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Alle Berichte der Saison 2008/2009


Nun ist auch die Saison 2007/2008 abgeschlossen. Im 3. Jahr der Verbandsliga-Zugehörigkeit verlief die Saison für Bad Oldesloe I sehr gut. Erst die Niederlag in der letzten Runde gegen Barsbüttel zeigte alte Schwächen auf. Trotzdem reichte es zu einem sehr guten dritten Platz.

In der Bezirksklasse Süd musste sich Bad Oldesloe II erst wiederfinden. Hatte doch der alte Verbündete Tangstedt seine Spieler zurückgezogen, um eine eigene 8er-Mannschaft ins Rennen zu schicken. Aufstellungsprobleme, ein Mannschaftsrückzug und starke Gegnerschaft brachten Bad Oldesloe II nur den vorletzten Tabellenplatz.

Alle Berichte zu den Wettkampfrunden finden Sie chronologisch sortiert (letzter Kampf zuerst) hier. Beginnen Sie wie in jeder Rückschau gaaanz unten, um die Dramaturgie genießen zu können.


Verbandsliga-Ost: 9. Runde am 17.05. gegen Barsbüttel

Oh Gott!

Der Spieltag begann für mich schon einen Tag vorher. Axel Jakobi rief mich kurz nach 20:00 Uhr an und musste mir eine persönliche Unpässlichkeit mitteilen. Da wir bereits einen Ersatzmann einsetzen mussten, war ich wenig erfreut über diesen kurzfristigen Ausfall. 3 Anrufe mit 2 Absagen gepaart mit einem „Nicht erreicht“ hießen dann, „versuch, ob du morgen nicht doch kommen kannst. Sonst spielen wir zu siebent.“ Sonntag Morgen um 9:50 Uhr kein Axel in Sicht. Noch ein Notruf an Herbert abgesetzt und jetzt war er erreichbar. Da auch ein Auto voller Barsbütteler fehlte, warteten wir noch ein wenig und konnten dann in beiden Teams vollständig antreten. Bei Barsbüttel war etwas überraschend auch Mathieu Sinn dabei, der dem Team in der kommenden Saison fehlen wird. Für beide Teams ging es um nichts mehr.

In meiner Partie gegen Dennis Wilde war nicht viel zu sehen. Dennis spielte spanische Abtauschvariante und bot zügig Remis an. Da meine Spiellaune nach dem vergangenen Freitag (siehe Vereinsmeisterschaft) auch nicht sehr ausgeprägt war, nahm ich an. Dennis und ich hatten also viel Zeit, um uns auf den anderen Brettern umzusehen. Nach einer Stunde war noch nicht viel los. Peter Buchamann und Mathieu Sinn hatten noch theoretisch bekannte Bilder auf dem Brett. Johannes Katzer stand gegen Bernd Westphal recht ordentlich. Die Partie zwischen Stefan Kosanke und Matthias Kemény verlief dagegen unübersichtlich. Ein weißes Bauernopfer, eine schwarze Dame, die immer nur ein Feld hatte verhießen eine interessante Partie.

Eitel Jandt hatte gegen Nico Böttcher eine Schachtelstellung mit starren Bauernstrukturen, so wie auch Jörg Althaus gegen Wolf-Rüdiger Siemensen. Beide kommen regelmäßig in solche Stellungen, 0bwohl sie ihnen überhaupt nicht liegen. Herbert hatte sich einen Gambitbauern von Valentin Andris einverlebt und schickte sich an, ihn zu behalten. Michael Kottke stand gegen Robert Stoll fest, ohne dass man mehr als Ausgleich sehen konnte.

Nach 2 Stunden hatte sich an dem Gesamtbild noch nicht viel getan. Dann fingen einige Bretter Feuer. Johannes hatte eine Figur in Bernds Stellung geschmissen. Und ich war guter Dinge, dass das gut verlaufen würde. Dann wickelte Johannes aber anders ab, als ich geplant hatte. Er hatte plötzlich 2 Figuren für Turm und Bauer eingetauscht. Bernds Figuren standen irgendwie verschachtelt, aber er konnte das Knäuel lösen und fortan langsam die Initiative übernehmen. In der späteren Analyse stellte sich dann heraus, dass mein Plan bei beidseitigem besten Spiel wohl zum Remis geführt hätte. An Brett 4 wickelt Stefan auch anders ab, als die Kiebitze erwartet hätten, allerdings kostete ihn das einen Bauern. Sah trotzdem nicht verloren aus. Nico hatte Eitel ziemlich überrollt, bis er plötzlich seinen wichtigen Freibauern für einen unklaren Angriff opferte. Eitel verteidigte sich allerdings zäh und zwang Nico zum Rückzug. Das sah plötzlich recht gut aus. Jörgs Stellung war dagegen eine Katastrophe. Dann tauschte er noch die Türme, behielt einen schwachen Läufer gegen einen starken beweglichen Springer nebst einem Doppelbauern und stand in höherem Sinn platt. Dagegen hatte sich Herbert seinen Gegner richtig zur Brust genommen. Dieser opferte eine Figur für 2 Bauern, ohne Angriff zu bekommen. Herbert musste dies Partie klar für sich entscheiden! Auch Michael begann sein Spiel gegen Roberts König zu richten.

Leider brach es dann über uns herein. Jörg verlor einen Bauern und behielt seinen schlechte Stellung. Punkt für Barsbüttel. Dann hatte Eitel eine klare Gewinnstellung auf dem Brett, konnte unter Läuferopfer in der Diagonalen h8-a1 Nicos Stellung zerpflücken und locker Material einsammeln. Statt dessen machte er einen unglaublich schlechten Königszug, der nun seinerseits seinem Gegner auf der Diagonalen h1-a8 die absolut gleiche Chance einräumte. Nico sah das Opfer dann und Eitel musste wenige Züge später aufgeben. Stefan hatte aus einem Doppelturmendspiel mit einem Minusbauern ein solches mit 2 und dann mit 3 Minusbauern gezaubert, bevor er aufgab. Nachdem Peter gegen Mathieu nicht über ein Remis hinauskam, stand es also 4:1 für Barsbüttel. Johannes wich einer möglichen Zugwiederholung aus, wechselte dann aber endgültig auf die Verliererstraße. Herbert hatte nebenbei seine klare Gewinnstellung verspielt. In der Schlussstellung stand er dann zwar wieder besser, aber „meine Frau wartet mit dem Essen“, was Barsbüttel den nächste halben Punkt einbrachte. Michael brachte dann Robert zur Strecke, wenngleich er zwischendurch einzügig die Qualle einstellte. 2,5:5,5 sind ein gar schreckliches Ende einer ansonsten gut verlaufenen Saison. Barsbüttel hatte bis dato sicher unter Wert abgeschnitten. Trotzdem hätten es am Ende gut 2 Punkte mehr für uns werden können --- mindestens.



Verbandsliga-Ost: 8. Runde am 26.4.2009 gegen Lauenburg

Lockerer Sonntag

Vor der Saison hätte man nicht viel darauf verwettet, dass am vorletzten Spieltag in Lauenburg zwei Mannschaften aufeinandertreffen würden, die sich bereits im Niemandsland der Liga aufhalten. Für uns lief es bislang schon recht gut, dagegen haben die Lauenburger regelrecht überrascht. Als Aufsteiger wird man von allen schon einmal als potentielles Opfer ausgeguckt. Aber die Lauenburger haben sich nicht nur nicht ergeben, sondern munter an der Tabellenspitze mitgemischt. Zuletzt gab es dann die eine und die andere Niederlage; dabei war das Team nicht zu unterschätzen. Alle Mannschaftsteile konnten überzeugen. Trotzdem war ich vor der Runde überzeugt, auch aus Lauenburg 2 Mannschaftspunkte mitnehmen zu können.

