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Alle Berichte der Saison 2007/2008


Die Saison 2007/2008 ist abgeschlossen. Im Jahr nach dem Aufstieg sah es für Bad Oldesloe I einige Zeit nicht gut aus. Erst der Sieg gegen den Tabellenführer in Runde 8 ließ uns aufatmen. Letztlich erreichten wir mit 8:10 Punkten einen sicheren 7. Platz.

Durch einen Massenabstieg zum Ende der Saison 2006/2007 aus der Bezirksliga war die Bezirksklasse heuer sehr stark besetzt. Bad Oldesloe II konnte da nicht immer mithalten, blieb mit 7:9 Punkten und Platz 6 nicht hinter den Erwartungen zurück.

Alle Berichte zu den Wettkampfrunden finden Sie chronologisch sortiert (letzter Kampf zuerst) hier. Beginnen Sie doch mal gaaanz unten, um die Dramaturgie genießen zu können.

Verbandsliga am 20.04.2008 die neunte Runde gegen Mölln

Versöhnlicher Abschluss

Völlig ohne Druck trafen sich die Mannschaften aus Bad Oldesloe und Mölln in der Travestadt. Beide Mannschaften hatten die nötigen Punkte gegen den Abstieg längst in der Tasche und nach oben ging auch nichts mehr. So war es nicht verwunderlich, dass aus beiden Reihen Stimmen laut wurden, den Tag nicht mit einem anstrengenden Match, sondern mit einem schönen Blitzturnier zu verbringen (natürlich hätte es keine kampflosen Remispartien gegeben ;-)). Letztlich wollten einige Gästespieler aus Mölln dann doch lieber die deutliche 2,5:5,5-Niederlage aus dem Vorjahr wettmachen. Also ran an den Speck, der Kampf um Platz 7 begann.

Entgegen den Vorkommnissen der letzten Runden war nach rund einer Stunde weder etwas entschieden, noch konnte man deutliche Tendenzen ablesen. Nach 2 Stunden hatte ich gegen Klaus-Dieter Kühl eine leicht bessere Stellung erreichen können. Bei Peter Buchmann an Brett 2 war es sein Gegner Dragan Guzvic, der gehörig ins Schwitzen kam. So war es nicht Peter, sondern sein Gegenüber, der für längere Zeit in tiefes Grübeln verfiel. Auch an Brett 3 hatten wir Vorteile Johannes Katzer stellte etliche Diagonaldrohungen auf und Heiko Daum merkte man an, dass er lieber geblitzt hätte. An Brett 4 traf Stefan Kosanke auf einen ebenbürtigen Grübler. Jörg von Warburg musste bereits mögliche Einbruchsfelder sichern. Wolf Krumbholz stand gegen Manfred Luchs in einem Turmendspiel eine Kleinigkeit schlechter, dagegen hatte Eitel Jandt gegen Friedrich Fiedler eine Figur geopfert, um dem schwarzen König über die offene h-Linie zu Leibe zu rücken. Es war aber schwer, eine gute Fortsetzung für Eitel zu sehen. Herbert Romahn stand gegen Hans-Paul Ollmann etwas gedrückt. Sah aber noch nach einem theoretischen Franzosen aus. An Brett 8 hatten wir wieder einmal Hans-Jürgen Neu aufbieten können. Seit 18 Monaten erst die zweite Partie und gegen Sascha Morawe versuchte er sein Heil darin zu finden, dem jungen Gegenüber mit einem Bauernsturm auf beiden Flügeln die Luft zum Atmen zu nehmen.

Dann durchfuhr mich ein eisiger Schreck. Ein Handy klingelte im Turniersaal! Und es war ausgerechnet einer unserer Spieler, dem dieses Missgeschick unterlief!! Die Frau von Eitel Jandt war frisch operiert und er wartete händeringend auf eine Rückmeldung. Leider hatte er versäumt, das Handy lautlos zu stellen und die Gastmannschaft auf sein persönliches Problem aufmerksam zu machen. Aber die Gäste verzichteten auf diesen technischen Sieg. Friedrich Fiedler reklamierte den Punkt ausdrücklich nicht und spielte weiter, als wenn nichts gewesen wäre. Diese Geste werden wir sicher nicht vergessen!

In der folgenden Stunde kippte der Kampf dramatisch zu Gunsten der Oldesloer. Erst einigten Wolf und Hans-Jürgen sich mit ihren Gegnern auf Remis. Dann nahm Peter die schwarze Stellung völlig auseinander. Auch ich konnte einen unwiderstehlichen Angriff aufbauen und Johannes wusste kaum noch, was er zuerst nehmen sollte. Stefans Gegner war vor dieser Partie mit 6/8 der TOP-Scorer der Möllner und es sah so aus, als wenn er bei 6 Punkten bleiben sollte. Stefan hatte einen schönen Angriff und nahm erst einmal einen zentralen Bauern des Gegners vom Brett, ohne den Angriff abbrechen zu müssen. Die generöse Geste von Friedrich Fiedler wurde böse bestraft. In einem Black Out stellte er seine Dame gegen eine weitere Figur ein. Nur Herberts Stellung trudelte dem Abgrund entgegen. Kurze Zeit später hatte Peter unter Damenopfer mit 2 Springern und einem winzigen Bäuerchen eine bildhübsche Mattstellung aufbauen können. Als auch Johannes den vollen Punkt vermeldet konnte, hatte ich parallel Kühls Stellung sturmreif geschossen. Johannes konnte mir nach der Partie zeigen, wie ich sofort unter einem hübschen Turmopfer hätte mattsetzen können. Nur … ich habe es nicht gesehen. Dann schien mir meine Mattdrohung unparierbar zu sein, aber die weiße Dame warf sich ins Getümmel. Ungläubig starrte ich aufs Brett, denn ich war erst der Meinung, dass ich nur noch den Mattzug hätte ausführen müssen, dann durchfuhr mich ein eisiger Schreck. Der König hatte ein glänzendes Fluchtfeld – auf dem auch noch mein Springer stand. Diese Erkenntnis brachte mich so durcheinander, dass ich in ein Endspiel mit Mehrqualle abwickelte:

