 2. Runde am 15.11. gegen TuRa Harksheide II

Gegen TuRa Harksheide II musste Bad Oldesloe II zeigen, wo sie stehen. Beide Teams hatten das Erstrundenmatch gewinnen können und Tura ist mit dem vielen jungen Volk immer wieder gefährlich. Allerdings hatten die Gäste Aufstellungssorgen und brachten nur 7 Spieler mit. Viggo Westerlin war der Nutznießer, was ihm aber in der Regel wenig gefällt.

An Brett 1 hatte Michael Kottke eine aussichtreiche Stellung auf dem Brett, verlor aber aufgrund eines „Aussetzers“ gegen Rolf Kettner einen ganzen Turm und den Punkt. Dagegen zeigt die Formkurve von Jacob Warter wieder nach oben. Nach dem Remis gegen Peter Buchmann im Stadtpokal voller Selbstvertrauen spielte er gegen Eberhard Schabel eine saubere Partie. Eberhard beging einen strategischen Fehler, klammerte sich an einen Bauern und wurde von Jacobs Zentralbauern überrannt. Christian Pauck hatte es mit Nils Kusch zu tun und konnte wie in seiner ersten Partie remisieren, während Matthias Gödelt Annika Polert zum Opfer fiel. Stark die „Hinterbänkler“ der Oldesloer, Siegfried Ehlers, Robert Isengardt und Bernd Baumast konnte den Mannschaftssieg sicherstellen.



Verbandsliga-Ost: 1. Runde am 04.10. gegen Bad Segeberg

Am Ende wie erwartet

Der 04.10.2009 war eine Premiere für uns. Wir haben den kleinen Spielraum in der Lübecker Straße eingetauscht gegen einen mittleren Tanzsaal im örtlichen Gymnasium. Abergläubische Gemüter würden dort nach der Premiere allerdings nicht wieder antreten. 2,5:5,5 hieß es am Ende, wenn auch das Ergebnis etwas zu fett ausgefallen ist.

Bereits ca. 10 Tage vor dem Kampf hatte ich so etwas befürchtet. Im letzten Jahr konnten wir die Segeberger noch deutlich bezwingen, aber jetzt sagten gleich 3 unserer Spieler ihre Teilnahme am ersten Punktspiel der Saison ab. Gegen die Segeberger Mannschaft, die in großer Zahl mit Spielern der Jugendbundesliga besetzt ist, muss man von Jahr zu Jahr mehr leisten, um sie um Zaum zu halten. Das geht nicht mit haufenweisem Ersatz.

Aber vor dem Kampf sah es dann gar nicht mehr so schlecht für uns aus, denn auch die Segeberger hatten 3 Ersatzspieler dabei. Doch schnell waren die Fronten geklärt. Noch in der Eröffnungsphase des Kampfes verlor Altmeister Romahn an Brett 6 erst einen Bauern, dann die Qualität. Er wehrte sich zwar noch, aber es war klar, dass da gegen Andreas Ferch nichts mehr ging. Leider stellte sich auch an Brett 5 Eitel Jandt gegen Mirko Neitzel eher bescheiden auf. Das erste Partieende lieferten allerdings Michael Kottke und Martin Reinke mit ihrer Schachtelstellung an Brett 7 ab. 8 Bauern verzahnt und keine Springer mehr auf dem Brett, ergo Remis.

Derweil hatte Joschka Marx gegen mich am Spitzenbrett ein berechtigtes Figurenopfer gebracht. Ich hätte mich da wohl noch retten können, hatte dann allerdings eine zündende Idee, die mich insgesamt 4 Bauern für die Figur kostete. Nur Joschka konnte die Partie entscheiden und er tat es, aber anders als die Segeberger gehofft hatten. Plötzlich ließ er mich ins Spiel kommen und sein König ging im Trommelfeuer meiner Schwerfiguren unter. Die Niederlage von Eitel hatte ich etwas überraschend ausgleichen können.

Leider überzog Stefan Kosanke gegen Manfred Haß an Brett 4 dann seine Stellung. Auch Axel Jacobi stand an Brett 3 bedenklich, aber Bernd Roggon verschmähte eine gewinnbringende, wenn auch arbeitsreiche Fortsetzung. Sein folgendes Figurenopfer war inkorrekt und Axel konnte Vorteil auf Vorteil häufen. Peter Buchmann musste parallel trotz aller Bemühungen gegen Thomas Werner an Brett 2 in das unvermeidliche Remis einwilligen.

Am 8. Brett gab Jacob Warter in der ersten Mannschaft sein Debut gegen Wolfgang Reher. Er tat es nicht schlecht und fast konnte man noch auf ein 4:4 hoffen, aber Jacob überschätze einen Qualitätsgewinn und verlor dann sogar noch. Axel gab daraufhin seine Partie Remis, obwohl die Schlussstellung für ihn glatt gewonnen war.

Bezirksklasse-Süd: 1. Runde am 04.10. gegen Trittau

Die Aufstellungsprobleme der ersten Mannschaft (siehe oben) schlugen voll auf die zweite Mannschaft durch. Nach einer zusätzlichen Absage hatte ich große Mühe, 8 Spieler an die Bretter zu bekommen. Da kam die Erklärung von Christian Pauck, er würde nicht nur in unseren Verein eintreten, sondern auch in der zweiten aushelfen mehr als Recht. Gleich in Runde 1 durfte er gegen "Mr. Trittau" Sascha Fröhlich an Brett 2 zeigen, was er drauf hat und das Gezeigte war aller Ehren wert. Mit seinem Remis trug er zum Auftakterfolg des Teams über die Neulinge aus dem Kreis Stormarn bei. An den ersten beiden Brettern sind die Trittauer erheblich stärker, als an den anderen Brettern, die da fast ausschließlich Mitglieder der eigenen Jugendmannschaft antreten lassen. Die Trittauer sind damit der "Underdog" der Liga, aber es ist gut, dass eine neue 8er-Manschaft ins Spielgeschehen eingreift.

Viggo Westerlins Niederlage an Brett 1 musste befürchtet werden, die von "Siggi" Ehlers an Brett 4 dagegen nicht. Wirklich überzeugend sind die beiden Jugendlichen David Borukhson (Brett 7; 11 Jahre alt) und Richard Heise (Brett 8; 12 Jahre alt) aufgetreten. Sie holten 2 wichtige Siege zum 5:3 Gesamterfolg.

Vervollständigt wurde der Erfolg der Mannschaft durch 2 nicht minder wichtige Siege von Matthias Gödelt an Brett 3 und Robert Isengardt an Brett 5. Bernd Baumast zeigte sich einmal mehr friedlich und beließ es bei einem halben Zähler.




Autor: Hans-Werner Stark

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