Nach einer Stunde Spielzeit war noch nicht viel passiert. Axel Jacobi stand gegen Walter Rost leicht schlechter, aber bei bereits reduziertem Leichtfigurenmaterial warf der Leuchtturm des Remishafens seinen dicken Schatten voraus. Johannes Katzer schien die Eröffnung besser zu beherrschen, als Rico Huhnstock und auch meine Stellung gegen Michael Wiechmann mit frühem Damentausch bot mir viele Chancen, während bei Peter Buchmann gegen Heinrich Schröder für Peter kein echter Hebel zu sehen war. Michael Kottke spielte gegen seinen Namensvetter Michael Reicke eine schwerblütiger Eröffnung und Jörg Althaus hatte gegen Stefan Michels bereits einen Doppelbauern auf der f-Linie für das Läuferpaar und Aktivitäten auf dem Damenflügel eingetauscht. Eitel Jandt stand gegen Uwe Nilius gedrückt. Im Grunde keine gute Ausgangslage für ihn, auch wenn nicht zu sehen war, wie sein Gegner in Eitels Stellung einbrechen sollte.

Nach 2 Stunden hatte Axel das Remis erzielt. Die Stellung war absolut nichtssagend. Ich hatte gegen Michael schon deutliche Vorteile, während Peter weiterhin ohne echte Initiative war. Die lag deutlich bei seinem Kontrahenten. Johannes hatte wieder einmal Material ins Geschäft gesteckt, um mit einem starken Läuferpaar und einem Bauern für Unruhe zu sorgen. Stefan konnte im Zentrum seine Stellung gegen Matthias Groth mehr und mehr ausbauen und Uwe Nilius hatte gegen Eitel eine Figur für 2-3 Bauern ins Geschäft gesteckt. Allerdings war es Eitel, der danach Spiel bekam. Mit Dame und 2 Springern gegen den weißen König. Jörg hatte seinen Gegner am Damenflügel überspielt und hatte bei einem Mehrbauern deutlichen Raumvorteil. Die beiden Michaels standen ausgeglichen.

Dann folgte der Doppelschlag. Die Führung erzielte Eitel. Kurz danach der Sieg von Stefan, der lange den Bauernvorstoß nach e4 vorbereitet hatte und als der Zug endlich durchgesetzt werden konnte, die Partie schnell zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Beim Stand von 2,5:1,5 erhielt Peter ein Remisangebot, das er weder aus mannschaftstaktischen Gründen, noch nach dem Stellungsbild ablehnen konnte. Es war eindeutig sein Gegner, der auf Gewinn hätte spielen können. Den Punkt zum 4:1 steuerte ich dann selber bei. Kurz vor der Zeitkontrolle hatte ich einen Mehrbauern bis auf die Grundreihe vorspielen können. Michael Kottke verlor dann zwar seine Partie, aber Jörg stellte mit einem Remisangebot, das der Gegner annahm, den Sieg sicher. Nachdem er vorher klar auf Gewinn, dann sehr gefährdet gestanden hatte, sah Jörg den 2-zügigen Gewinn nicht. Johannes hatte mittlerweile die Qualität zurück erhalten, musste gegen Rico aber bis zum Abtausch aller Figuren spielen, um das Remis zu bekommen. Das 5:3 hätte höher ausfallen können. Es ist in dieser Saison unser Standartergebnis und beschweren will ich mich darüber nicht.



Verbandsliga-Ost: 7. Runde am 29.03.2009 gegen die Segeberger SF

Sicherer Sieg über Segeberg

In den letzten Jahren haben wir uns gegen die Segeberger regelmäßig Niederlagen eingehandelt. In diesem Jahr war ich dagegen recht guter Dinge. Unser guter Tabellenplatz wirkte da sicher mit. Allerdings begann der Spieltag wieder mit etwas Aufregung. Wie eigentlich immer war ich etwas spät am Treffpunkt. Ich hatte Axel Jacobi vom Bahnhof abgeholt und wir beide waren dann die Einzigen, die am Treffpunkt waren! Die bereits anwesenden Spieler der zweiten Mannschaft berichteten, dass Johannes Katzer vor wenigen Minuten wieder nach Hause gegangen sei. Er ist dann alleine nach Bad Segeberg aufgebrochen. Meine Versuche, die noch fehlenden Spieler telefonisch zu erreichen, schlugen fehl und ich musste befürchten, dass die anderen der Zeitumstellung „zum Oper“ gefallen waren. In Bad Segeberg angekommen, waren die anderen dann aber schon da. Sie waren schlicht alleine angereist. Die Heimmannschaft hatte die Uhren noch nicht angestellt, was ich dankbar zur Kenntnis genommen habe.

Die Chancen waren gleich verteilt. Beide Teams spielten mit Ersatz. Die Segeberger setzen wie gewohnt ihre starken Jugendspieler ein. Schon nach einer Stunde sah es ganz gut für uns aus. Meine Stellung gegen Thomas Werner sah von Haus aus gut aus. Spielte er doch den Hippopotamus. Jan Philipp Arps hatte gegen Peter Buchmann früh in der Eröffnung einen Bauern geopfert. Den Nachweis, dass das Opfer korrekt war, blieb er allerdings schuldig. Johannes Katzer spielte gegen Joschka Marx eine ihm wohl bekannte Eröffnung und hatte Stellungsvorteile, die sich auch Axel Jakobi gegen Steffen Wrage erspielt hatte. Bei Stefan Kosanke gegen Bernd Roggon und Manfred Haß gegen Eitel Jandt war noch nicht viel los. Dagegen standen Jörg Althaus gegen Mirko Neitzel und Hans-Jürgen Neu gegen Siegbert Westphal-Stubbe leicht besser. Nach 2 Stunden war das Bild unverändert, dann senkte sich die Waage endgültig zu unseren Gunsten. Johannes hatte gegen Joschka zum Mattangriff angesetzt, den dieser nur unzureichend abwehrte. 1-0 und Thomas bot mir Remis an. Meine Stellung war einen Tick besser, aber Peter stand gegen Jan-Philipp deutlich besser, der Mehrbauer war gesichert. Axel hatte gegen Steffen einen deutlichen Stellungsvorteil, so wie Stefan gegen Bernd. Eitel stand gegen Manfred passiv, aber recht sicher. Jörg hatte gegen Mirko eine klare Gewinnstellung, so wie auch Hans-Jürgen gegen Siegbert, also nahm ich Thomas Angebot an. Während wir im Nebenraum analysierten, hatte Stefan das Endspiel gegen Bernd gewonnen und Eitel hatte sein Remis gesichert: 3-1. Peters Stellung eines Doppelturmendspiels war deutlich besser für ihn. Bei Doppeltürmen scheue ich immer, eine Stellung als gewonnen einzuschätzen, auch bei einem Mehrbauern. Axel hatte dagegen seine gute Stellung mit 2 schlechten Zügen verdorben und stand "sau schlecht". Auch Jörg stand plötzlich klar auf Verlust! Dagegen war Hans-Jürgens Stellung glatt gewonnen.