Partie der vertanen Chancen

Nach meinem Arbeitssieg stand es also 4:1 für uns, womit der 7. Tabellenplatz aufgrund der besseren Berliner Wertung bereits sicher war. Außerdem standen Stefan und Eitel glatt auf Gewinn. Herbert hatte sich zum 4:2 zusammenschieben lassen. Dann ereilte uns wieder ein „Stefan Kosanke-Ende“. Beim Stande von 4:2 und einer Minute Restbedenkzeit für 5 Züge investierte Stefan noch einmal 30 Sekunden, um die offensichtliche Zugwiederholung zum sicheren Mannschaftssieg auszuschlagen. Es folgte ein Damenopfer mit vielen Chancen, die à Tempo mit einem Grundlinienschach zu Nichte gemacht wurden. Mit dem 40. Zug war die Partie praktisch vorbei – 4:3. Eitel hatte sein Endspiel Dame und zwei Bauern gegen zwei Springer und zwei Bauern misshandelt. Trotz vieler flehender Gesten, doch Remis zu machen (was uns – siehe oben - den Mannschaftssieg gebracht hätte), knetete er Fiedler, bis dieser einen Springer einbüsste. Mit dem 5:3-Sieg in der letzten Runde ist die Saison für uns doch noch versöhnlich zu Ende gegangen. Vor der kommenden Saison werde ich meinen Mannschaftskameraden aber noch erklären müssen, dass Ligakämpfe als Mannschaftssport zu verstehen sind.

Bezirksklasse Süd am 20.04.2008 die achte Runde gegen Reinfeld

Auch unsere zweite Mannschaft konnte mit einem Sieg die Saison abschließen. Gegen 7 Reinfelder reichte es zu einem 5:3.



Verbandsliga am 06.04.2008 die achte Runde gegen Travemünde

Wunder gibt es immer wieder

In dieser Saison war uns das Glück nicht grade hold. Und als Krönung kam zuletzt auch eine gehörige Portion Pech hinzu. Unter diesen Vorzeichen und mit dem Abstiegsgespenst im Nacken fährt es sich nicht so leicht und locker zum Tabellenführer. Etwas durchatmen konnte ich, als Travemünde mit annähernd ihrer Stamm-Mannschaft antrat. Also weder wurden die beiden versteckten Spitzen gegen uns (das Kellerkind) aufgeboten, noch wurde uns wie von den anderen beiden Spitzenteams Norderstedt und Barsbüttel ein kampfloser Punkt zugeschanzt. Das behagt uns nämlich nicht. Unsere Gegner waren auch mit wenigen Ausnahmen pünktlich am Brett, so dass wir bei strahlendem Sonnenschein die Figuren über das Brett huschen ließen.

Ziemlich früh in der Eröffnung knobelte mein Gegner Andreas Masio ob meiner zurückhaltenden Eröffnungsvariante an einem Figurenopfer. Ich hatte daher schon nach rund 10 Zügen ausreichend Zeit, meine Mitstreiter zu bewundern. Als ich die Stellung von Wolf Krumbholz gegen Jürgen Erich sah, standen mir allerdings die Haare zu Berge. Wolfs Gegner fesselte einen Bauern auf c3 und drohte mit Ansage eine Springergabel auf b4. An statt nun die Dame vom gefährdeten Feld auf c2 zu entfernen, brachte er einen gekonnten Läuferzug nach f5 aufs Brett, um dann durch eine Springergabel auf d4 selbigen Läufer zu verlieren. Es war noch keine Stunde gespielt und Wolfs Partie (mit Weiß) war weg. Die anderen Stellungen waren da noch ausgeglichen. Vielleicht war das aber der erste Sargnagel für Travemünde?! Stefan Kosankes Gegner Andreas Lenk sah fasziniert seinem Mitspieler zu, dann Stefan an und holte eine dicke Angriffskeule raus. Wenn Brett 5 so schnell umfällt, muss Brett 4 doch auch platt zu machen sein (mag er sich gedacht haben). Daraufhin sah man hier eine ungemein taktische Partie mit unklarem Ende.

Langsam verzog sich die Sonne, was Siegfried Ehlers auf halbdunklem Brett eine Figur kostete. Nach 2 Stunden also 0:2, meine Stellung war leicht vorteilhaft für mich, Peter Buchmann stand gegen Anton Bulygin bedenklich bis schlecht, Johannes Katzer massierte seine Figuren am Königsflügel, Eitel Jandt stand positionell etwas unter Druck, aber Herbert, unser Herbert Romahn, der vor 3 Wochen grade seinen 87. (!!) Geburtstag feiern konnte, hatte seinem Gegenüber die Qualle abgenommen (für nichts) und begann, seine Stellung langsam aber stetig auszubauen. Gelernt ist gelernt! Dann musste ich mich intensiver meiner eigenen Partie widmen. Masio arbeitete mit verdeckten Schweinereien, so in Richtung Grundlinienmatt, Matt auf g2 oder so ähnlich. Ich stand immer noch etwas besser, musste aber höllisch aufpassen. Mitten in diese Periode dann das 1:2! Allerdings war es nicht Herbert, sondern Stefan, der gezeigt hatte, dass er nicht gewillt war, sich zu ergeben. Sein Konter saß messerscharf. Als kurz darauf Herbert mir seinen Sieg zum 2:2 vermelden konnte, hatte ich zunächst ein Remisangebot meines Gegenübers abgelehnt, um wenige Züge später 2 Bauern einzusammeln, was vielleicht nicht zwangsläufig war, aber Masio hatte unglaublich viel Zeit in dann doch verworfene Pläne investiert und griff in relativer Zeitnot fehl.

Erleichtert ließ ich meinen Blick über die letzten 4 Kampfschauplätze schweifen. Peter hatte eine miese Stellung auf dem Brett mit einem wirkungslosen Springer. Johannes hatte eine Figur geopfert und das Brett brannte lichterloh. Eitel stand sehr ordentlich. Sah nach 3,5 Stunden ganz gut aus. Dann musste ich erneut selber arbeiten. Masio`s kleine Schweinereien nahmen trotz zweier Minusbauern kein Ende, aber ich konnte alle Klippen umschiffen. Mit meinem 40. Zug gewann ich endgültig eine Figur und mein Gegner gab mit 2 Sekunden Restbedenkzeit auf. Ein Blick auf Peters Brett versetzte mich in Erstaunen. Er hatte einen Mehrbauern – im Bauernendspiel! Eitel’s Partie stand tot auf Remis, nur Johannes war unklar.

Während Masio und ich unsere Partie „messerscharf“ analysierten, konnte Peter den 4. Punkt vermelden und Thomas Thönniges gab gegen Johannes in haarsträubender Zeitnot Dauerschach. Das bedeutete den Mannschaftssieg für uns. In der Analyse stellte sich zwar heraus, dass Tönniges wahrscheinlich (keine Fritz-Probe) auf Gewinn stand, aber er hatte unzählige Fallstricke zu überwinden, so dass das Remis in Ordnung geht. Letztlich wäre unser Mannschaftssieg aber auch bei einer Niederlage von Johannes nicht in Gefahr gewesen, denn Eitel hielt ein sicheres Remis.