Hans-Jürgen und Peter stellten meine Nerven dann hart auf die Probe. Peter grübelte und grübelte sich mehr und mehr in Zeitnot. Hans-Jürgen gab seinem Gegner plötzlich Gegenchancen, die dieser aber leichtfertig ausschlug. Danach zog er super schnell und ziemlich gelangweilt. Er machte alles richtig und sicherte dann den vierten Punkt. Nur bei dem Tempo, das Hans-Jürgen einschlug, hatte ich lange einen Fehlzug befürchtet. Zudem muss ich überlegen, wie ich es ihm klarmache, dass man bis zum letzten Zug mitschreiben muss, auch wenn die Sache lange gelaufen ist. Axel hatte sich in ein Turmendspiel mit Minusbauer gerettet, der ein Doppelbauer war. Leider spielte er die Stellung zu offensiv und musste nach langer Gegenwehr die erste Saisonniederlage konstatieren.

Dann hatte Peter ein Einsehen mit mir, zog etwas schneller und machte allen Umstehenden klar, dass er wusste, was er tat: 5-2 und kurz danach die Niederlage von Jörg zum 5-3 Endstand.

Bezirksklasse Süd: 7. Runde am 29.03.2009 gegen Inselspringer Ratzeburg

Die zweite Mannschaft hat ihre Saison beendet. Gegen eine Ratzeburger Mannschaft, die sehr stark aufgestellt war, gab es eine deutliche 2,5:5,5 – Niederlage. Zu Beginn der Saison sah es noch nach einem Zweikampf zwischen Oldesloe und Ratzeburg um Platz 3 der Tabelle aus, dann machte sich aber Verschleißerscheinungen im Oldesloer Team breit. Erfreulich, dass die Jugendspieler wieder nicht verloren haben. Das lässt auf die nächste Saison hoffen, in wir hoffentlich weitere neue Gesichter im Team sehen werden. In der Spitze ist die Mannschaft gut aufgestellt, aber es fehlt ein starker Übergang zum Mittelfeld.



Pokalspiel am 14.03.2009 - die erste Runde gegen KSG/Meerbauer

SV „Pokal“ Bad Oldesloe

Schon einmal konnten wir beweisen, dass unsere Mannschaft im Pokal eine Macht ist. 2006 haben wir an diesem Pokalwettbewerb teilgenommen und in der ersten Runde gegen LSV I ein 2:2 erreichen können. Aufgrund der besseren Berliner Wertung konnten wir ins Halbfinale einziehen und durch einen Sieg über den SC Elmshorn sogar das Finale erreichen. Für die Nichteingeweihten: Für einen Sieg an Brett 1 bekommt die Mannschaft 4 Punkte, an Brett 2 3 Punkte usw. Bei Punktgleichheit zählt diese Wertung und Johannes Katzer hatte gegen Lübeck an Brett 2 gewonnen, während Peter Buchmann an Brett 3 verloren hatte. In den letzten beiden Jahren passte es terminlich für uns dann nicht mehr.

2009 also die zweite Teilnahme. Wenige Tage zuvor musste unsere zweite Mannschaft wegen 2er Erkrankungen passen, sonst wären 8 Teams in Kiel an den Start gegangen. Traditionell ist die Beteiligung sehr schlecht und 7 Mannschaften sind Schnitt. Dabei hat man auch hier die Gelegenheit, gegen andere Nasen anzutreten und sich mit Leuten zu messen, gegen die man sonst eher nicht spielt.

Die Auslosung brachte es mit sich, dass wir in Runde 1 gegen KSG/Meerbauer anzutreten hatten. Gegen die Kieler, die damals noch Meerbauer Kiel hießen, hatten wir 2006 das Endspiel 1:3 verloren. Damals waren sie aber ein ganze Ecke stärker besetzt. Gleichwohl war der Oberligist gegen uns hoher Favorit.

Gespielt wurde mit der neuen FIDE-Bedenkzeitregelung: 40 Züge in 90 Minuten und 30 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich gibt es eine Zeitgutschrift von 30 Sekunden pro Zug. Das ist nur anfänglich etwas ungewohnt.

Schon bald sah es recht gut für uns aus, denn Axel Jakobi hatte gegen seinej Gegner, dessen Name ich leider nicht notiert habe, in einer Theorievariante eine Qualität gewonnen, allerdings gegen 2 Bauern und eine optisch unsichere Königsstellung, aber er kannte sich erheblich besser aus, als sein Gegner. Dann hatte Johannes Katzer gegen Jürgen Kropp einen Einfall, opferte einen Bauern und startete einen Mattangriff, den ich nicht durchrechnen konnte. Peter Buchmann stand gegen Michael Hoffmann gedrückt, aber nicht wirklich schlecht und meine Stellung gegen Arne Jochens war ausgeglichen.

Dann stand es 1:1. Johannes hatte sein Material zurückbekommen, aber eine Abseits stehende Dame. Nach einem Bauernvorstoß zum Sprengen des weißen Zentrums hatte seine Dame keinen Rückzug mehr und ging verloren. Dagegen konnte Axel seine Partie sicher nach Hause bringen. Also mussten entweder Peter oder ich gewinnen, denn ein 2:2 hätte für unseren Gegner zum Weiterkommen gereicht.

Auf Peters Brett war eine ganze Menge los, aber es stand optisch leicht besser für seinen Gegner. Ich hatte durch eine Unachtsamkeit einen Bauern verloren, dafür aber dynamisches Gegenspiel erreichen können. In einer Stellung, in der Arne Zugwiederholung hätte herstellen können, bot ich Remis an, was er allerdings ablehnte. Sein Mehrbauer hatte jedoch keinen vollen Wert und das wollte er offenbar nicht einsehen. Als Peter ein Remis erreicht hatte, hatte ich den Bauern zurückbekommen und war drauf und dran, in einem Turmendspiel ein Freibauernpaar zu erarbeiten. Dass wollte Arne nicht zulassen und gab einen Bauern dafür und für eine aktive Königsstellung noch einen zweiten Bauern. Das war dann des Guten zu viel. Das Turmendspiel konnte ich dann sicher nach Hause bringen und wir hatten 2,5:1,5 gewonnen! Meine Partie war die letzte Partie dieser Veranstaltung. Ging sie doch über satte 72 Züge.

Da meine Stellung und mein Gegner nicht viel Ablenkung erlaubten, habe ich vom Rest dieses Spieltages nicht viel mitbekommen. Holtenau bekam das Freilos, Norderstedt fegte eine schwach besetzte Elmshorner Jugendmannschaft 4:0 von den Brettern und eine Oberliga-Reserve des LSV setzte sich mit 2,5:1,5 gegen Doppelbauer Kiel durch. Im Halbfinale müssen wir jetzt nach Norderstedt reisen, während der LSV Holtenau empfängt.




Verbandsliga am 01.03.2009 - die sechste Runde gegen Eutin

Glückwunsch nach Bad Schwartau
Oder auch: Asche auf unser Haupt.

Vor diesem Spieltag hatten wir noch eine theoretische Aufstiegschance. Dazu hätten wir allerdings alle noch ausstehenden Kämpfe gewinnen und Bad Schwartau hätte zumindest einen Kampf verlieren müssen. Um zu gewinnen, sollten dann schon alle 8 Spieler an Deck sein. Für unser etatmäßiges Brett 6 – Jörg Althaus – musste wieder einmal Herbert Romahn ran. Herbert hat in dieser Saison nur eine Partie verloren, aber bislang keinen vollen Punkt beigetragen. Als ich die Eutiner vor unserem Spiellokal sah, war ich trotzdem guter Dinge, denn da tauchte einiger Ersatz auf.

Nach einer Stunde stand es 1:1. Völlig überraschend war Johannes Katzer nicht zum Spiel erschienen und erreichen konnten wir ihn dann auch nicht mehr. Markus Heiden sammelte damit am ungewohnten Brett 3 einen vollen Punk ein. Eutin tat es uns gleich, denn Eitel Jandt wartete vergebens auf Peter Schulz. Dieser Ausgleich tat uns mehr weh, als den Eutinern, denn an diesen beiden Brettern hatte ich mehr als einen Punkt für uns erwartet.

Nach 2 Stunden war das Bild unverändert. Allerdings beschlich mich eine unangenehme Ahnung. Meine Stellung gegen Andreas Jansen war ok. Ich hatte die Initiative, aber noch keinen guten Plan. Peter Buchmann hatte sich gegen Volker Gülke in eine schlechtere Stellung manövriert. Axel Jacobi stand gegen Frank Schmidt ausgeglichen, während Stefan Kosanke gegen Olaf Töpper einen Mehrbauern aufweisen konnte. Nur seine Figuren standen ineffizient. Das taten die Figuren von Wolf Krumholz gegen Rolf Bergau auch, nur dass er nicht einmal einen Bauern für seine miese Stellung hatte. Herbert Romahn konnte sich dagegen gegen Thomas Hartwig gut aus der Eröffnung rauswuschteln und hatte Angriff.

Dann brachen wir völlig ein. Axel und sein Gegner hatten noch nicht viele Züge gemacht und wollten bei schwindender Bedenkzeit den sicheren halben Punkt. Dann musste Wolf die Segel streichen und Stefan hatte die Qualität eingebüßt. Trotz dieser misslichen Lage musste Peter Gülkes Remisangebot annehmen. In dieser Situation meinte ich etwas forcieren zu müssen, aber das sah nur optisch gut aus. Ich merkte, wie mir die Zeit und die Stellung durch die Finger glitt. Da ließ Herbert einen sagenhaft einfachen Partiegewinn aus. Am Ende konnte er mit seiner Mehrqualität (statt eines ganzen Mehrturmes) nichts ausrichten und musste mit einem Remis zufrieden sein.

In für mich hoher Zeitnot fügte auch ich mich in das Remisschicksal. Immerhin stimmte Fritz mir zu. Mein König stand etwas "bescheiden" und konnte meinen weit vorgerückten Freibauern nicht stützen. Damit war alles gelaufen. Stefan hätte allenfalls noch ein Remis klammern können, aber sein Gegner fand die Einbruchsfelder und stellte den Sieg sicher.

Dieser Kampf zeigte uns einmal mehr, dass Teams wie Eutin mehr Substanz haben als wir – selbst wenn sie mit Ersatz antreten müssen. Ein Aufstieg wäre daher ohnehin eine Einjahres-Veranstaltung. Bad Schwartau hat dagegen den Vorsprung ausgebaut und kann schon einmal für die Landesliga planen. Selbst wenn Eutin den direkten Vergleich gegen Bad Schwartau gewinnen sollte, müsste Bad Schwartau noch einmal stolpern.

Bezirksklasse Süd am 01.03.2009 - die sechste Runde gegen Bargteheide

Unsere zweite Mannschaft musste auch gegen Bargteheide II die erwartete deutliche Niederlage einstecken. Nur war die Aufstellung der Bargteheider nicht so üppig, als dass man eine deutliche DWZ-Überlegenheit als Begründung heranziehen könnte. Viggo Westerlin erwies sich einmal mehr als Kämpfer und Jacob Warter konnte seinen Abwärtstrend stoppen. Nach seinem sagenhaft gute Abschneiden in Travemünde gab es eine Niederlage nach der Nächsten, so dass sein Remis positiv zu bewerten ist. Gegen Inselspringer in der Schlussrunde sollte die Mannschaft noch einmal kräftig zupacken.



Verbandsliga am 01.02.2009 - die fünfte Runde gegen LSV V

Habe ich schon einmal gesagt, dass ich „Shortcuts“ hasse? Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Mouse-Typ bin und gestern Abend ist meine Abneigung wieder einmal bestätigt worden. Nach Fertigstellung des Berichts zur ersten Mannschaft hatte ich noch einige wenige Worte zur zweiten Mannschaft schreiben wollen. Schnelles Tippen mit dicken Fingern und schwups --- weg war alles Geschriebene. Da hatte ich dann keine Lust mehr, alles sofort noch einmal zu tippen. Und bevor mich jemand fragt: Ja, ich weiß, dass man Texte zwischenspeichern kann und nein, mein Laptop ist nicht demoliert…

Nach unserem klaren Sieg über LSV IV wäre alles andere, als ein noch deutlicherer Sieg über LSV V eine Überraschung gewesen. Mit solch einem Gefühl kann sich schon einmal eine Ungenauigkeit einschleichen und so geschah es dann auch.

Der Tag begann typisch: Der Mannschaftsführer (also ich) hatte betont, dass wir um 9:30 Uhr losfahren sollten. Am Treffpunkt vor unserem Spiellokal waren dann auch alle da, nur ich kam erst gegen 9:40 Uhr angebraust, um dann festzustellen, dass ich Material für die zweite Mannschaft vergessen hatte. Also noch Mal zurück und wieder hin. Material übergeben und los. Ein Auto mit 4 People war schon unterwegs und Axel Jakobi wohnt ja in Lübeck. Gegen 10:15 Uhr trafen dann auch Peter Buchmann, Johannes Katzer und ich in Lübeck ein. Die Uhren liefen natürlich schon, aber man spielte bekannte Eröffnungen und wir holten die Zeit flott ein. LSV V spielte ohne die Spitzen Weber/Thannheiser und so hatte ich es mit meinem „Angstgegner“ Heiko Rickert zu tun. Er gehört zu den DWZ-schwächsten Spielern an Brett 1, weigert sich aber standhaft, alleine deshalb die Partien aufzugeben und schon in Travemünde hatte ich demonstriert, welche Probleme ich mit Spielern dieser Kategorie habe.