Bezirksklasse Süd am 06.04.2008 die siebente Runde gegen Harksheide II

noch hier nur das Ergebnis 4,5:3,5



Verbandsliga am 09.03.2008 die siebte Runde gegen Barsbüttel

Die Angst des Schützen vor dem Elfmeter

Wie viele Chancen benötigt der HSV noch, um das Leder im gegnerischen Netz zu versenken und wann will der SV Bad Oldesloe die Steilvorlagen seiner Gegner endlich in Mannschaftspunkte umsetzen? Diese Fragen (oder zumindest eine davon) beschäftigen die Sportfreunde in ganz Norddeutschland.

Unser Kampf in Barsbüttel begann mit einem doppelten „de j’avue“. Vor einem Jahr haben unsere Gegner aus Bad Segeberg erst nach 10 Uhr begonnen, unsere Anwesenheit zur Kenntnis zu nehmen und die Bretter aufzubauen. Danach haben sie uns fürchterlich verdroschen. Als wir um 9:55 Uhr beim angegebenen Spielort in Barsbüttel eintrafen, war niemand da und das Personal des DRK-Hauses wusste von nichts. Leicht verunsichert (am Vorsonntag hatte ich einen Jugendwettkampf torpediert, weil ich mit unseren Jugendlichen am falschen Spielort war) war ich erleichtert, als um 9:59 Uhr die ersten bekannten Barsbütteler Gesichter auftauchten. Als wir dann endlich an Tischen mit Figuren und Uhren Platz genommen hatten, verkündete Matthias Kemény, dass Barsbüttel nur mit 7 Leuten antreten würde. Am 6. Spieltag war Norderstedt II auch nur mit 7 Leuten gegen uns aufgelaufen und hatte uns trotzdem eingeseift. Gute/Schlechte Vorzeichen also. Dass die Barsbütteler ausgerechnet ihr Brett 1 frei ließen (ihr etatmäßiges Brett 3 fehlte auch), stimmte mich nicht froh. Auch wenn wir gegen Barsbüttel schlecht einen vollen Punkt an Brett 1 einplanen konnten, so hatte ich mich recht intensiv auf Dennis Wilde vorbereitet. Zumindest verfüge ich jetzt in einer zuvor von mir ungeliebten Variante über fundierte Eröffnungskenntnisse und konnte jetzt etwas spazieren gehen.

Um 10:30 Uhr war alles noch im Lot - zumindest für uns. Matthias Kemény machte mich da auf ein Kuriosum aufmerksam. Ich sollte mir mal Brett 6 ansehen. Etwas verwundert betrachtete ich eine Theoriestellung des ca. 10. Zuges aus dem Franzosen mit leichtem Vorteil für unseren Spieler. Als ich Matthias fragend ansah raunte er mir zu, dass die Spieler falsch sitzen würden. Meinen Hinweis darauf, dass das ja nicht so schlimm sei, Hauptsache die Farbverteilung stimme, konterte er mit einem „Eben nicht!“ Und tatsächlich: An Brett 6 haben Gastspieler gemeinhin die schwarzen Klötzchen zu schieben. Eitel Jandt hatten aber offenbar die weißen Steine besser gefallen (oder Vadim Andris die schwarzen?!) und so spielten wir mit 5x Weiß. Matthias und ich einigten uns in Unkenntnis des Regelwerks auf „Partie läuft, nix zu machen“. In 35 Jahren mehr oder weniger regelmäßiger Punktspielpraxis habe ich so etwas zuvor nicht erlebt.

Um 11:00 Uhr war mein Sieg gesichert. Leider hatte Wolf Krumbholz seine Angriffsstellung gegen Niko Böttcher nicht konsequent genutzt. Sein Mehrbauer (als Doppelbauer) war gegen die aktiven Figuren seines Gegners kaum in Geltung zu setzen. Da die anderen Partien recht verheißungsvoll aussahen, stand es nach nur einer Stunde 1,5 : 0,5 für uns.

Um 12:00 Uhr meinte Wolf noch zu mir, dass das zu einem Mannschaftssieg reichen könnte. Peter Buchmann hatte nach der Eröffnung mit Schwarz sofort die Initiative übernommen und Matthias Kemény in Bedrängnis gebracht. Johannes Katzer konnte gegen Barsbütteles Top-Scorer Bernd Westphal ebenfalls auf eine vorteilhafte Stellung aufbauen. Eitel Jandt hatte grade einen eindeutigen Gewinn ausgelassen, stand aber immer noch vortrefflich und auch Ersatzmann Matthias Gödelt hatte gegen Valentin Andris deutliche Vorteile. Siegfried Ehlers und Stefan Kosanke mussten sich eines Angriffs erwehren, waren aber noch nicht abzuschreiben. Bis zur Zeitkontrolle hatte Johannes seine Stellung jedoch verdorben (ohne hinterher sagen zu können, wo der Knackpunkt war - vielleicht einen falschen Plan gefasst) Eitel hatte einen Mehrbauern, Siegfried gegen Wolf-Rüdiger Siemensen eines Minusbauern, jedoch bei offener Stellung das Läuferpaar. Matthias Gödelt hatte es versäumt, rechtzeitig seinem König ein Luftloch zu verschaffen und ging daran zu Grunde. Kurz danach dann die Aufgabe von Stefan gegen Randolf Koops. Stefan hatte sich praktisch selbst zum Abschuss freigegeben und sein gegenüber ließ sich nicht lange bitten. Als auch Johannes aufgeben musste, stand es 3,5 zu 1,5 für Barsbüttel. Zwar hatten wir 3 etwas bessere Stellungen auf den verbliebenen Brettern, aber ein Gewinn war nicht zu sehen. Letztlich endeten die letzten 3 Partien Remis und wieder gingen wir leer aus…

Zumindest haben wir unseren Kreiskollegen nicht (wie im Vorjahr geschehen) ein Bein im Kampf um den Aufstieg gestellt, also: Macht was draus!

Bad Oldesloe II war an diesem Spielztag spielfrei



Verbandsliga am 10.02.2008 die sechste Runde gegen Norderstedt II

Am 10.02.2008 war es wieder soweit. Wir mussten gegen einen aus unserer Sicht unüberwindlichen Gegner antreten. Norderstedt II hatte grade Barsbüttel besiegt, hat in der abgelaufenen Saison nur durch die Probleme der ersten Mannschaft die Zugehörigkeit zur Landesliga verpasst und spielt mit einigen Leuten mit Zweitliga-Erfahrung. Bei einigen von uns zeigt so etwas schon Wirkung, zumal wir erneut 2 Ersatzspieler aufbieten mussten. Trotzdem waren wir keineswegs chancenlos, wobei uns Norderstedt aber auch entgegen kam.

Nach der ersten Stunde sah alles noch rosig aus. Wir führten 1:0, denn Eitel Jandts Gegner war nicht erschienen. An den übrigen 7 Brettern war noch nicht viel los. Nach weiteren 30 Minuten hatten wir 1,5 Punkte auf dem Konto, denn mein Gegner hatte mir Remis angeboten. Dabei war meine Stellung eher als schlechter einzustufen. Läuferpaar in einer geschlossenen Stellung mit deutlich mehr Raum für meinen Gegner. Da er keine Ambitionen hatte, auf Gewinn zu spielen, hätte ich schon Kopf und Kragen riskieren müssen. Leider hatte Oldie Herbert Romahn mit Weiß gegen Stefan Ehrlich da schon nach nur 13 Zügen Bauer und Qualität eingebüßt. Kurz danach dann sein Knock-Out zum 1,5:1,5. Trotzdem sah es nicht nach einer Niederlage aus, denn Peter Buchmann hatte gegen André Nixdorf die deutlich bessere Stellung erreicht, Johannes Katzer hatte gegen Herbert Nachtkamp für eine Druckstellung die Qualität geopfert, Stefan Kosanke wühlte sich gegen Norderstedts Top-Scorer Thomas Schönegg in die Stellung hinein und unsere Ersatzleute Matthias Gödelt gegen Burkart Venzke, sowie Siegfried Ehlers gegen Wolfgang Schmidt hielten die Stellungen in der Waage.

Aber plötzlich ging alles rasend schnell. Nachtkamp hatte gegen Johannes ein Läuferopfer ausgegraben, das Johannes das Wasser gleich mit abgrub. Siegfried hatte voreilig einen Bauer vorgezogen und verlor etwas die Übersicht. Matthias stand zwar nicht auf Verlust, aber sehr passiv, während Stefan einen Konter ansetzen konnte und Peter sich Nixdorf schön zurecht stellte. Leider verließ Siegfried danach erst das Glück, dann der Punkt und auch Johannes hatte wenig Lust, mit Minusfigur und König im Zentrum weiter zu spielen. Als Matthias an Brett 7 gegen Venzke seinem Springer das einzige Rückzugsfeld nahm und dieser den Springer dann prosaisch einsammelte, war der Mannschaftssieg von Norderstedt II trotz Unterzahl gesichert. Stefan willigte gegen Schönegg in das Remis ein. Seine Stellung war leicht vorteilhaft, aber er hatte wenig Zeit zur Verfügung. Den Schlusspunkt setzte Peter gegen Nixdorf. Statt die Qualle zunehmen, opferte er sie, hetzte den König quer über das Brett, um das Material mit Wucher-Zinsen zurück zu erobern. Wir haben also den ersten und den letzten vollen Brettpunkt eingesammelt, leider den Part dazwischen verhunzt. So muss der zum Klassenerhalt nötige Mannschaftspunkt eben noch etwas warten.

Bezirksklasse am 10.02.2008 die sechste Runde gegen Lauenburg II

Die Lauenburger lassen an den hinteren Brettern ihre Jugendlichen Erfahrungen sammeln. Das kann für ältere Herren schon mal gefährlich werden. Allerdings hatte man sich vorgenommen, niemanden zu unterschätzen und endlich einen Mannschaftssieg zu feiern.

Nach einem kurzen Bericht des Mannschaftsführers Herbert Hoffmann konnte Siegbert Marsoner nach einer Stunde den Sieg melden, weil der Gegner nicht erschienen war. Ein Punkt ist ja ganz schön, aber wenn man bis in die äußerste Ecke des Bezirks fährt, möchte man auch spielen. Danach dauerte es noch eine ganze Weile, bis die Heimreise möglich war.

Manfred Tilp konnte an Brett 7 einen Sieg beisteuern, so auch Wilmhard Borngräber an Brett 3. Neuzugang Jörg Althaus an Brett 2 und Bernd Baumast an Brett 4 mussten dagegen mit den schwarzen Steinen passen. Nachdem Peter Husfeldt die Truppe kurzfristig versetzt hatte, wurde der leicht angeschlagene Radovan Filipovic an Brett 5 eingesetzt, wo er ein Remis halten konnte. Mannschafstführer Herbert Hoffmann versäumte es in der Anfangsphase eine Figur einzusammeln und quälte sich lange Zeit, bis auch diese Partie Remis endete. Beim Stand von 4:3 für Bad Oldesloe knetete Viggo Westerlin an Brett 1 seinen Gegner förmlich durch. Niemand wagte Viggo zu sagen, dass auch ein Remis für den Mannschaftssieg genügen würde, so konzentriert war er bei der Sache. Am Ende sprang dann sogar ein voller Brettpunkt heraus und der angestrebte erste Mannschaftssieg war gesichert.



Verbandsliga am 20.01.2008 die fünfte Runde gegen LSV V
Ein Pflichtsieg ohne Glanz

Ein wenig eng war es im Lübecker Vereinsheim. Im Nebenraum wurde die Zweitligapartie LSV-Werder Bremen ausgetragen. Im Hauptraum spielten wir gegen LSV V und Mölln gegen LSV IV. Bei dieser Enge musste man schon aufpassen, dass man nicht mit dem Turm seines Nebenmannes rochierte. Dass versehentlich die falsche Uhr gedrückte wurde, kam – zumindest bei beiden Gastmannschaften – reihenweise vor.

Unser Kampf gegen LSV V war geprägt von großer Nervosität. Einige Tage vorher war klar, dass wir zumindest 2 Ersatzspieler einsetzen mussten. Dann hat es mich selbst gesundheitlich richtig heftig erwischt und ich kann von Glück sagen, dass ich noch rechtzeitig das Krankenhaus verlassen konnte. Und damit es nicht langweilig wurde, hatte sich Peter Buchmann bei seiner Familie mit einer deftigen Grippe angesteckt. Eine Stunde vor der Abfahrt nach Lübeck wollte er telefonisch schon absagen, hat sich aber dann doch ans Brett geschleppt, weil wir ansonsten mit 7 Spielern hätten auflaufen müssen.