Nach dem ersten Zwischeneindruck gegen 12:00 Uhr sah es gut für uns aus. An Brett 8 saßen sich mit Herbert Romahn und Prof. Holger Kirchner geschätzte 170 Jahre an Lebenserfahrung gegenüber. Der Ältere (Herbert, er wird im März 88 Jahre alt!!) stand klar besser. Gleiches galt an Brett 7. Jörg Althaus hatte es mit Alexander Ananjew zu tun, der 2 Wochen zuvor im Jugendmannschaftspokal noch gegen unseren Nachwuchsspieler Jacob Warter gewinnen konnte (laut „Fritz“ mit reichlich Glück). Jörg hatte sich aber bereits eine Angriffsststellung aufgebaut. An Brett 6 spielte Eitel Jandt gegen Michael Hovan und damit als einziger unserer Riege gegen einen DWZ-stärkeren Gegner. Eitel stand sicher und begann langsam die Initiative zu übernehmen. An Brett 5 hatte Stefan Kosanke bereits einen Mehrbauern und die offene C-Linie. Sein Gegner Matthias Soppert versuchte über die H-Linie anzugreifen, aber das sah wenig erfolgversprechend aus. An Brett 4 hatte Axel Jakobi ein Bäuerlein durch die feindlichen Linien geschleust. Der stach nicht nur wie eine Nadel in die Stellung von Samual Oltzen, sondern er diente Axels agilem Springer zusätzlich als willkommener Ausgangspunkt für gefährliche Unternehmungen. An Brett 3 hatte Johannes Katzer gegen Michael Weiss nach einem frühen Damentausch ein leichtes positionelles Übergewicht. Dagegen war die Stellung von Peter Buchmann nicht so klar. Sein Raumvorteil am Königsflügel wurde durch einen gedrückten Damenflügel kompensiert und Frank-Michael Wirries streute fleißig Salz in diese Wunde. Und an Brett 1? Tja, da lief es wie in Travemünde. Ein ungenauer Eröffnungszug ermöglichte meinem Gegner den schnellen Ausgleich. Danach tobte eine Stellungsschlacht mit Doppeltürmen und vielen Bauern. Das war ziemlich anstrengend, so dass ich die ersten Ergebnismeldungen mehr nebenbei registrierte.

Jörg hatte Ananjews König erlegt und Axels Springer war bei seinem Gehoppel fleißig gewesen und hatte eine ganze Figur und damit den Punkt eingesammelt. Eitel konnte einen Scheinangriff von Hovan parieren und im Gegenzug erst einen und dann noch einen Bauern einsammeln, alles abtauschen und die Gratulationen entgegen nehmen.

Das war schon recht beruhigend, denn ich hatte bei meinen Versuchen gegen Heiko Rickert meine Stellung immer weiter verschlechtert. Nach meiner Heimanalyse hatte Rickert tatsächlich x-Züge lang den von Fritz 11 vorgeschlagenen Weg eingeschlagen und Zug um Zug umgesetzt. Er hatte keinen Hut auf, keine Brille im Gesicht und seine Taschen sahen auch nicht ausgebeult aus. Aber er sah alles und lehnte dann sogar eine Remisofferte meinerseits ab. Das war dann doch des Guten zu viel und bei meinem Gegenspiel verließ ihn das Selbstvertrauen wieder. Am Ende hatten wir ein elementares Bauernendspiel mit einem Mehrbauen für mich, den ich auch sicher zum Patt-setzen nutze. Bereits vorher hatte Johannes den Gewinnzug in seinem Bauernendspiel verpasst. Beide tanzten um einen Bauern herum, konnten aber nicht weiter aktiv werden, ergo auch Remis. Das tat uns dann Herbert nach. Er hatte einmal (lang lang ist’s her) mit Läufer und Dame die Diagonale a8-h1 im Besitz. Lh1 und das Matt auf g2 war nur durch das Bauernopfer f3 zu decken, aber Herbert tauschte ab?!? Danach gab es Schwerfiguren, verstopfte Linien und ungleichfarbige Läufer. Prof. Kirchner hatte schon im Vorjahr seinen einzigen halben Punkt gegen uns geholt. Warum sollte Herbert das ändern?

Damit hatten wir schon gewonnen und Stefan steuerte noch einen vollen Zähler bei. Auf der H-Linie, die eigentlich seinem Gegner dienen sollte, sammelte er eine ganze Figur ein und schob sich mit Macht in die schwarze Stellung. An Brett 2 hatte Peter gegen Wirries die Qualle geben müssen, dann aber super fortgesetzt. Ein Gewinnweg war nicht zu sehen, denn das Endspiel Doppeltürme gegen Turm, Springer und Läufer war durch ungleichfarbige Läufer und kleine Bauernschwächen bei Weiß geprägt. Dann brachte Peter sogar einen seiner Bauern auf die vorletzte Reihe und lehnte ein Remisangebot ab. Das war aber sicher unberechtigt. Denn ein Sieg wäre nur bei einem groben Patzer seines Gegners drin gewesen. Am Ende stand Peter eher schlechter, einigte sich mit Wirries aber auf Remis. Am Ende hat insbesondere das Spätkommer-Auto keinen Sieg geholt und ich werde künftig pünktlicher sein!

Bezirksklasse Süd am 01.02.2009 - die fünfte Runde gegen Geesthacht

Bad Oldesloe II hatte gegen den Ligafavoriten Geesthacht nicht den Hauch einer Chance. Wir hatten mit Wolf Krumbholz noch einen Spieler der ersten Mannschaft abgestellt, aber Geesthacht spielt mit einer Verbandsliga-tauglichen Truppe, so dass es fast ein Erfolg ist, nicht mit 0:8 untergegangen zu sein. Ein besonderes Highlight gelang unserem „Stehaufmännchen“ Viggo Westerlin. In einem Turmendspiel mit 4 Minusbauern ließ sich Viggos König auf a8 durch einen Bauen auf a7 und einen Turm auf f7 einmauern. Danach konnte Viggo mit seinem Turm Dauerschach geben, denn der Turm war wegen Patt tabu.



Verbandsliga am 18.01.2009 - die vierte Runde gegen LSV IV

Sicherer Sieg über LSV IV

Vor dem Mannschaftskampf hatte ich ein leichtes Bauchgrummeln. Im Vorjahr sind wir von unserem Gegner relativ deutlich „erlegt“ worden. Zudem haben Peter Buchmann und ich in Travemünde und zuletzt in unserem eigenen Stadtpokal kein berauschendes Schach gespielt. Und zusätzlich mussten wir an den letzten beiden Brettern erneut auf die Stammspieler verzichten. Allerdings: Wenn ich meine letzte Berichte so lese, dann habe ich dieses ungute Gefühl regelmäßig. Vielleicht ist mir noch nicht deutlich genug geworden, wie leistungsstark unsere Truppe mittlerweile ist und wie widerstandsfähig insbesondere unsere Ersatzleute geworden sind. Die Aufstellung unseres Gegners war jedoch wenig geeignet, mich zuversichtlicher zu stimmen. In Lübeck waren bis auf eine Ausnahme alle an Deck.

Schon nach einer Stunde hatte sich einiges getan. An Brett 8 hatte Hans-Jürgen Neu gegen Oliver Meins irgendwo einen Bauern eingebüßt. Johannes Katzer hatte dagegen gegen Mikhail Schneider mit Schwarz die Initiativer ergriffen und Idriz Blaka versuchte gegen Peter Buchmann mit einer ungewöhnlichen Caro-Kann-Behandlung es ihm gleich zu tun, hatte aber erste positionelle Schwächen. An den übrigen Brettern war alles im Gleichgewicht.

Nach 2 Stunden hatte ich selbst den Ausgleich herstellen können und begann gegen Joachim Berger langsam den aktiven Part zu übernehmen. Peter hatte gegen Blaka seine kleinen Vorteile stetig ausgebaut und Johannes hatte - allerdings auf Kosten eine Stellungsschwäche am Damenflügel - klar die Initiative, zumal Schneiders Figuren unharmonisch wirkten. Axel Jakobi begann mit einer Bauernformation von a4, b4, c4, d4, e3 auf Hartmut Gabor loszustürzen. Auch Eitel Jandt stand gegen Wolfgang Schwerdtfeger prächtig und Hans-Jürgen hatte gegen Meins trotz Minusbauer ein schneller Remis erzielt. Stefan Kosanke hielt die Stellung gegen Matthias Fenski im Gleichgewicht. Nur Herbert Romahn stand gegen Stefan Gosch aus meiner Sicht bedenklich, weil ich seinen Plan und die Stellungs - Perspektive nicht erkennen konnte.