LSV V hatte zuvor als bestes Ergebnis eine 2:6 Niederlage zu Buche stehen. Gegen diese Mannschaft ist ein Sieg Pflicht und bei 200-300 DWZ-Punkten Differenz (an jedem Brett!!) muss das doch von selbst gehen, aber weit gefehlt. Unsere Gegner wollten partout nicht vor Ehrfurcht erstarren, sondern spielten munter mit. In meiner Partie gegen Heiko Rickert verlief zunächst alles in geordneten Bahnen. An Brett 2 spielte Peter Buchmann in seinem fiebrigen Wahn eine verkorkste Eröffnung und Lübecks Jungstar Rasmus Svane setzte ihm schnell zu. An 3 hatte Johannes Katzer gegen Samuel Oltzen auch nicht seinen besten Tag erwischt und suchte ständig nach so etwas wie Initiative. Stefan Kosanke an 4 hatte gegen Michael Weiss schnell eine ausgeglichene, bequeme Stellung erreicht, während Eitel Jandt gegen Tim Bötticher bei fast vollem Brett einen gelähmten Läufer befürchten musste. Aber sein Gegner übersah diese Chance und ließ sich im Gegenzug die Qualle abnehmen. Nestor Herbert Romahn spielte seinen gut zu verteidigenden Franzosen und bei seinem Gegner Matthias Soppert hatte man das Gefühl, dass der junge Mann nicht verstehen konnte, dass seinem Gegner, der sein Urgroßvater hätte sein können, immer wieder etwas einfiel. An Brett 7 konnten wir nach fast 15-monatiger Abstinenz auf Hans-Jürgen Neu zurückgreifen, der gegen Aljoscha Oltzen schnell eine Figur gewinnen konnte. An Brett 8 saß Siegfried Ehlers in einer vielleicht zu ruhig angelegten Partie Prof. Kirchner gegenüber, der zunächst auch keine Ambitionen zeigte, die Mittellinie zu überschreiten.

Symptomatisch für den heutigen Tag dann der Verlauf meiner Partie gegen Heiko Rickert. Erst zu Hause fiel es mir beim Nachspielen auf, dass mein Gegner eine ganze Figur einstellte, aber statt sie zu nehmen, versuchte ich Zaubertricks, die mich sogar leicht in Nachteil brachten. Da Hans-Jürgen und Eitel ihre Partien schon gewonnen hatten und auch Herbert plötzlich mit Mehrqualität spielte, musste ich keine Zehntelsekunde überlegen, um das Remisangebot meines Gegners anzunehmen. Bald darauf dann das Remis von Peter, der sich tatsächlich aus einer schon fast verlorenen Stellung retten konnte. Nachdem dann auch Johannes ansehen musste, dass nichts ging und Siggi seinem Gegner zu dessen ersten halben Punkt gratulieren konnte, führten wir 4:2 und Stefan hatte ein glatte Gewinnstellung auf dem Brett. Bei Herbert war der Vorteil aber fast verraucht. Höllenqualen musste ich erleiden, als ich bei Stefan zusehen musste, wie er – wie so oft – in hochgradige Zeitnot geriet. Als ich mich in den Vorraum verzogen hatte (ich konnte einfach nicht mehr zusehen), konnte Peter die freudige Nachricht übermitteln, dass Stefans Gegner mitgeblitzt hatte, aber dabei seinen Turm vom Brett verschwinden sah. Es dauerte aber noch 2 Stunden bis wir den Heimweg antreten konnten, denn Herbert und sein junger Gegner schoben sich wechselseitig die Matchbälle zu. Dann doch endlich Remis und 5,5:2,5 waren im Sack!

Bezirksklasse am 20.01.2008 die fünfte Runde gegen Kaltenkirchen II

Unsere Zweite Mannschaft leidet etwas unter den ständigen "Zwangsabgaben" an die Erste. In den ersten Runde der laufenden Saison kamen dann noch die dicken Brocken und auch Kaltenkirchen II muss man dazurechnen. Nominell ist das ein Absteiger aus der Verbandsliga! Wieder einmal waren dann auch die DWZ-Zahlen auf Seiten der Gegner, doch dieses Mal konnten die hinteren Bretter glänzen. Ein 4:4 ist aller Ehren Wert.



Verbandsliga am 09.12.2007 die vierte Runde gegen LSV IV

Es hat nicht sollen sein!

Mein Gefühl für den Kampf war nicht sehr gut. Stefan Kosanke musste absagen und Hans-Georg Heber konnte auch nicht spielen, so dass wir mit zweifachem Ersatz auflaufen mussten. Allerdings bot sich uns nach dem Eintreffen der Lübecker Gäste so etwas wie eine Steilvorlage, denn der Lübecker Ersatz war noch erheblich heftiger.

Nach 2 Stunden war noch alles in vollem Gang, nur Viggo Westerlin stand gegen Fenski verdächtig, dafür hatte Eitel Jandt Vorteil gegen Gosch. Eine Stunde später stand es dann gleich 0:2 gegen uns. Viggo wurde sein krummer Aufbau zum Verhängnis und Siegfried Ehlers brachte sich gegen Elke Böttcher selber um, in dem er die H-Linie öffnete, über die Elke dann in seine Stellung einbrechen konnte. Eitels Verkürzung zum 1:2 war reine Kosmetik. Ich selber hatte gegen Blaka eine Art Start-Ziel-Sieg vor Augen. Nach der Partie meinte Lübecks Mannschaftsführer zwar, dass mein Gegner mal gut gestanden hätte, aber das war eine Theoriestellung mit schnellem Ausgleich für Schwarz, sowie einiger Fallstricke für meinen Gegner, in die er sich dann verfangen hatte. Ich konnte dann recht locker zum 2:2 ausgleichen und Herbert Romahn musste gegen Schwerdtfeger ins Remis einwilligen.

Musste einwilligen ist keine falsche Formulierung, denn leider standen wir als Mannschaft zu diesem Zeitpunkt schon schlecht. Wolf Krumbholz, der in dieser Saison tatsächlich von einem Topf mit Mist in den nächsten langt, konnte einen Mehrbauern nicht nur nicht verwerten, sondern ließ sich erneut überfallartig überrumpeln, heute von Lübecks Top-Scorer Rosin. Beim Stand von 2,5:3,5 quälte sich Johannes Katzer nach einem Blackout mit der Minusqualle herum. Er war mehrfach klinisch tot, aber Ulrich Böttcher reanimierte ihn regelmäßig wieder. Peter Buchmann stand derweil gegen Schneider etwas besser. Verlustgefahr gleich Null und mit Chance, sich vielleicht doch noch den Lübecker Skalp zu holen. Leider hatte Peter wieder einmal etwas wenig Zeit auf dem Konto. In relativer Zeitnot fand er dann den aussichtsreichsten Weg nicht und Schneider konnte seine Zementplatten noch mit Schnellbeton festigen.

Ich grübelte noch, ob Peter nicht doch noch ein paar Tricks auspacken konnte, da schmiss Johannes den mittlerweile sicheren halben Punkt weg. Beim Stand von 2,5:4,5 hatte Peter dann keine Lust mehr, auf einen Herzinfarkt seines Gegenübers zu warten und fügte sich zum 3:5 ins Remis.

Am 20.1.08 geht es gegen LSV V. Diesen Kampf müssen wir gewinnen und dann hoffen, dass uns nicht der Himmel (in Form von mehr als einem Landesliga-Absteiger) auf den Kopf fällt, wenn wir die Klasse halten wollen.

Bezirksklasse am 09.12.2007 die vierte Runde gegen Bargteheide II

Gegen 12:30 Uhr traute ich meinen Augen kaum. Ein Spieler - Bernd Baumast - unserer zweiten Mannschaft war bereits aus Bargteheide zurückgekehrt. Er hatte die Partie praktisch kampflos verloren. Die Hintergründe kann der interessierte Leser hier nachlesen. Wie mir berichtet wurde, hatte auch Manfred Tilp schon verloren und auch Radovan Filipovic und Herbert Hoffmann stünden auf Verlust. Dabei hatte Wilmhardt Borngräber das Team mit seinem ersten Saisonsieg beglücken können. Die übrigen Bretter wurden dann Remis.



Verbandsliga am 25.11.2007 die dritte Runde gegen Ahrensburg

Erleichtertes Aufatmen in Bad Oldesloe! In einem 4-Punkte-Kampf gegen den Abstieg konnten wir beweisen, dass wir doch noch gewinnen können. Insbesondere das Prunkstück der Mannschaft – die ersten 4 Bretter – konnte überzeugen.

Der Beginn des Kampfes war von leichter Nervosität gekennzeichnet. Beide Mannschaften wussten, worum es ging und waren nur nominell mit Ersatz angetreten. Die letzten beiden Mannschaftskämpfe zwischen Ahrensburg und Bad Oldesloe gingen jeweils deutlich pro Ahrensburg aus. Da hatten wir noch keinen Peter Buchmann dabei, so dass wir um einiges stärker aufgestellt waren, als noch vor 2 Jahren in der Bezirksliga. Und Peter war es auch, der seinen Gegner Jürgen Dümmke – Top-Scorer der Ahrensburger – gleich in der Eröffnung überspielte. Da ließ sich auch Johannes Katzer gegen Mirco Wendriner nicht lumpen und widerlegte den frühzeitigen Ausfall des schwarzen Damenläufers. Wolf Krumholz hatte Marc Duhn ebenfalls schon früh in der Eröffnung zerlegt und startet mit Turm und drei gesunden Mehrbauern gegen Läufer und Springer ins Mittelspiel. Alle anderen Partien waren noch im Lot, bis sich Herbert Romahn gegen Jörn Gronemann einen Eröffnungschnitzer erlaubte. Verloren war die Partie nicht, aber leicht anrüchig war die weiße Stellung schon.

Dann keulte Dümmke gegen Peter nach der ersten Qualle noch die zweite in die Stellung und schmiss gleich einen Läufer hinterher. Peter nahm erst einmal alles, gab seinem Gegenüber durch einen ungenauen Königszug aber wieder etwas Hoffnung und sich selbst die Gelegenheit, in bewährter Manier den Großteil seiner Bedenkzeit für einen einzelnen Zug zu verwenden. In dieser Phase spielte Ulrich Schütte gegen Stefan Kosanke wie von allen guten Geistern verlassen. Es wurde bei völlig falscher Aufstellung ein Minoritätenangriff gestartet, den Stefan locker kontern konnte und erst einen Bauern und danach die Qualle einstrich. Kurz danach gab es dann sogar ein Grundlinienmatt und das sollte sich heute fast wiederholen. Dem 1:0 folgte dann der Ausgleich. Gronemann hatte Herberts schwache Stellung pointiert auseinander genommen. Das schien nur ein Wermutstropfen, denn Johannes spielte da schon mit Mehrmaterial und Königsangriff. Ich selber schickte mich ebenfalls an, die Stellung zu erreichen, die ich angestrebt hatte, bis Dirk Storbeck mir eine Figur überließ. Das war zwar nicht mein Plan, aber man nimmt, was man kriegt! Er spielte noch ein paar Züge weiter und überschritt in verlorener Stellung die Zeit. Zuvor hatte auch Wendriner keine Lust mehr auf ein Endspiel mit Minusturm.

3:1; eigentlich alles sehr erfreulich, wenn Wolf da nicht der Teufel geritten hätte. Plötzlich sah er sich einem energischen Angriff gegenüber, der ihn Haus und Hof in Form einer Qualität und mehrerer Bauern kostete. Auch Siegfried Ehlers stand bedenklich. Hanno Offen hatte den Minoritätenangriff mustergültig vorgetragen und Siggi war dem zu passiv entgegen getreten. Da auch Eitel Jandt gegen Gert Henkel unter Druck stand und viel zu viel Zeit verbrauchte, standen mir die Schweißperlen auf der Stirn. Gott sei Dank hatte Peter etwas Vernünftiges mit der vielen Zeit angefangen, die er investiert hatte. Die Stellung musste gewonnen sein, so dass wir nur noch einen winzigen halben Punkt zum ersten Mannschaftssieg der Saison benötigten; aber woher nehmen? Eitel stand klar auf Remis, nur er zog einfach nicht! Wolfs Partie war längst weg. Da manövrierte sich Offen in eine Sch…lage. Siggi’s Läufer erwachte zum Leben, schlug einen auf den ersten Blick gedeckten Bauern und sorgte für Sorgenfalten auf den Ahrensburger Gesichtern. Denn der Bauer war wegen eines Grundlinienmatts doch nicht gedeckt. Die nun entstandene Stellung war objektiv für Siggi gewonnen, aber auf Geheiß seines Mannschaftsführers bot er Remis an, das sein Gegenüber nicht ausschlagen konnte. Kurz danach hatte Dümmke auch sein letztes Schach gesagt und strich zum 4,5:2,5 für Bad Oldesloe die Segel. Wie erwartet überschritt Eitel die Zeit, was zum 4,5:3,5-Endstand führte.