Unsere allgemein gute Lage wurde nach 3 Stunden, bzw. im Verlauf der 4. Stunde immer besser. Ich hatte einen Bauern gewonnen und die bessere Stellung, Peter hatte Blaka an die Wand genagelt, bei Johannes hatte sich dessen Vorteil etwas verflüchtigt, Axel hatte Gabor ebenfalls einen Bauern abgenommen, Stefan geriet leicht unter Druck, Eitel hatte sich Schwerdtfeger zurechtgestellt und Herbert hielt immer noch alles zusammen.

Dann hatte Blaka seinen Versuch, Peter in einem Endspiel mit Minusbauern noch anzusch... eingestellt. Berger machte seinen 40. Zug in der buchstäblich letzten Sekunde, um dann nach meiner Erwiderung aufzugeben. 3 Minusbauern waren ihm zu happig. Auch Axel konnte kurz darauf Vollzug melden. Er hatte auch seine Bauern h-f ins Spiel gebracht und mit ihnen Gabors Dame eingefangen. 3,5 : 0,5 und Eitel stand deutlich besser, übersah allerdings einen sofortigen Figurengewinn. Johannes hatte da auch noch alles im Griff, während Stefan für einen Minus-Bauern einen gefährlichen entfernten Freibauern aufweisen konnte. Herbert hatte da in einem Turmendspiel schon 2 Bauern weniger.

Allgemeines Aufatmen bei uns, als Eitel endlich die Gratulationen zum Sieg entgegen nehmen konnte. Nach Herberts Aufgabe stand es 4,5 : 1,5 für uns. Stefan hatte die Damen tauschen können und hegte m.E. unberechtigte Sieghoffnungen. Johannes hatte die Situation falsch eingeschätzt. Als er sich im sicheren Remishafen wähnte, lehnte Schneider eine entsprechende Offerte ab und zeigte dann, dass die Position wirklich gewonnen war. Letztlich forcierte Stefans Gegner das Remis und wir konnten alle nach Hause.

Bezirksklasse Süd am 18.01.2009 - die vierte Runde gegen Kaltenkirchen II

Der personelle Engpass in der ersten Mannschaft schlug auch auf die zweite Mannschaft durch. Nachdem zusätzlich auch dort gleich 4 weitere Spieler passen mussten, haben wir erstmals 3 Jugendliche eingesetzt. Das war ziemlich aufregend für die Jungs. Trotzdem hatte ich insgeheim auf 1,5 Punkte von ihnen gehofft. Richard hat sich an Brett 7 seinen Frust vom Vortag von der Seele gespielt und einen um fast 600 DWZ-Punkte besseren Gegner bezwungen. Fabian und Marvin haben ihren Einstand leider mit Niederlagen begonnen. Auch ihnen saßen überlegene Gegner gegenüber. Gleiches galt für die Mittelbretter. Manfred Tilp und Siegbert Marsoner mussten ungewohnt weit vorne spielen und waren chancenlos, wenngleich Siegbert sich mehr als 3 Stunden der Niederlage entgegen stemmte. Er hat erst vor 2 Jahren mit dem Eintritt in das Rentenalter mit dem Schach begonnen. 0,5/3 an den ersten Brettern hatte ich allerdings nicht erwartet. Michael Kottke schätzte seine Stellung als sehr gut bis gewonnen ein, bis er 3 Katastrophenzüge in Folge fand. Das zweite Spiel gegen einen Tabellenletzten und die 2. Niederlage. Das kann eigentlich nur besser werden.



Verbandsliga am 30.11.2008 - die dritte Runde gegen Mölln

Verbandsliga-Zugehörigkeit gesichert

Der dritte Spieltag bescherte uns die Mannschaft der SpVg Mölln. Die Möllner zeigten sich uns in den letzten beiden Jahren als generöse Gegner. Wir zogen daher frohen Mutes zu Till Eulenspiegel, kamen aber verspätet an. Wenn es tatsächlich irgendwann die völlig abstruse Neuregelung geben sollte, nach der man schon kampflos verloren hat, wenn man 15 Minuten verspätet eintrudelt, werden wir (oder ich persönlich) Probleme bekommen.

Der Saal war voll, denn parallel zu unserem Kampf kreuzten noch Möllln II und TuRa Harksheide II die Klingen. Unsere Mannschaft war leicht ersatzgeschwächt, wenngleich wir mit Herbert Romahn und Michael Kottke an den Brettern 7 und 8 kein Fallobst an Bord hatten. Die Möllner waren in Bestbesetzung an Deck. Insgeheim hatte ich die Möllner Geheimwaffe Gunnar Burmester an Brett 8 erwartet und befürchtet. Aber Mölln setzte konsequent auf seine junge Garde.

Der Kampf begann etwas nichtssagend. Auffallend die vielen Caro-Kann-Stellungen, die die Möllner auf die Bretter zauberten. Viele, aber nicht alle, denn ausgerechnet Klaus-Dieter Kühl, mit dem ich es zu tun hatte, zog es vor, eine seltene Variante im Italiener zu spielen. Viele Stunden Eröffnungsanalysen umsonst, denn von meinem Gegner habe ich bislang nichts anderes als 1. … c6 auf 1. e4 gesehen. Meine Behandlung seiner Variante war im Grunde anspruchslos, aber Kühl stellte sich zu sorglos auf und nach 13 Zügen hatte ich einen glatten Bauern mehr und eine überlegenen Stellung. Die Abwicklung in einer mir unbekannten Eröffnung und die nächsten Züge forderten aber meine volle Aufmerksamkeit, so dass ich kaum dazu kam, die Stellungen meiner Mannschaftskameraden zu begutachten. Nach rund zwei Stunden Spielzeit standen wir gut. Meine Stellung schätzte ich als glatt gewonnen ein, Peter Buchmann stand gegen Jörg von Warburg etwas gedrückt, aber nicht gefährdet, Johannes Katzers Stellung gegen Mike Schlüter war etwas besser, so wie auch die Stellung von Eitel Jandt gegen Friedrich Fiedler. Axel Jakobis Stellung sah interessant aus. Sein Gegner Dragan Guzvic spielte gegen die Aljechinverteidigung einfallsreich, aber suboptimal. In die Stellung von Jörg Althaus gegen Manfred Luchs hatte ich wenig Vertrauen. Sie sah fest aus, aber passiv und die Vergangenheit hat gezeigt, dass Jörg da schon einmal daneben greift. Unsere Ersatzspieler Herbert Romahn gegen Heiko Daum und Michael Kottke gegen Sascha Morawe standen ordentlich.

Dann eröffnete sich mir die Gelegenheit, meine Dame gegen 2 Türme und einen weiteren Bauern einzutauschen. Ich habe erst ein wenig gezuckt, weil mein Gegner danach Angriffschancen bekam, habe mich aber dann doch auf die objektiv beste Abwicklung eingelassen – mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend. Die anschließende Verteidigung meiner Gewinnstellung kostete mich recht viel Zeit und die Partien meiner Mitspieler plätscherten an mir vorbei.