Bezirksklasse am 25.11.2007 die dritte Runde gegen Ahrensburg II

Über den Kampf Bad Oldesloe II – Ahrensburg II kann ich nicht viel berichten. Als ich aus Ahrensburg kommend eintraf, wurde Viggo Westerlin von Wolfgang Suchanek grade zum 8:0 (!!) Matt gesetzt. Die letzten anwesenden Oldesloer schüttelten nur die Köpfe. „War gar nicht gut“, konnte ich vernehmen. Was die Oldesloer Mienen wieder heller und die der Ahrensburger wieder finsterer werden ließ, war meine Meldung über unseren Sieg gegen Ahrensburg I (s.o.). Mit so einem Ergebnis kann sich die starke Mannschaft von Ahrensburg II kaum Hoffnungen auf den Aufstieg machen.



Verbandsliga am 04.11.2007 die zweite Runde gegen Bad Segeberg

Warum immer gegen uns? Die Segeberger Mannschaft hatte nach dem Mehrfachersatz gegen Barsbüttel in Runde 1 gegen uns praktisch das Top-Team an Deck. Das passierte uns auch in der letzten Saison des öfteren. Der letzte Gedanke an zumindest ein winziges Mannschaftspünktchen schien ausgeträumt. Ich hatte mich auch kaum hingesetzt, da standen Robert Isengardt gegen Tim Woidtke, Wolf Krumbholz gegen Manfred Haß und Peter Buchmann gegen Jacob Roggon ein wenig bedenklich bis schlecht. Dafür hatte zumindest Eitel Jandt gegen Andreas Ferch eine Gegenkeule herausgezaubert. Der Rest war nichts sagend. Ich selbst hatte mit Schwarz gegen Thomas Werner etwas Neues in der Eröffnung ausprobiert und fühlte mich recht behaglich.

Johannes Katzer spielte gegen Jan-Philipp Arps mit Schwarz plötzlich einen geschlossenen Sizilianer, was nicht zu seinen Spezialitäten gehört. Auch Stefan Kosanke spielte gegen Bernd Roggon etwas, was ich bisher bei ihm nicht gesehen habe. Nur dass er schon in der Eröffnung so verteufelt viel Zeit verbraucht! Das kann einen zur Verzweifelung bringen. Nestor Herbert Romahn stand nach meiner Einschätzung recht gut, wenngleich noch nicht viel zu sehen war.

Peter hatte nach wenigen Zügen einen Bauern verloren und investierte extrem viel Zeit, um wenigstens Gegenspiel zu bekommen. Ich selbst spielte forsch drauf los und mein Gegner opferte die Qualle. Das gab eine hochkomplizierte Stellung, die wir beide nicht exakt spielten – wie ich Gott sei dank erst in der Heimanalyse gesehen habe. Da hatte ich nicht viel Zeit, bei den anderen zu gucken. Als ich mich dann aufraffte, mich vom Brett zu erheben, sah alles äußerst trostlos aus:
Herbert hatte mal die Qualle mehr (gewonnen oder vom Gegner geopfert, konnte ich nicht erkennen. Sah nach geopfert aus, denn der Segeberger hatte starkes Spiel). Dann spielte Herbert noch ein paar Züge mit Minusfigur. Erst dachte ich, ich hätte eine Figur nicht gesehen, aber als Herbert aufgab, war jeder Irrtum ausgeschlossen. Robert ließ sich erst positionell zusammenschieben, dann fehlte auch ihm die Qualität und sein Versuch, so etwas wie ein Mattnetz aufzubauen, war zum Scheitern verurteilt. War etwas sehr grobmaschig – das Netz. Und Wolf hatte erst 1, dann 2 dann 3 Figuren weniger. Das war noch nicht die Adventszeit und vor 4 strich er die Segel zum 0:2. Johannes hatte mit einigen Mattdrohungen zu kämpfen, konnte aber alles parieren und willigte zum Remis ein. Peter hatte derweil sein Gegenspiel gefunden, aber seine Zeit verloren. Trotz Minusbauer hatte er wohl die bessere Stellung erreicht, aber nahm lieber auch das Remisangebot an. Eitel hatte seine Gewinnstellung eigentlich schon versemmelt, als er in ein Turmendspiel mit Mehrbauern einlenken konnte. Roberts erwarteter Verlust wurde durch meinen Gewinn ausgeglichen und plötzlich sah aller gar nicht so schlecht aus, denn Stefan hatte eine klare Gewinnstellung herausgespielt. Mit noch relativ viel Zeit auf der Uhr (ca. 5 Minuten für 10 Züge). Hatte er einen ganzen Turm mehr, musste aber die Qualität zurückgeben. Aber er schaffte es, aus der Qualle den ganzen Turm zu machen und der Segeberger Mannschaftssieg war perfekt. Eitel quälte anschließend seinen Gegner und uns noch einige Zeit mit einem Turmendspiel, dass mehrfach für ihn gewonnen war. Durch einen elementaren Fehler am Schluss, war es dann aber doch Remis.

3:5, das hatte lange nach mehr für Segeberg und dann nach mehr für uns ausgesehen. Aber wir steigern uns. Im letzten Jahr haben wir gegen die Segeberger noch 2,5:5,5 verloren.

Bezirksklasse am 28.10.2007 die zweite Runde gegen Inselspringer Ratzeburg
Im Gegensatz zum Vorjahr kommt unsere Zweite heuer nicht so recht in Tritt. Die zweite Runde und das zweite 2:6 sehen allerdings schlimmer aus, als es in Wirklichkeit ist. Inselspringer Ratzeburg gilt nach dem "Betriebsunfall" des Abstiegs aus der Bezirksliga zumindest als Meisterschafts-Mitfavorit. Die einzelnen Paarungen wiesen dann auch bis zu 400 DWZ-Punkte als Differenz zu Gunsten der Ratzeburger aus.