Als ich dann wieder auf die Bretter blicken konnte, hatte sich viel getan. Peter stand mit dem Rücken zur Wand. Er wankte, fiel aber nicht, sondern biss immer wieder gefährlich zu. Johannes hatte in eine vorteilhafte Endspielstellung einlenken können, während bei Eitel dessen Gegner zu einem Konter ausholte. Axel hatte dafür einen gesunden Mehrbauern. Jörgs Stellung war immer noch passiv, aber haltbar. Herbert hatte seine Initiative aus der Hand gegeben, sollte das Remis aber sichern können. Michael musste sich eines Angriffs seines jungen Gegenübers erwehren, tat dies aber geschickt und drohte mit einem gefährlichen Gegenangriff. Dann hatte Johannes sehenswert gewonnen. Mike’s König hatte sich verlaufen und wurde mit einem tollen Zwischenzug ins Jenseits befördert. Parallel hatte Eitel seine Stellung mit Doppeltürmen und einem Minusbauern zu unserem Entsetzen aufgegeben! Die Stellung war schwierig, aber sicher noch nicht aufgabereif. Ich selber hatte noch gar nicht mitbekommen, dass die beiden das Endspiel analysierten und mich zunächst gefreut, dass Eitel das Ding Remis halten konnte. Dabei war die Wurst bereits gegessen. Das Remis von Jörg sorgte dann für einen Aufatmer bei uns.

Dann nur wenige Minuten vor der Zeitkontrolle die Katastrophe: Im 39 Zug (mit noch über 10 Minuten auf der Uhr) stellte ich selbst ein glatten Turm ein! Die nächsten Züge waren nur noch Staffage. Meine Bauern fielen wie überreife Früchte. Und als ich schon an eine Mannschaftsniederlage dachte, sorgten meine Mitstreiter für die Wende. Axel hatte einen zweiten Mehrbauern erobert und brachte den Punkt sicher nach Hause. Auch Michaels Kontor saß messerscharf – 3,5 Punkte - und dann Peter. Schon fast totgeglaubt wuchtete er seine Schwerfiguren in von Warburgs Stellung und vollendete zum 4,5:1,5. Da konnte ich beruhigt aufgeben. Abschließend konnte Herbert sein Turmendspiel noch zu einem halben Brettpunkt halten. Ein gutes Gefühl, wenn die Mannschaftskameraden einen aus solch einem Tief heraufholen können! Unser Klassenerhalt dürfte damit gesichert sein.

Bezirksklasse-Süd am 30.11.2008 - die dritte Runde gegen Tangstedt

Die Ausfälle in der ersten Mannschaft sorgten bei unserer zweiten Garnitur für den Verlust aller 4 vorderen Bretter. Damit sah der Kampf gegen Tangstedt völlig offen aus. Die Tangstedter kamen als Tabellenletzter, hatten in den ersten beiden Runden aber die beiden Top-Mannschaften der Bezirklasse-Süd zum Gegner. Dem gegenüber hatte es Bad Oldesloe II mit den beiden vermutlich schwächsten Mannschaften der Liga zu tun gehabt. Auch der reine DWZ-Vergleich gab keinen deutlichen Aufschluss über die Favoritenrolle. Nur Brett 1 sprach deutlich für die Gäste. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Oldesloer spielten wie gehemmt und mussten eine deutliche Niederlage eingestehen.



Verbandsliga am 02.11.2008 - die zweite Runde gegen Bad Schwartau

Der Alltag hat uns wieder

Vor der Saison wurden wir von einigen Leutchen noch als Geheimfavorit für den Aufstieg gehandelt und nach dem deutlichen Sieg in Runde 1 über die Exlandesligisten aus Travemünde schien sich dieser Eindruck zu verstärken. Aber Bad Schwartau zeigte uns deutlich unsere Grenzen auf. Nicht nur die Höhe des Sieges (o.k. im Vorjahr haben sie uns noch mit 6,5:1,5 deklassiert), sondern auch unsere relative Chancenlosigkeit an den einzelnen Brettern war ernüchternd. Aber der Reihe nach:
Bad Schwartau trat erneut ohne die verkappten Spitzen Nevermann und Strizak an. Zudem fehlte auch Jettel. Allerdings konnte im Grunde nur Nachwuchsspieler Rene Radßat als Ersatzmann gelten. Andre Sterley spielt ansonsten in der zweiten Mannschaft, weil er als Oberligaschiedsrichter sonntags selten einsatzbereit ist. Seine Spielstärke reicht an den hinteren Brettern der Verbandsliga allemal, um dem Mannschaftsführer die Sorgenfalten aus dem Gesicht zu bügeln.

Nach der Eröffnungsphase waren es allerdings Wolf Krumbholz gegen Radßat und Johannes Katzer gegen Stefan Patzer, die etwas anrüchig standen. An den anderen Brettern ging es ziemlich theoretisch zu, was meinen Gegner Friedrich Müller nicht davon abhielt, für seinen 12. Zug rund 60 Minute ins Geschäft zu stecken. Zugegeben, meine Behandlung eines offenen Spaniers mit Quallenopfer etc. ist nicht alltäglich, aber wenn man trotz Nachdenkens in der Defensive ist, können diese Minuten irgendwann weh tun. Dann das erste Kuriosum: Wolf kam zu mir und fragte, ob er ein Remisangebot seines Gegner annehmen könne. Ich hielt seine Stellung (für einen Gambitbauern keine Kompensation erhalten) für mies. Deshalb riet ich ihm, trotz der Probleme bei Johannes, das Angebot anzunehmen. Allerdings war sein junger Gegner überrascht, da er lediglich gefragt habe, wo die Toiletten sind, nicht, ob man Remis machen könne. Nun, es hatten zwar auch andere Spieler die überraschende Remisofferte gehört, aber vielleicht hört sich das ja auch ähnlich an?! Es wurde also weitergespielt.

An den einzelnen Brettern sah es durchwachsen aus, aber niemand konnte so recht sagen, wer im Vorteil war. An Brett 1 hatte ich eine zwangsläufige Remisabwicklung mit Dauerschach etc. ausgeschlagen und mit 2 Bauern für die Qualität eine unklare Stellung erreicht. Peter Buchmann hatte das theoretische Fahrwasser gegen Oliver Schwarz noch nicht verlassen, als Johannes an Brett 3 eine Figur für zwei Bauern (gegen seinen Willen) versenkte. An Brett 4 hatte Neuzugang Axel Jakobi gegen Oliver Hausherr ein leichtes Übergewicht. Gleiches galt an Brett 5 für Stefan Kosanke gegen Christopher Simon und auch für Eitel Jandt gegen Kai-Edgar Wapniewski. Und Jörg Althaus konnte mit seiner Stellung auch zufrieden sein.

Dann das zweite Kuriosum: Johannes meinte auf dem Flur, dass sein Gegner wohl einen Bock geschossen hätte. Er würde die Figur wohl zurück bekommen. Allerdings gab er 2 Züge später zum 0:1 auf, weil er erkennen musste, dass eine Dame auf h5 nicht nur von f5 oder g4 einem schwarzen Monarchen auf c8 ans Leben gehen kann, sondern auch über h3.
Kuriosum Nr.3 folgte wieder an Brett 8: Wolf hatte seinen zweiten Bauern verloren und stand mit Dame und Läuferpaar gegen Dame und Läuferpaar fast aufgabereif, als er noch eine Falle aufstellte, in die Radßat prompt reinfiel. Dame weg, Punkt weg, 1:1.
Danach war es an mir, zu beweisen, dass man in der Eröffnung nicht so viel Zeit vergeuden soll. Müller hatte zwischenzeitlich die Qualle zurückgegeben, um Spiel zu bekommen. Er hatte allerdings damit satte 3 Bauern weniger. Schließlich gab er auch noch eine Figur, um mit den letzten Figuren Dame, Turm und Springer einen Angriffswirbel zu entfachen. Ich hatte alle Hände voll zu tun, konnte mich jedoch erfolgreich meiner Haut wehren. Figur zurückgegeben und mit 3 Mehrbauern im Schwerfigurenendspiel reklamierte ich im 37 Zug Zeitüberschreitung meines Gegners. Leider war die Freude nur von kurzer Dauer. Peter hatte die Stellung gegen den Schwartauer Mannschaftsführer Schwarz falsch eingeschätzt. Er musste die Qualle „auf Chance“ geben, konnte sich aber dadurch nicht befreien. Schwarz wehrte auch die letzte Schummelchance von Peter ab und dieser musste seine Hand zum 2:2 rüber reichen.

Mittlerweile hatte sich Sterley seinen Gegner zurechtgestellt und Jörg verteidigte sich recht schlecht. Trotzdem musste Axel an Brett 4 in eine Zugwiederholung einlenken. Da sah es auch noch ganz gut für uns aus, denn Stefan stand deutlich besser und Eitel konnte eigentlich nicht verlieren. Hätte, wenn und aber…. In Zeitnot wollte Stefan seinen Gegner aushebeln, übersah aber einen knallharten Konter. Statt Mehr- gab es eine Minusfigur und das baldige 2,5:3,5. Danach war der Kampf aus unserer Sicht weg. Kurz danach brach auch Jörg ein und als Wapniewskis Bemühungen, ein gleiches Turmendspiel zu gewinnen, erfolgreich war, blieben nur 2,5 Brettpunkte in Bad Oldesloe.

Bezirksklasse am 26.10.2008 - die erste Runde gegen Harksheide II

Bad Oldesloe II konnte die Nachwuchtruppe von Harksheide II sicher mit 6,5:1,5 bezwingen. Dabei fiel der Sieg um mindestens einen Punkt zu hoch aus. Unsere Spieler waren von der Spielstärke ihrer Gegner, die zum Teil Probleme hatte, über das Brett zu greifen. Sichtlich beeindruckt. Michael Kottke meinte hinterher, dass das Ergebnis in 3 Jahren genau anders herum lauten werde. Nun ja, in drei Jahren…
Jakob Warter konnte mir wenigstens demonstrieren, dass unsere Bemühungen (im Jugendtraining) um die Technik in Bauernendspielen gefruchtet haben. Trotz Minusbauer konnte er seine junge Gegnerin austempieren. Dabei hatten beide vorher den Gewinn ausgelassen.



Verbandsliga am 05.10.2008 - die erste Runde gegen Travemünde

Endlich mal nicht verloren!

Vor drei Jahren aus der Bezirksliga aufgestiegen, mussten wir bei den letzten beiden Saisonstarts zum Teil deftige Niederlagen eingestehen. Auch in diesem Jahr schien uns das Losglück nicht grade hold, denn mit Travemünde erwartete uns Platz 1 der letztjährigen Liga-Setzliste. Zudem drohte eine Art Aufstellungsfiasko, aber quasi im letzten Augenblick konnte ich bis auf Jörg Althaus alle Spieler an Deck melden. Wir haben uns sogar den Luxus erlaubt, unseren ersten Ersatz Wolf Krumbholz an die Zweite abzugeben und dafür auf Rückkehrer Hans-Jürgen Neu vertraut.

In Travemünde angekommen, hatten sich die Vorzeichen geändert. Mit Masio und Tönniges fehlten den Gastgebern gleich zwei ihrer Frontmänner. Zudem hatte Anton Bulygin tags zuvor seinen Geburtstag gefeiert und schien „etwas übernächtigt“. Aber nicht nur deshalb habe ich seine Remisofferte im ersten Zug abgelehnt. Vorne mussten wir in den letzten Jahren regelmäßig punkten und auch heute war der Ausgang des Kampfes keineswegs klar. Bulygin spielte irgendwie beschwingt und nicht das, was ich von Masio erwartet hatte, also musste ich mich zunächst um meine eigene Partie kümmern. Erst als ich mit dem Stellungsbild zufrieden war, konnte ich mich bei den anderen umsehen. Es war alles recht befriedigend. Peter Buchmann und Johannes Katzer hatten das Heft bereits in die Hand genommen, nur Hans-Jürgen stand mit Minusbauer etwas verdächtig. Allerdings hatte er freies Figurenspiel. Dann nahm Peter die Stellung seines Gegners auseinander. Nach Figurenopfer und Rückopfer jagte er den gegnerischen König von e1 nach a2 und sammelte dabei noch 2 Bauern ein. Sichere Sache – sollte man meinen. Auch ich nahm mir den unrochierten König meines Gegenübers zur Brust und wäre selbst fast in ein Standart-Matt gelaufen. Als ich diese Klippe umschifft hatte, brach Bulygins Stellung völlig zusammen und ich hatte zum 1:0 vorgelegt.

Zuschauen ist verdammt hart! Herbert Romahn drangsalierte seinen Gegner, fand jedoch kein Mittel, um die Festung einzunehmen und machte Remis. Hans-Jürgen fühlte sich zwar wohl in seiner Stellung und meinte hinterher, dass er auch gewonnen hätte, aber objektiv war es Remis und als Mannschaftsspieler schloss er zum 2:1 Frieden. Stefan Kosanke hatte einen Mehrbauern, der aber schwer zur Geltung zu bringen war. Das kostete ihn - wie schon so oft – verdammt viel Zeit. Eitel stand etwas schlechter, aber recht fest. Neuzugang Axel Jakobi hatte eine unklare Stellung, forcierte in Anbetracht der allgemeinen Lage jedoch nichts. Dann folgte der eingeplante Sieg von Johannes, aber Peter stellte seine Dame ein! Mit Turm und zwei Läufern gegen Dame, Läufer und Springer hofften alle Oldesloer auf ein Remis für Peter, aber plötzlich zimmerte er auch noch seinen Turm in die Stellung und Peters Freibauen gingen unterstützt vom Läuferpaar unaufhaltsam zur Dame. Das Endspiel mit Mehrfigur konnte er dann sicher nach Hause bringen. Damit war der Mannschaftssieg gesichert, denn Stefan hatte in ein Remis eingewilligt. Danach einigte sich auch Axel mit seinem Gegner auf Remis. Nur Eitel musste noch kämpfen, aber am Ende war alles blockiert, sodass wir mit einem 5,5:2,5 Sieg in die untergehende Sonne nach Hause fahren konnten.

Bezirksklasse am 05.10.2008 - die erste Runde gegen Mölln II

Auch unsere zweite Mannschaft konnte ihren ersten Saisonsieg einfahren. Wolf Krumbholz durfte sich dabei mit Gunnar Burmester messen, der vom Spitzenbrett der ersten Mannschaft freiwillig in die zweite gewechselt ist. Ein harter Brocken zum Saisonstart. Leider haben auch die hinteren Bretter verloren, aber auf die Mittelachse war Verlass! 4,5 : 3,5 ist ein gutes Ergebnis, hat man doch gegen die Möllner im Vorjahr noch verloren.

Vielleicht kann ich hier demnächst auch mehr Details wiedergeben.





Autor: Hans-Werner Stark

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