Dankenswerterweise hatten die Inselspringer einer Spielverlegung zugestimmt, weil die Oldesloer am kommenden Sonntag kaum hätten antreten können. Trotzdem konnten die Gäste nicht in Bestbesetzung antreten. Gleich zu Beginn machten sich dann auch der DWZ-Unterschied bemerkbar. An den Brettern 4 und 6 gab es schnelle Oldesloer Schwarz-Niederlagen durch Wilmhardt Borngräber und Radovan Filipovic. Auch Manfred Tilp an Brett 8 ging sang- und klanglos unter. Dann konnte Siegfreid Ehlers aber das erste Remis markieren, dem Matthias Gödelt das nächste Remis folgen lassen konnte. Herbert Hoffmann war über sein Remis nicht unglücklich, obwohl dies den Sieg für die Ratzeburger sicherte. Herbert quälte sich mit einem verlorenen Endspiel ab (nachdem er den Gewinn einer Figur übersehen hatte) und konnte von Glück sagen, dass sein Gegenüber den einfachen Gewinnweg nicht sah. Turmendspiele sind immer Remis... Bernd Baumast fügte diesem zweifelhaften Spruch eine weitere Bestätigung hinzu. Lange auf verlorenem Posten stehend, hatte er eigentlich keine Chance, ergriff aber den Hauch derselben und wurde für seinen Einsatz mit dem 4. Remis der Oldesloer belohnt. An Brett 1 kämpfte Viggo einen verzweifelten Kampf, aber sein Turmendspiel konnte er am Ende nicht mehr halten.



Verbandsliga: am 07.10.2007 die erste Runde gegen Bad Schwartau

Vor 2 Jahren wäre dies noch ein Vergleich Landesliga – Bezirksliga gewesen. Bad Schwartau ist nur knapp aus der Landesliga abgestiegen und was diese Mannschaft an Spielern aufbieten (könnte), kann dem Gegner – zumal in der Verbandsliga – schon den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Trotzdem war die Art und Weise unserer ersten Niederlage in der neuen Saison wenig verheißungsvoll für die kommenden Spiele. Insbesondere die Paradebretter der letztjährigen Saison (mit Ausnahme von Johannes Katzer) ließen einige Wünsche offen. Peter Buchmann und ich spielten völlig indisponiert. Wir hatten zwar mit anderen Gegnern gerechnet, aber was wir uns da geleistet haben…

Schon in der Eröffnung war kein echter Plan zu sehen, während bei unseren Gegnern irgendwie alles zusammenlief. Es sah auch relativ leicht aus, wie wir zusammengeschoben wurden. Passend mein letzter Partiezug. Wie die spätere Analyse zeigte, war zwar ohnehin für mich kaum noch eine Rettung in Sicht, aber einzügig die Figur einzustellen hat schon was. Auch bei Hans-Georg Heber und kurz darauf bei Wolf Krumbholz mussten wir die Niederlage eingestehen. Der Sieg von Johannes Katzer gegen den nominell stärkeren Oliver Schwarz blieb nur ein Achtungserfolg. Stefan Kosanke musste sich nach einer aberwitzigen Zeitnotschlacht, in der er erst ein Matt, dann einen einzügigen Figurengewinn übersah, ins Remis fügen. Nachdem er lange schlecht gestanden hatte, wäre ein Sieg auch wenig verdient gewesen. Eitel Jandt und Herbert Romahn kämpften noch zäh, konnten ihre schlechten Endspielstellungen aber am Ende nicht halten.

Sowohl das Endergebnis von 1,5:6,5, als auch die Art und Weise des Kampfverlaufes können eigentlich kaum noch schlechter werden, also Augen nach vorne gerichtet!

Bezirksklasse am 07.10.2007 die erste Runde gegen Mölln II

Vor dem Kampf hatte ich alle Hände voll zu tun, eine vollständige Mannschaft zusammenzustellen. Am Ende war ich doch guter Dinge, dass die Mannschaft auch ohne ihren Spitzenspieler und die Bretter 3-7 eine gute Figur machen würde. Als ich aus Bad Schwartau in unserem Spiellokal zurück war und die Ergebnis-Meldung lesen muste, muss ich allerdings sagen, dass ich etwas verärgert war. Nicht über die Niederlage, denn Mölln war mit einer starken Truppe angetreten, sondern über die Abwesenheit eines Spielers unserer Mannschaft. Andere sind praktisch direkt aus dem Urlaub zum Spiellokal gefahren.

Wie mir Viggo Westerlin berichtete, hat er erst schlecht gestanden, dann nach einem Patzer seines Gegners auf Gewinn und am hat er Mike Schlüter Patt gesetzt. Auch wenn er hätte gewinnen müssen, ist das Remis gegen Möllns starkes Spitzenbrett ein Super-Erfolg. Leider konnte er wenig zum Kampfverlauf sagen. Immerhin konnte Bernd Baumast am ungewohnten dritten Brett mit Schwarz gegen Mario Funke ein Remis erkämpfen und Herbert Hoffmann konnte sogar den vollen Punkt einfahren. 2:6 ist zwar deutlich, aber die Möllner konnte an allen Brettern zum Teil erheblich bessere DWZ-Zahlen vorweisen, so dass das Ergebnis nicht überraschend kommt.

Bericht vom Mannschaftsführer Herbert Hoffmann:

Wir hatten am Beginn Streß wegen eines fehlenden Brettes. Ich war um 9.00 Uhr schon da, so dass mich Manfred noch zum Vereinspräsi lotsen konnte, um Ersatz zu beschaffen. Dann waren die Notationsblätter nicht auffindbar - Viggo fand sie letztlich versteckt unter den Figurenkästen im Container.

Dass Ulrich Masuhr nicht erschien, war schade. Viggos Partie war äußerst spannend, es wäre wert sie, sie mal nachzuspielen. Er hat gekämpft wie der berühmte Löwe aus dem Norden. Lutz hat sich in Zeitnot gebracht und verlor deshalb. Radovans Partie ging durch einen Zugfehler (?) verloren, gegen v. Warburg ist nicht leicht zu spielen. Der hat ja innerhalb von einem Jahr 300 DWZ-Punkte gutgemacht. (Anm. d.R..: Radovan stand glatt auf Gewinn, bis er seinen Gegner einlud, einen Bauern duchzubringen.)

Meinen Gegner konnte ich mit der guten alten spanischen Eröffnung unter Druck halten und letztendlich gewinnen. Ein Punkt, der mich sehr freute. Manfred haderte mit seinem Verlust. Er sagte mir nachher, daß sein Gegner ihn überlistet habe, indem er nach einem übersehenen Schachgebot - Rücknahme des Zuges- und einem zusätzlichen 2. Zug benachteiligt hätte. Er hatte dies aber nicht während dieses Geschehens moniert oder sich bei mir oder einem anderen unserer Spieler beschwert oder um Hilfe gebeten. (Anm. d.R.: Die Partieaufzeichnung gibt keinen Aufschluss.)

Und Siegbert, der wie er mir sagte, erst seit einem Jahr Schach spielt, war stolz, lange mitgehalten zu haben; Zumal sein Gegner Hans Schulz mit DWZ 1351 schon ein Hindernis war, was nicht leicht zu knacken ist.



Autor: Hans-Werner Stark

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